
Sigma FP2: grosses Update für die kleine Kamera
Die kleinste Vollformatkamera der Welt bekommt ein Update. Die Sigma FP2 hat einen beweglichen Bildschirm, einen besseren Sensor und einen stärkeren Akku.
Bereits sieben Jahre ist es her, dass Sigma die veröffentlichte. Jetzt kommt das Nachfolgemodell mit dem gleichen Konzept. Die minimalistische Vollformatkamera soll sich für Fotos und Videos gleichermassen gut eignen. Ihr winziges Gehäuse lässt sich gut in ein Video-Rig einbauen. Sie kann aber auch mit Handgriff, Sucher und Blitz zu einer ausgewachsenen Fotokamera erweitert werden.

Quelle: Sigma
Schneller und mit SSD
Der Sensor bleibt bei einer Auflösung von gut 24 Megapixeln, ist jedoch teilweise gestapelt. Dadurch kann er schneller ausgelesen werden. Das wiederum bedeutet weniger Rolling-Shutter-Verzerrungen sowie eine höhere maximale Framerate bei Fotos und Videos. Der Sensor erinnert verdächtig an denjenigen der oder der . Die drei Hersteller dürften, wenn nicht komplett identische, so doch eng verwandte Sensoren verwenden.
Die Kamera kann 6K-Video mit der gesamten Fläche des Sensors aufnehmen (Open Gate). 4K nimmt sie ohne Crop mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und mit Crop bis zu 120 Bildern pro Sekunde auf. Bei Fotos erreicht die Kamera 20 Bilder pro Sekunde. Das ist zwar nur wenig mehr als die Vorgängerin mit ihren 18 Bildern, aber die FP2 schafft 200 Bilder aufs Mal, die FP nur deren 12. Der Grund für diese Steigerung ist sehr erfreulich: Die Kamera hat eine schnelle SSD mit 70 GB Kapazität eingebaut.

Quelle: Sigma
Überall ein bisschen besser
Eine weitere wichtige Verbesserung: Die FP2 hat einen beweglichen Sucher. Dieser lässt sich herausziehen und um 90 Grad nach oben oder maximal 45 Grad nach unten drehen. Die für Videokameras übliche 180-Grad-Drehung zur Seite ist jedoch nicht möglich.

Quelle: Sigma
Zum modularen System gehört ein separat erhältlicher Sucher. Der neue EVF-21 wird über eine seitliche Kontaktplatte montiert und bietet eine hohe Auflösung von 5,76 Millionen Bildpunkten. Er ist zudem neigbar.

Quelle: Sigma
Die Bedienelemente am Gehäuse sind nahezu gleich geblieben wie bei der ersten FP. Einzig der Tone-Button ist verschwunden. Die FP2 ist sogar noch etwas kleiner als ihre Vorgängerin. Und das, obwohl sie einen grösseren Akku hat. 2200 mAh bedeuten nahezu eine Verdoppelung der Kapazität. Die Laufzeit gemäss CIPA-Standard steigt von 280 auf 370 Fotos. Vermutlich verbraucht der neue Prozessor etwas mehr Strom.
Trotz der geringen Grösse verfügt sie über einen HDMI-Ausgang in voller Grösse. Die Vorgängerin hat dagegen einen Micro-HDMI-Anschluss. Als weiteres Zubehör gibt es einen externen Monitor und einen Blitzschuhadapter, der mit Panasonic und OM System kompatibel ist.
Die Sigma FP2 ist voraussichtlich ab dem 11. November 2026 erhältlich. Die UVP liegt bei 2199 Euro oder 2350 Franken für das Gehäuse. Mit dem elektronischen Sucher steigt die UVP auf 2799 Euro respektive 2995 Franken.
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.
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