All diese Roboter und noch vieles mehr kannst du mit dem neuen Mindstorms-Robot-Inventor-Set bauen. Bildquelle: LEGO
All diese Roboter und noch vieles mehr kannst du mit dem neuen Mindstorms-Robot-Inventor-Set bauen. Bildquelle: LEGO
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Robot Inventor: So heisst LEGOs neues Mindstorms-Set

Raphael Knecht
Zürich, am 15.06.2020
Nach EV3, dem letzten Mindstorms-Bausatz von LEGO, bringen die Dänen diesen Herbst mit Robot Inventor den lang ersehnten Nachfolger auf den Markt. Dieser bietet neue Bauteile und kann Bluetooth. Für Profis gibt's Python und GPIO.

Der bei kleinen und grossen Kindern beliebte Mindstorms-Roboterbausatz EV3 wird sieben Jahre alt. Aus diesem Grund präsentiert LEGO mit Robot Inventor den Nachfolger des Bestseller-Sets. Der neueste Wurf der Klötzchenbauer aus dem hohen Norden beinhaltet 949 Teile, neue Power-Up-Komponenten und bietet fünf verschiedene Roboter, die aus demselben Set gebaut werden können. Zwei unterschiedliche humanoide Roboter mit Armen, eine katapultähnliche Ballwurfmaschine, einen Kran inklusive Greifarm oder einen Roboter auf allen Vieren lassen sich nach Anleitung zusammenstellen.

Das neue LEGO-Mindstorms-Set bietet auch einen ballwerfenden Roboterarm. Bildquelle: LEGO
Das neue LEGO-Mindstorms-Set bietet auch einen ballwerfenden Roboterarm. Bildquelle: LEGO

Kompatibilität und Programmieren ohne Ende

Wie bei allen anderen Mindstorms-Sets bisher, soll auch der neueste Bausatz mit unzähligen anderen LEGO-Kreationen kombinierbar sein. Fast alle Standard-LEGO-Bausteine passen, wie auch diverse LEGO-Technics- und -Systems-Teile. Du wirst dich mit dem Robot Inventor also sowohl als interessierter Neuling wie auch als routinierter LEGO-Sammler austoben können. Der Hersteller empfiehlt den Bausatz für angehende Programmierer und begeisterte Bastler ab 10 Jahren. Dank vielfältiger Programmiermodi werden auch gezielt ältere Semester und Experten angesprochen. LEGO versucht, mit dem Robot Inventor zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Klein und Gross soll das Programmieren spielend näher gebracht werden. Gleichzeitig sollen aber auch Experten ihr Knowhow mit Spass erweitern können.

Spass beim Programmieren: Diese Message möchte LEGO mit dem Robot Inventor vermitteln. Bildquelle: LEGO
Spass beim Programmieren: Diese Message möchte LEGO mit dem Robot Inventor vermitteln. Bildquelle: LEGO

Die dazugehörige Coding-App wird für MacOS, Windows 10, iOS, Android sowie einige Fire-OS-Geräte verfügbar sein. Sie basiert auf «Scratch», der gängigsten Programmiersprache für Coding-Anfänger. Hierbei nutzt der Programmierer Coding-Blöcke, die per Drag-and-Drop zu Befehlsketten zusammengefügt werden können – wie beispielsweise beim Ozobot Evo oder dem Sphero Bolt. Die App bietet zudem mehr als 50 Challenges und Lernmodule für den User. Für Programmier-Asse wird LEGO auch die Scripting-Sprache «Python» implementieren und damit die Funktionalität erweitern. So sollen sowohl Coding-Anfänger wie auch Programmier-Aficionados auf ihre Kosten kommen.

Spass und Lernen stehen im Fokus

Das Hauptmodul, über welches der Roboter, welcher nach eigenen Wünschen gestaltet werden kann, gesteuert wird, hat sechs Anschlüsse. Diese sind für die dem Set beiliegenden Sensoren gedacht. Ein Lautsprecher, ein Farbsensor, ein Distanzmesser, ein Beschleunigungssensor oder vier Motoren inklusive Rotationssensoren sind inkludiert. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Sensoranschlüsse von denjenigen des Mindstorms-EV3-Sets abweichen. Das heisst, dass der Vorgänger wohl nicht mit dem Robot Inventor kompatibel sein wird. Die Basis weist zudem sechs GPIO-Pins auf – für alle möglichen externen Sensoren, die nichts mit den farbigen Plastikklötzen zu tun haben. Die machen den neuesten Mindstorms-Bausatz mit Nicht-LEGO-Produkten erweiterbar.

Dem Bausatz liegt viel Neues und noch mehr Zubehör bei. Bildquelle: LEGO
Dem Bausatz liegt viel Neues und noch mehr Zubehör bei. Bildquelle: LEGO

Kommuniziert wird mit den Robot-Inventor-Eigenkreationen per Bluetooth. Dies ermöglicht, dass beispielsweise auch eine Fernbedienung mit Bildschirmtasten oder ein Bluetooth-Controller verbunden und der Roboter damit gesteuert werden kann. Via Micro-USB-Port wird der integrierte Akku geladen. Zudem können dort noch weitere kompatible Sensoren verbunden werden, die weder Bluetooth noch GPIO unterstützen. Der Hub besitzt überdies eine fünf mal fünf Pixel grosse LED-Anzeige, die programmiert werden kann. Baust du zum Beispiel einen humanoiden Roboter, kannst du ihm damit ein Gesicht geben und ihn lachen lassen. Doch nicht nur technisch ist vieles neu, auch am Altbewährten hat LEGO geschraubt. Im Set finden sich viele überarbeitete LEGO-Teile, wie neue Verkleidungen, türkise Technikteile oder breite schwarze Gummireifen. Laut Medienmitteilung soll das Set im Herbst 2020 erscheinen und ähnlich teuer sein wie der Vorgänger. Die Rede ist von rund 360 Euro beziehungsweise Dollar.

Der Robot Inventor schreit nach einer Review

Mich haben diese LEGO-News definitiv in ihren Bann gezogen und ich kann das Set kaum erwarten. Daher werde ich mir das Ding im Herbst bestimmt genauer ansehen und eine ausführliche Review dazu bringen. Wenn du das und auch keine anderen Robotik- oder Gadget-Highlights mehr verpassen möchtest, dann folge mir mit einem Klick auf den «Folgen»-Button beim Autorenprofil.

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Raphael Knecht
Raphael Knecht
Senior Editor, Zürich
Wenn ich nicht gerade haufenweise Süsses futtere, triffst du mich in irgendeiner Turnhalle an: Ich spiele und coache leidenschaftlich gerne Unihockey. An Regentagen schraube ich an meinen selbst zusammengestellten PCs, Robotern oder sonstigem Elektro-Spielzeug, wobei die Musik mein stetiger Begleiter ist. Ohne bergige Rennrad-Touren und intensive Langlauf-Sessions könnte ich nur schwer leben.

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