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Oppo legt die Selfie Cam unter den Bildschirm

Oppo hat es geschafft. Zumindest als Demo. Der chinesische Konzern hat die Selfie Cam eines Smartphones unter den Bildschirm gelegt. Ausgereift ist die Technologie aber noch nicht.

Die Selfie-Kamera eines Smartphones unter den Bildschirm zu bringen ist eine der letzten grossen Hürden bei der Entwicklung des Phones, das nur aus Bildschirm besteht. Am MWC, ehemals Mobile World Congress, in Shanghai hat der chinesische Hersteller Oppo ein Smartphone gezeigt, bei dem genau das der Fall ist.

Aber: Sogar Oppo steht der Umsetzung kritisch gegenüber, selbst wenn die Mobile-Welt an das Konzept glaubt.

Die Bildqualität leidet

Wie genau die Bildschirmtechnologie über der Selfie Cam funktioniert, erklärt Oppo nicht abschliessend. Laut Fachmagazin The Verge sei ein spezielles transparentes Material mit einer «redesignten Pixelstruktur» im Display verbaut. So könne Licht durch den Bildschirm auf die Kamera treffen. Der Sensor der Kamera sei grösser und die Linse habe eine grössere Blende als andere Selfie Cams.

Die Selfie Cam ist trotz Bildschirmdarstellung darüber sichtbar
Sanji Feng. Engadget

Obwohl Oppo sagt, dass die Bildqualität des auf dem Bildschirm dargestellten Inhalts nicht unter der Kamera leide, ist die chinesische Ausgabe des Tech-Magazins Engadget anderer Meinung. Die Kamera sei unter gewissen Bedingungen sichtbar, berichtet Engadget-Journalist Sanji Feng.

Die Software soll's richten

Hersteller Oppo gibt zu, dass die Selfie-Kamera einen harten Stand unter dem Display hat und dass die Bildqualität der Kamera leidet. Die Probleme seien unter anderem Nebelerscheinungen auf dem Bild, Spiegelungen und Verfärbungen. Dem will Oppo mit Software vorbeugen. Es seien Algorithmen entwickelt worden, die die Effekte der Hardware ausgleichen. So soll die Bildqualität «auf der Ebene von Mainstream-Geräten» sein.

Das Gerät, das am MWC gezeigt wird, hat noch keinen Namen. Es ist eine reine Tech-Demo, die der Welt zeigt «Ja, die Hürde fällt». Ob und wann die Technologie serienreif verbaut wird, ist noch unbekannt.

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Dominik Bärlocher, Zürich

  • Senior Editor
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

5 Kommentare

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User adr1vn

Nice! Wieder was neues, das freut mich :D.

Das einzige was ich jetzt nicht ganz unterschreiben würde ist "The Verge" als "Fachmagazin" betiteln... (achtung ironie)

26.06.2019
User callegari550

Ist schon krass - Jahrelange haben Grossfirmen wie Google und Apple uns ihre Handys als modernste Technik verkauft. Nun kommen die Östlichen Hersteller und mischen mit - das alles meistens sogar zu einem bezahlbaren Preis. Ich bin gespannt was die Zukunft noch aus Fernost bringt

26.06.2019
User Anonymous

Eigentlich waren die östlichen Hersteller schon von Anfang an ganz vorne mit dabei. Damals, zu Release der ersten iPhones, war das insbesondere der taiwanische Hersteller HTC, der bekannt dafür war, immer die neusten Technologien zu verbauen. Unter Steve Job's Apple war die Hardware eher zweitrangig, weswegen die iPhones bei direkten Hardwarevergleichen eigentlich immer den Kürzeren zogen (dafür aber bei der Software punkteten). Legendär waren damals Geräte wie etwa das HTC HD2. Auch die ersten Google-Smartphones wurden von HTC gefertigt. Aber auch Samsung, ebenfalls ein östlicher Hersteller, war mit seiner "Galaxy"-Reihe von Anfang an mit dabei. HTC ist heute leider nicht mehr das, was es einmal war. Als Nachfolger im Geiste würde ich OnePlus bezeichnen.

27.06.2019
Antworten
User damir.l

Ich bin beeindruckt - afk erstmal einlesen, wie das ganze Zeug funktioniert.

26.06.2019
User Anonymous

hoffen wir das Oppo nicht irgendwann mal heiss " Oppo,Huawei,Xiaomi... usw" Spionage oder Kopie ... von America

27.06.2019