Online-Meetings: Das sind die Dinge, die am meisten nerven
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Online-Meetings: Das sind die Dinge, die am meisten nerven

Martin Jungfer
Zürich, am 26.03.2021
Die Arbeit im Heimbüro hat durch die Corona-Pandemie Aufschwung erhalten. Dieser dürfte anhalten. Wer zu Hause arbeitet, verbringt viel Zeit in Videokonferenzen. Was an diesen virtuellen Treffen am meisten nervt, zeigt das Ergebnis einer Umfrage.

Technische Probleme stehen ganz oben auf der Liste der Dinge, die Online-Meetings mühsam und nervig machen. Das zeigt die Auswertung einer Umfrage, die news aktuell und Faktenkontor unter 121 Fach- und Führungskräften aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen durchgeführt hat. Hier geht es zur Medienmitteilung.

Ob diese Gruppe der Befragten wirklich repräsentativ ist für die vielen Menschen, die sich in den letzten Monaten zwangsweise mit Zoom- und Team-Calls anfreunden mussten, kann man natürlich bezweifeln. Deshalb interessiert weiter unten im Artikel auch deine Meinung in der kleinen Umfrage.

Für die Teilnehmenden der Umfrage von news aktuell jedenfalls scheint die Infrastruktur das grösste Ärgernis zu sein. So sind die drei meistgenannten Probleme «Allgemeine Technik spinnt» (56 Prozent), «schlechte Internetverbindung» (51 Prozent) und «Meetings verzögern sich wegen Technikproblemen» (37 Prozent). Vielleicht zeigt sich hier schlicht und einfach auch nur, dass viele den Umgang mit der Technik immer noch lernen müssen. Ging ja für die Meisten auch bisher immer ohne.

«Könnt ihr mich hören?»

Die nicht-technischen Themen folgen dann auf den Plätzen. So finden es 27 Prozent der befragten Personen nervig, wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Online-Meeting ihre Kamera ausgeschaltet haben. In die gleiche Kategorie fällt der Nerv-Faktor «falsche Verwendung der Stumm/Laut-Funtion» (26 Prozent) und Sätze wie «Hört ihr mich» oder «Sorry, bin rausgeflogen». 19 Prozent ärgern sich darüber.

Interessant ist auch, dass sich rund ein Viertel der Befragten über eine gestiegene Zahl an Meetings beklagt. Das bestätigt auch eine Datenauswertung von Microsoft.

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Das sind die Dinge, die kaum nerven

Offensichtlich verzeihlich sind in Online-Meetings andere Dinge. Wenn der Partner oder die Partnerin, die Katze, der Hund oder die Kinder durchs Bild springen, stört das nur 7 Prozent der Befragten. Hier hat womöglich Professor Robert Kelly bereits im Jahr 2017 vorgespurt als in einem Video-Interview mit der BBC, bei dem er die Aussenpolitik Südkoreas erklärte, plötzlich seine beiden Kinder ins Arbeitszimmer stürmten. Das Video ging bei Youtube viral.

Sogar noch weniger (5 Prozent) fühlen sich bei Online-Meetings gestört, wenn eine Teilnehmerin aufspringt, weil der Postbote ein Paket bringt (finden wir bei Galaxus gut) oder wenn ein Teilnehmer bei der Bildschirm-teilen-Funktion versehentlich einen Blick ermöglicht auf unerwünschte oder gar peinliche Inhalte. Die 2 Prozent Teilnehmer der Umfrage, die das nervt, müssen vielleicht wirklich Irritierendes gesehen haben.

Und jetzt bist du dran! Was belastet in Online-Meetings deine Nerven?

Immer die gleichen Sätze: «Seht ihr meinen Screen?», «Reto, Du bist auf Mute.» oder «Wir warten noch auf Claudia.» Das nervt.

Mich nerven schlechte Bild- und Ton-Qualität in einem Online-Meeting.

Kinder und/oder Haustiere sollten nicht im Bild herumspringen.

Unterbrechungen des Online-Meetings, weil es beim Kollegen an der Tür läutet – das geht gar nicht.

Ich will keine virtuellen Hintergründen sehen – egal ob Loft, Tropeninsel oder HR-Giger-Tapete.

Fehlen Dinge, die dich zur Weissglut treiben in Online-Meetings? Dann schreib einen Kommentar. Was war dein lustigstes Erlebnis in einem Videocall? Lass es die Community wissen.

Titelbild: Nicole Waleczek / Wikimedia Commons

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Martin Jungfer
Martin Jungfer
Head of Content, Zürich
Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln.

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