

Mit Spritzanlage gegen Katzenkot
Unser Garten ist ein Katzenklo. Das soll die Gardigo-Wasser-Tierabwehr ändern.
20 Kackhaufen habe ich nach der letzten Schneeschmelze zusammengekratzt. Für die Nachbarskatzen ist unser Garten ein kleines, feines Scheissparadies. Damit ist Schluss. Der Spielzeugschaufel meiner Kinder und mir stinkt’s. Den Tieren ein Katzenkistchen anzugewöhnen, dürfte ähnlich schwierig sein wie einen Boomer zum Pinkeln im Sitzen zu bewegen. Eine andere Lösung muss her.
Dabei liebe ich Katzen – je grösser und flauschiger, desto besser. Nach meinem Wegzug aus dem Elternhaus und damit auch von meinen vierbeinigen Wollknäueln machte sich eine Tierhaarallergie bemerkbar. Bei meiner Frau fällt sie noch stärker aus. Darum können wir uns keine eigene Mieze anschaffen – die effizienteste Katzenabwehr. Weil Harfenstrauch, auch bekannt als «Verpiss-dich-Pflanze», so viel bringt wie gutes Zureden und Ultraschall-Geräte nervige Töne von sich geben, probiere ich es mit Wasser.

Wasser Marsch
Gardigos Wasser-Tierabwehr kombiniert Rasensprinkler und Bewegungssensor. Ich stecke das Gerät in der Nähe des Tatorts in den Boden, setze die zwei AA-Akkus ein und schliesse den Gartenschlauch an. Damit steht das Gerät bereit und spritzt los, sobald sich etwas bewegt. Dank Solar-Panel laden sich die Akkus selbständig und in meiner mehrwöchigen Testzeit musste ich sie nie aufladen.

Über zwei Klammern stelle ich ein, wie weit sich der Spritzkopf drehen kann – zwischen 60 und 100 Grad. Ein kleines Rad am Kopf des Geräts regelt die Spritzreichweite: von ungefähr zwei bis zehn Metern. Ausserdem kann ich die Empfindlichkeit des Sensors anpassen. Die Erklärung in der Anleitung mit verschiedenen Tierbeispielen verwirrt mehr, als dass sie hilft. Der Sensor auf Stufe 1 reagiert weniger empfindlich als auf Stufe 9. Da der Sensor beim Auslösen hörbar klickt, lässt sich einfach ausprobieren, welche Stufe bei welcher Distanz Sinn ergibt.

Das Gerät reagiert zuverlässig und spritzt überraschend stark. Ich stelle die Spritzstärke auf wenige Meter ein – das reicht, um die Katzen zu erschrecken, ohne vorbeifahrende Autos zu treffen.

Da die Vierbeiner verschiedene Lieblingsplätze für ihr Geschäft haben, setze ich zwei Geräte ein. Eines platziere ich bei den Beerensträuchern und eines neben der Hecke, durch welche die Katzen sich meist anpirschen.
Keine Rassentrennung
Sofort bestätigt sich eine meiner Befürchtungen: Das Gerät löst nicht nur bei Katzen aus, sondern ziemlich bei allem, was sich bewegt. Zwar reagiert der Infrarotsensor auf Wärme, aber das kann auch ein Ast, ein Auto oder irgendetwas sein, das sich schnell in der Sonne erwärmt.
Heikler wird es, wenn der Sensor bei Menschen anspricht. Das ist das entscheidende Problem dieser Wasserabwehr. Meine Kinder finden es vielleicht im Hochsommer lustig, wenn sie beim Betreten des Gartens eine Abkühlung bekommen. An frischen Frühlings- oder Herbsttagen dürfte sich ihre Begeisterung in Grenzen halten. Bei Gefriertemperaturen darf das Gerät ohnehin nicht laufen. Bis dahin habe ich die Katzen hoffentlich umerzogen.
Damit ich das Wasser nicht ständig ein- und ausschalten muss, besorge ich mir eine Bewässerungssteuerung. So läuft das Wasser nur abends und morgens – kurz bevor die Kinder aus dem Haus müssen.

Die Zeitschaltuhr bleibt nicht das einzige Zusatzzubehör, das beim Kauf dazukommt. Für zwei Geräte sind mindestens zwei Gartenschläuche nötig – besser einen dritten, wenn ich nicht jedes Mal den Schlauch ein- und ausstecken will, wenn ich den Garten wässere. Dazu kommen zwei Kupplungen. Nur so steuert die Zeitschaltuhr die Wasserabwehr, während ich nebenbei einen Schlauch für sonstige Dinge nutzen kann. Damit verdoppeln sich die Anschaffungskosten schnell.
Mir ist es das wert – sofern das System funktioniert. Bisher sieht es danach aus. Seit ich das Gerät installiert habe, musste ich nur noch einen Haufen entfernen – und genau da hatten die Kinder mit dem Schlauch gespielt und das Wasser abgedreht. Obwohl die Geräte tagsüber deaktiviert sind, genügen sie als Abschreckung. Im Vergleich zu einem Ultraschall-Gerät muss ich mir kein nerviges Gepfeife anhören. Auch mit tropfenden Anschlüssen, wie einige Käufer bei uns bemängeln, hatte ich keine Probleme.

Fazit
Nicht perfekt, aber erfüllt seinen Zweck
Seit die zwei Gardigo-Wasser-Tierabwehrgeräte unseren Garten vor vierbeinigen Freiluftscheissern bewachen, musste ich keine Häufchen mehr einsammeln. Einen aktiven Abwehrversuch habe ich zwar noch nicht beobachtet, aber die Geräte scheinen zu funktionieren. Wie nachhaltig das Ganze bleibt, sehe ich spätestens im Winter, wenn ich das Wasser wegen Gefriergefahr zudrehen muss.
Die Geräte sind in wenigen Minuten installiert und können leicht verstellt werden. Sie benötigen nichts ausser einem Wasseranschluss und etwas Sonnenlicht. Weil sie keine eingebaute Timer-Funktion haben, lohnt sich allerdings die Anschaffung einer Bewässerungssteuerung. Denn die Katzenabwehr macht keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier.
Auch etwaige Kupplungen und Schläuche müssen zum Kaufpreis dazugerechnet werden. Wenn ich damit wieder meinen Garten nutzen kann, ohne ständig nach Katzenkot Ausschau zu halten, lohnt es sich allemal.
Pro
- funktioniert
- schnell installiert
- Reichweite, Winkel und Sensorstärke einstellbar
- benötigt dank Solar-Panel keinen zusätzlichen Strom
Contra
- keine Zeitschaltuhr
- löst nicht nur bei Tieren aus

Als Kind durfte ich keine Konsolen haben. Erst mit dem 486er-Familien-PC eröffnete sich mir die magische Welt der Games. Entsprechend stark überkompensiere ich heute. Nur der Mangel an Zeit und Geld hält mich davon ab, jedes Spiel auszuprobieren, das es gibt und mein Regal mit seltenen Retro-Konsolen zu schmücken.
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