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Kuhmilch scheint die gesundheitlichen Vorteile schwarzen Kaffees zunichte zu machen

Wer Kaffee trinkt, lebt möglicherweise länger als Nicht-Kaffeetrinker. Allerdings auch nur, wer auf Kuhmilch in der Tasse verzichtet. Dies legen neueste Erkenntnisse nahe.

Gemäss einer Studie aus dem Jahr 2014 zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Kaffeekonsums leben Kaffeetrinker länger als Nicht-Kaffeetrinker. Warum? Kaffee kann positive Auswirkungen auf Entzündungen, Lungenfunktion, Insulinsensitivität und Depressionen haben. Dies sei womöglich teilweise auf eine Klasse von Polyphenol-Phytonährstoffen zurückzuführen, die in Kaffeebohnen unter der Bezeichnung Chlorogensäuren vorkommen. Untersuchungen zeigen, dass sich diese Säuren positiv auf die Zellen auswirken.

Der negative Einfluss von Kuhmilch

Neuere Erkenntnisse zeigen nun laut NutritionFacts.org einen möglichen Einfluss von Kuhmilch auf die oben erwähnten positiven Eigenschaften des Kaffees. Wurde Kaffee im Reagenzglas nämlich mit Kuhmilch versetzt, verringerte sich die antioxidative Aktivität mit nur einem Spritzer Milch um mehr als die Hälfte und in einem Milchkaffee oder einer anderen Zubereitung mit viel Kuhmilch um bis zu 95 Prozent. Was in einem Reagenzglas passiert, passiert jedoch nicht unbedingt in einem Menschen. Doch auch hier zeigen Untersuchungen laut NutritionFacts.org, dass im Laufe eines Tages deutlich weniger Chlorogensäuren in die Blutbahnen der Menschen gelangten, wenn sie ihren Kaffee mit Kuhmilch tranken, als mit schwarzem Kaffee. Die zugesetzte Milch reduzierte die Aufnahme von Chlorogensäuren um mehr als die Hälfte.

Was ist mit Sojamilch?

Im Reagenzglas scheinen sich Kaffee-Phytonährstoffe an Ei- und Sojaproteine ​​​​sowie an Milchproteine ​​​​zu binden. Computermodelle zeigen, wie diese Kaffeeverbindungen in den Ecken und Winkeln von Milch-, Eiweiss- und Sojaproteinen andocken können. Sojamilch hingegen hat gemäss NutritionFacts.org einige inhärente Vorteile gegenüber Kuhmilch. Es gibt keinen signifikanten Unterschied in der Aufnahme von Kaffee-Phytonährstoffen, wenn wir unseren Kaffee schwarz oder mit Sojamilch trinken. Sojaproteine ​​​​scheinen zwar zunächst im Dünndarm an die Kaffeeverbindungen anzudocken, Bakterien setzen sie anschliessend aber anscheinend wieder frei, wodurch sie im unteren Darm absorbiert werden können.

Milch auf Mandel-, Reis- und Kokosnussbasis wurde laut NutritionFacts.org nicht getestet. Diese Produkte hätten allerdings so wenig Protein, dass man annehmen könne, dass sie wie Sojamilch keine blockierende Wirkung haben.

Fazit: Kaffeetrinken scheint durchaus gesundheitliche Vorzüge zu haben. Jedoch wohl nur dann, wenn du ihn schwarz oder mit Sojamilch (und vermutlich auch einer anderen veganen Milch) konsumierst.

Titelbild: Shutterstock

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