Kleider und Schatten sind der beste Sonnenschutz
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Kleider und Schatten sind der beste Sonnenschutz

Ümit Yoker
am 19.07.2017
Es ist die Zeit des Planschens und Herumtollens am See, des Spritzens und Badens in der Badi. Doch Kinderhaut reagiert empfindlicher auf die Sonne als die Haut von Erwachsenen. Deshalb gilt es im Sommer ein paar Dinge zu beachten.

Die Schweiz ist, nach Neuseeland und Australien, weltweit das Land mit der höchsten Hautkrebsrate. Den Grund vermutet man zum einen darin, dass eine Erkrankung häufiger frühzeitig erkannt und behandelt wird als andernorts; dafür spricht auch, dass trotz der hohen Zahl von Erkrankten relativ wenig Menschen an Hautkrebs sterben. Zur Erklärung trägt aber vermutlich auch das Freizeit- und Ferienverhalten der Schweizer bei, bei dem der Aufenthalt an der Sonne eine grosse Rolle spielt. Wir verbringen viel Zeit draussen und können uns in der Regel öfter als Bewohner anderer Länder regelmässigen Strandurlaub leisten. Kinder bekommen sehr selten Hautkrebs – Sonnenbrände in jungen Jahren erhöhen aber das Risiko, dass man später als Erwachsener erkrankt. Kinderhaut ist dünner und heller als die Haut von Erwachsenen, deshalb sollte man bei Sonnenschein ein paar Dinge beachten:

Kleidung

Guter Sonnenschutz bedeutet vor allem geeignete Kleidung, die möglichst viel Haut und insbesondere Schultern und Nacken abdeckt; ein Sonnenhut mit breiter Krempe gehört ebenfalls dazu. Dichtes Gewebe ist besser als loser Stoff, künstliche Fasern schützen mehr als Naturfasern, dunkle Farben besser als helle, und trockene Kleider sind weniger lichtdurchlässig als nasse oder gedehnte. Hält sich das Kind am Wasser auf, sind Textilien mit UV-Schutz empfehlenswert, wie die Krebsliga in ihrer Broschüre zum Thema Sonnenschutz schreibt.

Sonnencreme (chemisch)

Sonnenschutzmittel für Kinder sollten mindestens einen Lichtschutzfaktor von 30 und einen UVA-Schutz aufweisen und müssen in regelmässigen Abständen neu aufgetragen werden, das gilt auch für wasserfeste Produkte. Seine Kinder im Sommer einfach pauschal jeden Tag einzucremen, selbst wenn nur ein kurzer Spaziergang zum Supermarkt ansteht, empfiehlt sich jedoch nicht. Es sollte nicht vergessen werden, dass der Schutz der meisten Sonnencremes auf chemischen Wirkstoffen beruht und deren Anwendung in seltenen Fällen auch unerwünschte Folgen wie Allergien oder hormonelle Veränderungen mit sich bringen kann. Krebsliga wie auch Bundesamt für Gesundheit halten aber klar fest, dass die Vorteile der Anwendung von Sonnencremes deren allfällige Nachteile überwiegen. Um das Risiko von allergischen Reaktionen möglichst gering zu halten, ist es ratsam, Produkte ohne Duftstoffe wie Parfum oder ätherische Öle und ohne Farbstoffe und Konservierungsmittel anzuwenden.

Alga Maris Kinder SPF 50+ (Sonnencreme, SPF 50+, 100ml)
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Alle Sonnencremes

Sonnencreme (physikalisch)

Neben Sonnenschutzmitteln mit organischen UV-Filtern gibt es auch Produkte auf mineralischer Basis. Diese bieten gemäss Krebsliga einen vergleichbaren Schutz wie herkömmliche Sonnencremes mit chemischen Wirkstoffen.

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Sonnencreme
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Daylong Baby (Sonnencreme, SPF 30, 50ml)

Sonnenbrille

Schon kleine Kinder sollten eine Sonnenbrille tragen. Ihre Augen sind empfindlicher als die von Erwachsenen und lassen mehr Sonnenlicht bis zur Netzhaut vordringen. Am Wasser und im Sand müssen die Augen besonders gut geschützt werden, da die Oberfläche das Sonnenlicht stark reflektiert. Wenn die Kleinen partout keine Sonnenbrille aufsetzen wollen, bietet auch ein Sonnenhut mit breiter Krempe etwas Schutz.

Alle Sonnenbrillen

Tageszeit

Im Sommer, aber auch an schönen Frühlings- und Herbsttagen sollten Kinder (und Erwachsene) direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Fast zwei Drittel der täglichen UV-Strahlung, schreibt die Krebsliga in ihrem Faktenblatt zum Sonnenschutz bei Kindern, treffen in diesem Zeitraum auf die Erdoberfläche. Generell gilt: Zu Mittagszeit insbesondere sollte man sich im Schatten aufhalten.

Babys

Bis zum Alter von einem Jahr sollten kleine Kinder nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Falls sich der Aufenthalt in der Sonne einmal doch nicht vermeiden lässt, gilt auch bei Babys, die Haut in erster Linie mit geeigneter Kleidung und einem Sonnenhut zu schützen und für exponierte Stellen wie etwa das Gesicht ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 und UVA-Schutz anzuwenden.

Mehr Empfehlungen für Kinder von der Krebsliga.

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Ümit Yoker
Journalistin und Mutter von zwei Söhnen, beides furchtbar gerne. Mit Mann und Kindern 2014 von Zürich nach Lissabon gezogen. Schreibt ihre Texte im Café und findet auch sonst, dass es das Leben ziemlich gut mit ihr meint.
uemityoker.wordpress.com

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