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Jäckli an, Jäckli aus

So richtig Winter ist es nicht mehr - aber von Frühling kann auch noch nicht die Rede sein. Das stellt so manche Eltern vor die Frage: Was ziehe ich meinem Baby bloss an? Wir haben ein paar Tipps.

Gerade war es noch angenehm mild, doch kaum ist die Sonne weg, wird es schon wieder bitterkalt. Sicher ist: Ein Spaziergang tut auch den Kleinsten gut, und oftmals lässt sich der Gang nach draussen ja auch gar nicht vermeiden. Damit den Babys dabei nicht zu kalt (und nicht zu warm) wird, gilt es ein paar Dinge zu beachten:

Wie weiss ich, ob mein Baby friert?

Kalte Händchen und Füsschen sind bei Babys keine Seltenheit und bedeuten nicht unbedingt, dass es friert. Zuverlässiger lässt sich die Körpertemperatur am Nacken bestimmen: Fühlt sich die Haut kühl an, sollte man sein Kleines etwas wärmer anziehen, ist der Nacken sehr warm und feucht, ist ihm vermutlich zu warm.

Wie alt muss mein Baby sein, damit ich mit ihm nach draussen gehen kann?

Gut mit Mütze und einem Verdeck am Kinderwagen vor Wind geschützt, kann man mit einem Baby schon wenige Tage nach seiner Geburt spazieren gehen. Ist es sehr kalt, empfiehlt es sich, den Ausflug anfänglich auf eine halbe Stunde zu begrenzen und erst später auszudehnen.

Welche Kleidung eignet sich für die Übergangsjahreszeit am besten?

Von der warmen S-Bahn auf den bitterkalten Spielplatz und dann wieder in die geheizte Bibliothek - gut beraten ist, wer seinem Baby oder Kleinkind in der kühlen Jahreszeit mehrere Schichten anzieht. Die Luft zwischen den Lagen hält das Kind warm, und im Tram oder Bus kann man die oberste Schicht weglassen oder zumindest die Jacke öffnen und das Mützchen ausziehen. Bodys aus Wolle-Seide-Gemisch sind temperaturregulierend und halten die Haut trocken. Baumwolle hingegen hält im Sommer zwar angenehm kühl, ist aber in der kühlen Jahreszeit nur bedingt geeignet; das Material gibt keine Feuchtigkeit ab und bleibt nass, wenn das Baby schwitzt. Mützen sind auch in der Übergangszeit ein Muss, da wir über den Kopf viel Wärme verlieren, und sie müssen unbedingt die Ohren bedecken. Handschuhe hingegen sind optional, zumal viele Babys sie sowieso wieder abstreifen. Empfehlenswert sind solche, die mit einem Bändel verbunden sind und nicht verloren gehen. Will das Kleine seine Fäustlinge partout nicht anziehen, kann man die Jackenärmel über den Händchen etwas langziehen.

Wie muss mein Kinderwagen ausgerüstet sein?

Ein Schaffell hält den Kinderwagen warm und wirkt temperaturausgleichend. Hierzu kannst du ein normales Schaffell in Kombination mit einem gewöhnlichen Fusssack verwenden oder du wählst direkt das Fusssack-Modell mit integriertem Lammfell. Bei beiden Varianten ist dem Baby warm genug, wenn es darunter eine Strumpfhose oder lange Unterhosen trägt – und eine warme Jacke, falls der Oberkörper exponiert ist. Will das Baby keinen Fusssack, reichen eine gefütterte Hose und eine Decke aus Fleece oder Wolle. Wer den Wagen im kalten Hauseingang stehen hat, kann die Babyschale nach drinnen nehmen oder die Liegefläche vor Gebrauch mit einer Wärmeflasche oder einem Kirschkernkissen aufwärmen. Für längere Autofahrten sollte das Kind nicht zu warm angezogen sein, sondern dasselbe tragen wie zu Hause. Wer sich trotzdem sorgt, dass ihm zu kalt wird, legt ihm eine leichte Decke über seine Beine. Auch im Tragetuch sollte das Baby nicht zu warm gekleidet sein, da es vom Körper der Mutter oder des Vaters ausreichend Wärme erhält. Wichtig ist aber, dass die Jacke der erwachsenen Person um das Baby herum geschlossen werden kann, damit es vor Wind geschützt ist. Und: Mütze nicht vergessen!

Muss ich mein Baby eincremen?

Cremes sollten in den ersten Lebensmonaten eines Babys nur zurückhaltend angewendet werden. Ist die Haut sehr trocken oder rot, reichen ein wenig Vaseline oder Wind-und-Wetter-Creme. Auf Sonnencreme mit UV-Schutz sollte man im ersten Lebensjahr möglichst verzichten. Babys sollten in diesem Zeitraum ohnehin nicht für längere Zeit der Sonne ausgesetzt sein.

Wie muss das Schlafzimmer meines Babys eingerichtet sein?

Die ideale Temperatur im Kinderzimmer liegt zwischen 18 und 20 Grad. In den meisten Wohnungen ist es heutzutage wärmer. Schläft das Baby in einem Winterschlafsack, ist ein langarmiger Body ausreichend, ansonsten darf es auch ein leichter Pyjama beziehungsweise Strampelanzug sein. Wenn die Luft im Zimmer sehr trocken oder das Baby erkältet ist, empfiehlt es sich, die Luft etwas zu befeuchten. Wer dazu nicht eigens ein Gerät ins Zimmer stellen möchte, kann auch ein nasses und ausgewrungenes Gazetuch neben das Babybett legen.

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Es wird kalt: So hat es dein Kind auch im Winter warm

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Ümit Yoker

Journalistin und Mutter von zwei Söhnen, beides furchtbar gerne. Mit Mann und Kindern 2014 von Zürich nach Lissabon gezogen. Schreibt ihre Texte im Café und findet auch sonst, dass es das Leben ziemlich gut mit ihr meint.
uemityoker.wordpress.com

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