Osmo hat das Starter-Kit neu für Französisch und Deutsch ausgestattet.
Osmo hat das Starter-Kit neu für Französisch und Deutsch ausgestattet.
Bei «Words» müssen die Osmo-Spieler fehlende Buchstaben legen.
Bei «Words» müssen die Osmo-Spieler fehlende Buchstaben legen.
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Interaktives Lernen: Osmo spricht jetzt auch Deutsch und Französisch

Martin Jungfer
Zürich, am 01.10.2020
Seit 2018 haben wir Osmo im Sortiment, ein mehrfach ausgezeichnetes interaktives Lernspielsystem. Das Starter-Kit gibt es jetzt in einer neuen Edition. Vor allem für kleine Wortkünstler, die Deutsch oder Französisch sprechen, ist das eine gute Nachricht.

Was Osmo kann, hat Spielzeug-Experte Ramon Schneider vor zwei Jahren zum Verkaufsstart des Sets bereits beschrieben. Zusammengefasst bietet Osmo eine Kombination, bei der deine Kinder ihre Bewegungen mit virtuellen Spielwelten verbinden können.

Das «Time Magazine» hat Osmo im Jahr 2014 als eine der 25 interessantesten Erfindungen des Jahres bezeichnet. Und auch im folgenden Jahr hat das Magazin noch einmal eine kleine Eloge auf das System mit der «reflektierenden AI» verfasst. Um die Apps von Osmo zu nutzen, benötigst du ein iPad. Dieses stellst du auf die Osmo-Basis und steckst auf die Kamera einen kleinen Spiegel. Mit diesem «erkennt» das iPad alles, was auf dem Tisch passiert.

Mit Umlauten und «accents francais»

Im Starter-Kit sind verschiedene Spiele enthalten. Bei der Hardware wie den hölzernen Tangram-Elementen oder Zahlenplättchen, aufbewahrt in stabilen Plastikboxen, ist gegenüber der Vorgänger-Version nicht viel Neues zu entdecken. Interessant ist der Blick in das Spiel «Words». Hier findet man jetzt auch Buchstaben für die deutsche Sprache. Mit den Umlauten «ä», «ö», «ü» kannst du jetzt auch deutsche Wörter aus der App legen. Sogar ein «ß » ist in der Box, aber das ist etwas für den grossen Kanton. Und auch für Französisch wurde nachgebessert; neu sind die Buchstaben mit diakritischen Zeichen (é,è,à,â,ç) enthalten. Einzig die Ligatur «œ» fehlt. Wenn du also unbedingt dein Kind das französische «Ei» legen lassen willst, hast du die Grenze von Osmo erfolgreich erforscht und wirst scheitern. Ansonsten aber bieten dir die kostenlosen Apps viel Spielspass. In «Words» kannst du eigene Wort-Bibliotheken anlegen. So findet dein Kind immer wieder neue Herausforderungen – bis du keine Ideen mehr hast.

Und hier noch einige Dinge, die mir sonst noch aufgefallen sind am Starter-Kit:

Anreize für die Motivation

In den Apps – für jedes Spiel braucht es übrigens eine eigene – sind verschiedene Levels zu bewältigen, und es gibt auch noch Belohnungen. Zum Beispiel kannst du durch das Lösen verschiedener Tangram-Rätsel auf dem Weg zu einer Burg noch Extra-Goldstücke verdienen. Dieses Prinzip kennt man von Smartphone-Spielen ebenso wie von den Games für Konsolen und dürfte vor allem für ältere Spieler die Motivation hochhalten.

App für die Eltern

Eltern können bei Osmo den Lernfortschritt mit einer Eltern-App im Blick behalten. So weisst du zum einen immer, wie lange dein Nachwuchs gespielt hat. Und du kannst auch sehen, wo er oder sie es besonders schnell durch die Levels schafft.

Spass ab fünf Jahren

Auf dem Starter-Kit ist als Altersangabe «6 bis 10 Jahre» vermerkt. Je nach Entwicklung deines Kindes kann aber auch ein Kind mit fünf Jahren schon loslegen, wenn die Eltern ein wenig helfen. Vor allem zum Start eines neuen Spiels sind Kinder, die noch nicht lesen können, auf Mama oder Papa angewiesen, die die Anleitung auf dem Bildschirm vorlesen.

Papier für die Künstler

Für «Masterpiece» und «Newton» sind zwar keine Spielsteine nötig. Hier handelt es sich um eine App zum Zeichnen und eine zum Entdecken von Physik. Allerdings empfehle ich dir dafür ein kleines Whiteboard oder eine andere beschreib- und abwischbare Tafel. Oder alternativ einen grossen Vorrat an Kopierpapier. Denn zumindest meine kleine Künstlerin, mit der ich getestet habe, forderte nach einem misslungenen Zeichenversuch immer gleich ein neues Blatt Papier.

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Martin Jungfer
Martin Jungfer
Head of Content, Zürich
Meine Laufbahn als Journalist begann bei den Kleintierzüchtern und im gedruckten Zeitalter. Nach ein paar Jahren an der Front rief die Zentrale. Bei Regionalzeitungen und bei der NZZ war ich für diverse Digitalisierungsprojekte zuständig und etablierte Audience Management. Seit 2020 bei Digitec Galaxus. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schreibe ich auch. Weil ich in vielen Dingen über Halbdreiviertelwissen verfüge, ist das Spektrum an Themen ziemlich breit.

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