Intel veröffentlicht weitere Details zu Rocket Lake
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Intel veröffentlicht weitere Details zu Rocket Lake

Kevin Hofer
Zürich, am 16.03.2021
Intel hat heute erste Benchmarks für die kommenden Rocket Lake CPUs präsentiert. Besonders interessant ist, was das Spitzenmodell i9-11900K bietet.

Intels Rocket Lake ist wohl eines der am schlechtesten gehüteten Hardware-Geheimnisse der letzten Jahre. Nicht nur landeten die CPUs vor Release im Verkauf, auch Reviews wurden bereits veröffentlicht. Und vor ein paar Tagen kamen auch noch Slides mit Intel-Benchmarks zum Vorschein. Wie sich jetzt zeigt: Die geleakten Slides waren echt.

Das ist das komplette Intel Rocket Lake Lineup

Im Gegensatz zum überschaubaren Ryzen 5000 Lineup von AMD zeigt Intel eine Fülle an verschiedenen Ausführungen der 11.-Core-Generation. Alleine den i9 gibt’s in fünf Varianten: Als unlocked Does-It-All-Modell i9-11900K mit integrierter UHD 750 Grafik und Thermal Velocity Boost. Der KF ist gleich, aber ohne Grafik. Der i9-11900 ist im Gegensatz zum i9-11900K nicht unlocked. Der F ist gleich wie der i9-11900, aber ohne GPU. Und dann gibt es noch den T, der weder Thermal Velocity Boost hat noch unlocked ist. Alles klar? Mir ist auch schwindlig.

Bild: Intel
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Wichtigste weitere Neuerung ist die neue Architektur Sunny Cove. Und ja: Der i9-11900 in all seinen Varianten kommt mit 8 statt 10 Kernen, wie der i9-10900. Rocket Lake soll eine Verbesserung bei den IPC – Instruktionen pro Zyklus – von bis zu 19 Prozent bringen. Dadurch will Intel wieder den Gaming Thron erobern. Neu sind ebenfalls PCIe 4.0 – bis zu 20 Lanes – und AVX-512 Support. Mit der UHD Graphics 750 führt der Hersteller auch die Xe betriebenen Grafiken auf dem Desktop ein. Auch beim RAM wird neu bis zu DDR4-3200 unterstützt, jedoch nur beim i9-11900K(F), und auch da nicht in jedem Fall. Und dann sind noch Thunderbolt 4 und der Support für USB 3.2 Gen 2x2 neu.

Der neue Intel Star

Schnellstes Modell ist der i9-11900K. Zwei seiner Kerne boosten mit Thermal Velocity Boost bis auf 5,3 GHz. Alle acht Kerne schaffen bis 4,8 GHz. Beim Preis nennt Intel 539 US-Dollar. Intel lässt das Spitzenmodell in den Benchmarks gegen den Ryzen 9 5900X antreten. Hier schneidet der Intel-Prozessor in 1080p-Auflösung zwischen 3 und 11 Prozent besser ab. Im «Microsoft Flight Simulator» sind’s 11 Prozent und in «Gears 5» nur 3 Prozent. In «Grid 2019» dann 6 und in «Total War: Three Kingdoms» 10 Prozent. Im Vergleich zum Vorgänger, dem i9-10900K, verspricht Intel in denselben Games eine Steigerung von 8 bis 14 Prozent.

Bild: Intel
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In anderen Applikationen, wie dem Photoshop Photo Creation Benchmark oder Magix Vegas Pro Video, sind grosse Leistungssprünge von bis zu 38 Prozent ersichtlich. Diese Programme nutzen jedoch Intels Hardware beschleunigte KI. Wie immer sind die Benchmarks von Herstellern mit Vorsicht zu geniessen. Das gilt für die Software-Benchmarks noch in höherem Masse als bei den Games.

Bild: Intel
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In Bezug auf die Leistungsaufnahme gibt es zwischen Comet Lake und Rocket Lake keine grossen Unterschiede. Die PL1 liegt bei 125 Watt und die PL2 bei 251 Watt für bis zu 56 Sekunden. Offizieller Verkaufsstart für Rocket Lake ist am 30. März 2021.

Auch ich werde zwei der CPUs testen. Falls du das nicht verpassen willst, folge mir als Autor.

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Kevin Hofer
Kevin Hofer
Editor, Zürich
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.

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