
Instagrams Rebranding-Unfall
Die Social-Media-Plattform gönnt sich einen neuen Schriftzug – und kassiert Unverständnis.
Instagram hat seine neue Wortmarke enthüllt. Eine seltsame Mischung aus halb-kursiv und Druckschrift ersetzt die alte Handschrift-Font. «Das Logo hat sich seit zehn Jahren nicht verändert, daher war es an der Zeit für eine Auffrischung», schreibt CEO Adam Mosseri. Der neue Schriftzug sei «schlichter und moderner, mit Anspielungen auf das Original sowie auf die Einfachheit und Handwerkskunst, die Instagram schon immer ausgemacht haben».
Okay, Adam. Aber wieso steht da Instagzam?
Die Reaktionen sind gemischt. Zahlreiche Kommentare weisen darauf hin, dass das «r» wie ein «z» aussieht. Andere trauern der alten Handschrift-Font nach. Und wieder andere finden die neue Wortmarke gelungen.

Quelle: Instagram / Adam Mosseri
Modernisierung von Schriftzügen schlägt oft fehl
Rebrandings von populären Marken sind stets ein riskantes Unterfangen. Oft steht der Wunsch nach Modernisierung im Clinch mit der Nostalgie der Kundschaft. Mit seinem Fehlschlag befindet sich Instagram in guter Gesellschaft.
2022 änderte der südkoreanische Autohersteller Kia seinen Schriftzug. Das neue Logo verbindet die drei Buchstaben mit einem einzigen Zickzack und nur einem zusätzlichen Strich, der sowohl das K als auch das A kennzeichnen soll. Blöd nur, dass viele Leute den rechten Teil des Logos als umgedrehtes N lasen: Nach dem Rebranding gab es pro Monat 30 000 Google-Suchen für «KN car».

Quelle: Kia
Einen regelrechten Köpfler ins Fettnäpfchen machte 2024 Jaguar. Der britische Autohersteller lancierte ein umfassendes Rebranding, verbannte die charakteristische Raubkatze von der Motorhaube und präsentierte einen Schriftzug in einem minimalistischen Look. Dieser besteht bei genauerer Betrachtung aus einer Mischung aus gleich hohen Gross- und Kleinbuchstaben. Die Reaktionen von Fans und Presse auf die Modernisierung der Traditionsmarke waren vernichtend.

Quelle: Jaguar
Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
Alle anzeigen








