

Im Test: Der Fischer «Aeroguide 65» bringt Spass auf der Loipe
Ein Skating-Langlaufski, der auch ohne super Fahrtechnik Spass macht? Mit dem Fischer «Aeroguide 65» habe ich ihn gefunden. Warum er ab jetzt eines meiner liebsten Sportgeräte ist, erfährst du hier.
Ich liebe Langlaufen. Genauer gesagt Skating. Doch leider ist es in den letzten Jahren bei mir deutlich zu kurz gekommen. Zu wenig Schnee, zu wenig Zeit. Und dann die Erkenntnis: Meine Skiausrüstung ist schon 15 Jahre alt. Ups.
Zeit für eine neue. Doch welche? Bei Langlaufski hat sich seit meinem letzten Skikauf einiges getan. Manche Trends kamen und gingen, andere blieben. Schwierig, da den Überblick zu behalten.
Ich will keine High-Performance-Ski, sondern Bretter, die unsaubere Technik verzeihen. Sie sollen aber auch noch Spass machen, wenn ich mein Fahrkönnen verbessere. Zu teuer sollten sie auch nicht sein.
Meine Wahl: der Fischer Aeroguide 65
Der Aeroguide 65 von Fischer scheint so ein Ski zu sein. «Für Newbies bis Fortgeschritte» steht in der Produktbeschreibung. Gut!

Noch besser gefällt mir, dass sich Fischer die Skatingtechnik von Freizeitläuferinnen und -läufern nach eigenen Angaben genau angeschaut hat. Dabei fiel auf, dass technisch weniger versierte oft eher auf den Kanten, statt auf der Fläche gleiten. Um dem entgegenzusteuern, bieten die Aeroguide (wie einige Modelle von Rossignol auch) zwei Laufrillen für mehr Stabilität und Kontrolle.

Eine weitere Beobachtung: Hobby-Skaterinnen und -Skater greifen vermehrt zu kürzeren Ski, weil sie sich in Kurven stabiler anfühlen. Auch Anstiege lassen sich mit kürzeren Brettern besser meistern.
Kürzere Ski und unkomplizierte Bindung
Der Fischer Aeroguide 65 ist nach Angaben des Unternehmens so konzipiert, dass er optimal fährt und gleitet, wenn die Skilänge in etwa der Körpergrösse entspricht. Bei anderen Skating-Ski gilt meist: Körpergrösse plus zehn Zentimeter. Ausserdem spielt das Körpergewicht für die Länge der Ski eine Rolle. Leichtere Personen greifen gern zu kürzeren Brettern.
Für mich passt der 165 Zentimeter lange Aeroguide – abgestimmt auf meine Körpergrösse – perfekt. Es gibt ihn aber auch in 175 und 185 Zentimetern.
Die «Control Skate Step-In Turnamic»-Bindung ist im Set dabei. Und im Nu montiert – ohne Werkzeug. Es dauert tatsächlich weniger als fünf Minuten, dann ist der Ski startklar. Für den einfachen Einstieg hat die Bindung einen Drehhebel, bei dem du nur wenig Druck ausüben musst, damit der Schuh sicher fixiert ist.

Feineinstellungen sind auch möglich. Die Turnamic-Bindung lässt sich – ebenfalls ohne Werkzeug mit einem Schiebemechanismus – tunen, um mehr Gleiten oder Kontrolle zu ermöglichen. Ich habe sie in der neutralen Stellung belassen, für mich funktioniert das vorerst. Später werde ich sicher auch hier experimentieren.
Der Praxistest mit Coaching und Kilometern
Damit der Wiedereinstieg ins Langlauf-Skaten gelingt, entscheide ich mich für ein Ski-Camp. Neben kilometerlangen Loipen gibt es Instruktionen und Feedback von professionellen Coaches. Denn egal wie gut die Ski sind, das technische Können spielt beim Langlaufen die Hauptrolle.
Schon auf den ersten Metern bin ich zufrieden. Ich fühle mich stabiler als mit meinen vorherigen Ski. Das Gleiten gelingt und auch wenn es fahrtechnisch noch Verbesserungspotential gibt, komme ich schnell und ohne grosse Anstrengung voran.

Da beim Langlauf-Camp das Augenmerk auf der Technik liegt, gibt es immer wieder Slalom-Übungen, um die Agilität zu verbessern. Dank des kürzeren Skis gelingen sie mir gut. Ich meistere die Kurven und habe Spass dabei. Ziel erreicht.
Im Vergleich zu meinen alten, längeren Ski mit einer einzelnen Fahrrille sind die Aeroguide einfacher zu kontrollieren, gleitfreudiger und agiler. Das gefällt mir und motiviert mich, jetzt wieder öfter auf die Bretter zu gehen. Das nächste Langlaufwochenende in Davos ist bereits geplant.
Und ja, jeder Ski braucht Pflege. Ein Ski, der schlecht gewachst ist, läuft nicht. Egal, wie gut das Modell ist. Deshalb kommt demnächst noch ein kleiner Ratgeber zum richtigen Wachsen. Insgesamt habe ich aber mein Modell fürs Langlaufen gefunden. Denn wenn sich die Bretter gut anfühlen, bin ich balanciert und locker unterwegs. Und das hilft bei Technik und Fahrspass.
Fazit
Ein Skating-Ski zum Einsteigen und Weitermachen
Pro
- für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet
- auch sportliches Fahren möglich
- gutes Gleitverhalten
- einfach zu kontrollieren, stabil
- dank geringer Länge agil in Kurven
- Bindung einfach zu montieren
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.
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