Im Haarumdrehen einen sauberen Abfluss
ProduktvorstellungHaushalt

Im Haarumdrehen einen sauberen Abfluss

Carolin Teufelberger
Zürich, am 30.03.2020
Nie hätte ich gedacht, dass ein Buchenholzstab die Lösung für verstopfte Siphons ist. Ist er aber. Und dazu noch freundlich zu Mensch und Umwelt.

Haare verstopfen nicht nur den Abfluss, sie sind auch relativ eklig und mühsam daraus zu entfernen. Deswegen habe ich dir vor einiger Zeit einen Trick zur Prophylaxe gezeigt. Ein rostfreies Stahlknäuel fungiert dabei als sehr enges Sieb, das alle Haare auffängt.

Das Geheimnis *gegen Verstopfungen**
placeholder

placeholder

Tipp aus der Community

Falls es für die Vorbeugung schon zu spät ist, hat User ragnarq eine Lösung bereit: TwistOut ist ein spiralförmig gefräster Buchenholzstab, der nur durch Drehung um die eigene Achse alle Haare aus dem Abfluss ziehen soll. Ohne Chemie, ohne Sauerei. Da ich diverse Auffangmöglichkeiten in letzter Zeit vernachlässigt habe, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, um den TwistOut selber auszuprobieren.

Mein Waschbecken im Bad bekommt beim Kämmen ordentlich Haare ab. Die spüle ich dann oft den Abfluss runter, weil’s die schnellste Lösung ist. Mea culpa. Jetzt müssen die Haare raus, bevor kein Wasser mehr den Siphon runtergurgelt. In der Packung sind acht Buchenholzstäbe enthalten. Ich nehme einen und steck ihn mit der Spitze voran so tief wie möglich in den Abfluss. Dann lasse ich den Stab Pirouetten tanzen.

Bis zum Anschlag reinstecken und drehen.
Bis zum Anschlag reinstecken und drehen.

Wiederverwendbar

Nach ein paar Runden bemerke ich einen Widerstand, die Haare werden nun aufgewickelt. Gegen Ende benötige ich ein wenig Kraft, um auch die verhedderten Haare loszureissen, aber nach unter einer Minute ist so gut wie alles raus.

Den verdreckten Stab wirfst du laut Beschreibung einfach in den Kompost oder Hausmüll. Oder du verwendest ihn wieder, wenn du dich nicht ekelst und dir zwei Minuten Zeit nimmst. Schmutz mit Küchenpapier oder ähnlichem entfernen, den Stab mit Wasser waschen und trocknen lassen. Bis sich die gerillte, raue Oberfläche abgenutzt hat, lässt sich der TwistOut ein paarmal wiederverwenden. Die Funktionsweise ist so einfach, dass ich nicht geglaubt habe, dass sie klappt.

Ja, das war nötig.
Ja, das war nötig.

Auf die Idee gekommen ist übrigens eine Schweizerin aus Jona. Produziert wird in Deutschland, wo nur heimisches Holz zum Einsatz kommt. Plastikfrei verpackt werden die Stäbe von den Mitarbeitenden einer Behindertenwerkstätte. Und mit 8.90 Franken für acht Stäbe, die sich mehrmals verwenden lassen, ist das Produkt echt nicht teuer. Ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig.

190 Personen gefällt dieser Artikel


Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger
Editor, Zürich
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren