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Geht es nach Gucci, trägst du bald unterschiedlich farbige Schuhe

Laura Scholz
05.07.2022

In Sachen Lieblingsfarbe kannst du dich einfach nicht entscheiden? Dann ist heute dein Glückstag. Denn hiermit bekommst du offiziell die Erlaubnis erteilt, zwei verschiedenfarbige Schuhe zu tragen.

Das Urteil ist wasserdicht, versprochen. Schliesslich wurde es nicht von mir, sondern von keinem Geringeren als Alessandro Michele, Creative Director im Hause Gucci, gefällt. Und was der über seinen Laufsteg schickt, ist Trend, Punkt. Ganz neu dagegen nicht unbedingt …

Schwarz? Oder doch lieber Weiss? Bei Gucci Resort 23 gibts einfach beides.
Schwarz? Oder doch lieber Weiss? Bei Gucci Resort 23 gibts einfach beides.
Bild: Imaxtree

Krame ich nämlich tief in meinem Modegedächtnis, kommt mir die 2017er Spring/Summer-Kollektion von Céline in den Sinn, für die Designerin Phoebe Philo ihre Models in sogenannten «mismatched shoes» auf die Fashion-Week-Gäste losliess. Eine weisse Sandale am linken Fuss begleitete eine schwarze am rechten. Ebenso paarte sie cognacfarbene Stiefeletten mit schwarzen, rote mit weissen. Gebührt also eigentlich ihr der Credit für den bald vermutlich grössten Schuh-Trend des Sommers? Nein.

Ich habe noch weiter gekramt, bis zurück ins Jahr 2000. Da flimmerte, vielleicht erinnerst du dich noch, die dritte Staffel einer gewissen TV-Serie namens «Sex and the City» über sämtliche Fernsehbildschirme. In Folge 13 besagter Staffel, ist Hauptprotagonistin Carrie in L.A. unterwegs. An ihren Füssen? Metallisch glänzende Louboutin-Sandalen – eine in Blau, eine in Pink. Schauspielerin Sarah Jessica Parker und Stylistin Patricia Field fanden’s eben gut.

Carrie Bradshaw (Mitte) in mismatched Louboutins.
Carrie Bradshaw (Mitte) in mismatched Louboutins.
Bild: Instagram @everyoutfitonsatc
«… Vielleicht, weil beide Farben so köstlich aussahen und so gut zum Kleid gepasst haben. Aber auch, weil wir uns einfach in die Idee verliebt hatten, einen Schuh von jedem Paar zu nehmen.»
Sarah Jessica Parker via Twitter

So einfach war das 2000. So einfach ist das heute. Dass Gucci das Rad – beziehungsweise den Look – damit nicht neu erfunden hat, finde ich halb so wild. Denn was ist heutzutage überhaupt noch neu? Unterhosen-Blitzer? Nope. Popcorn-Tops? Nope. Alles ist irgendwie irgendwann schon einmal da gewesen. Immerhin hat Signore Michele sich einen neuen Twist überlegt und das Mismatched-Thema konsequent durchs gesamte Outfit gezogen. So viel Commitment gefällt mir. Vor allem, weil der Trend zwar ziemlich extra, trotzdem aber noch tragbar ist. Da kann sich ganz nach Mut-Level hochgearbeitet werden, von der Schuhsohle bis zur Sonnenbrille.

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Immer zu haben für gute Hits, noch bessere Trips und klirrende Drinks.


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