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Fünf Mamis erzählen, wie sie ihre Schwangerschaften erlebt haben

Das erste Kind – ein Highlight. Alles ist neu. Du liest Bücher, Berichte und weisst, in welcher Schwangerschaftswoche du bist. Das zweite Kind – es kommt, wie es muss. Du weisst so ungefähr, in welcher Woche du bist und was du nicht essen solltest. Das dritte Kind – ah, ich bin schwanger? Stimmt! Du weisst, in welchem Monat du bist. Fünf Mamis plaudern aus dem Nähkästchen.

Beim ersten Kind ist alles neu. Ich habe verschiedene Bücher und Berichte gelesen und bin Stunden durch verschiedene Onlineportale gesurft. Gegessen habe ich nur, was wirklich auf der OK-Liste stand. Alkohol und Rauchen für mich sowieso ein No-Go. Gequält hat mich während der Schwangerschaft Sodbrennen, Nasenbluten und der stetig harte Bauch. Übelkeit war bei mir Fehlanzeige. Sport habe ich bis zum Beginn des achten Monats gemacht. Die Luft war langsam etwas dünn, aber es tat mir gut. Und ganz klar, wusste ich jeden Tag, wie viele Wochen und Tage ich schwanger war. Das Kinderzimmer musste so schnell wie möglich bereitstehen und die Einkaufsliste der süssen Babyartikel, die ich unbedingt haben musste, wurde jeden Tag länger. Begleitet hat mich während der ersten Schwangerschaft mein Tagebuch im stetig angepassten Ifolor-Fotobuch-Format, wo ich alle Sorgen, Ängste, Gefühle und Meilensteine aufgeschrieben und den wachsenden Bauch bildlich festgehalten habe.

Bei meiner zweiten Schwangerschaft sehe ich nun alles lockerer. Es gibt Lebensmittel, die nicht gut sind, die esse ich einfach gar nicht oder in normalem Mass. Denn eine Scheibe Salami wird uns schon nicht umbringen. Alkohol und Rauchen natürlich immer noch ein No-Go. Quälen tut mich ab und zu Sodbrennen und jeden Tag ein- bis mehrmals Nasenbluten. Sport? Fehlanzeige! Neben Kind, Haushalt und Job bleibt mir im Moment keine Zeit mehr dafür. Bei dieser Schwangerschaft weiss ich, in welcher Woche ich gerade bin. Die Tage dazwischen interessieren mich nicht wirklich. Der Bauch ist irgendwie grösser als bei der ersten Schwangerschaft. Täuscht das oder ist vielleicht doch der fehlende Sport Schuld daran? Egal. Bücher und Berichte lese ich bei Bedarf oder wenn ich gerade mal einen Newsletter von den berühmten Mami-Seiten oder einen Blog-Artikel kriege. Das Kinderzimmer eilt nicht und Kleider, wie auch das ganze Zubehör habe ich ja schon. Mal gucken, was ich wirklich noch brauche, bevor ich es kaufe.

So war beziehungsweise ist es bei meiner aktuellen Schwangerschaft. Doch wie nehmen andere Mamis ihre Schwangerschaften wahr? Was machen sie bei der ersten, zweiten oder sogar dritten Schwangerschaft anders? Denn nicht nur die Schwangerschaften sind bei jeder Frau anders, sondern auch die sonstigen Gegebenheiten. Ich habe vier weitere Mamis gefunden, die etwas aus dem Nähkästchen plaudern.

1. Schwangerschaft

Ich bin in Woche xy, mein Bauchbewohner kann jetzt bereits die Finger bewegen. Abends soll Papi den Bauch eincremen und mit dem Baby etwas plaudern. Ich arbeite auch sehr fleissig an meinem Schwangerschaftsalbum mit Fotos und Neuigkeiten und erzähle so der Nachwelt, wie es mir während dieser besonderen Zeit geht.
Nicole M.
Alles war neu und ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Irgendwie hatte ich Angst vor der Geburt und googelte entsprechend alles bis tief in die Nacht hinein. Ich abonnierte viele Newsletter und lies mich von allen Fakten und Informationen berieseln. Das Zuhause, das Kinderzimmer, nein, einfach alles musste perfekt sein. Ich hatte das Gefühl, dass ich jedes Gadget, den besten Kinderwagen oder haufenweise Kleider kaufen muss, der Preis spielte für mich keine Rolle.
Anna L.
Als mir der Arzt sagte, dass ich Zwillinge kriege, wäre ich sicherlich umgekippt, wenn ich nicht auf der Arztliege gelegen hätte. Abgesehen vom Zwillingsbuch, dass ich aufgrund dessen gekauft und nicht ganz durchgelesen habe, habe ich mich nicht gross vorbereitet. Auf rohes Fleisch und gewissen Käse habe ich verzichtet, aber das war's dann auch schon. Dank der problemlosen Schwangerschaft, konnte ich im 5. Monat den Berlinmarathon mit den Inlineskates fahren. Das Kinderzimmer musste noch gestrichen werden, da wir eine abgeblätterte Wand hatten. Viele der Möbel haben wir allerdings selbst gemacht. Daher wurde alles eher später fertig. Bis zum Tag der Geburt in der 37. Woche habe ich gearbeitet, dadurch fehlte mir leider etwas die Ruhe vor dem Sturm.
Christina L.
Schwangerschaftstest positiv, Glücksgefühle, sofortige Umstellung der Ernährung, du nimmst so einiges in Kauf, wenn es um die Sicherheit des Babys geht. Die ersten drei Monate vergehen langsam, eigentlich möchte ich doch der ganzen Welt erzählen, dass ich in freudiger Erwartung bin. Es ist nicht einfach, auf dem Mund zu sitzen und zu flunkern, wieso ich auf einmal keinen Kaffee mehr trinke. Swissmom.ch war meine tägliche Lektüre. Ansonsten war mir weder übel, noch hatte ich sonstige Leiden. Die rosa Eltern-Brille wurde uns leider nach einem Blasensprung mit anschliessender Fehlgeburt in der 20. Woche abgenommen.
Anonymes Mami

2. Schwangerschaft

Hui, Woche xy ist schon durch! Meine Bauchbewohnerin ist auch schon fleissig mit Fingerschnipsen. Den bald grossen Bruder lass ich wieder mal den Bauch eincremen und ohje, da hat es ein Schwangerschaftsstreifen gegeben und uiuiui, ich muss unbedingt wieder mal ein Foto fürs Schwangerschaftsalbum machen und was reinschreiben. Mach ich dann heute Abend oder morgen oder dann, wenn ich Zeit habe. Nichts tragen und sich schonen gemäss Ärztin; ja genau, lustig, bei einem Wäscheberg und einem 2-jährigen Knirps.
Nicole M.
Die zweite Schwangerschaft war genau so schön wie die erste, aber ich war entspannter und hatte Vertrauen, dass alles gut kommt. Diesmal besonders wichtig, war die Integrierung der 4-jährigen Schwester, die ab sofort nicht mehr im Mittelpunkt war. Die Freude über eine 2. Schwangerschaft war gross, da ich schon 42 Jahre alt war. Aber erholen kannst du dich nicht mehr so gut, da du bereits Mamapflichten hast. Die Einrichtung des Kinderzimmers konnte diesmal etwas länger warten.
Anna L.
Bei meiner zweiten Schwangerschaft wurde ich vom Arzt aufgrund von Beschwerden sechs Wochen früher krankgeschrieben. Ich wusste jeweils, wann mein Kleiner zur Welt kommen sollte, für mehr hat die Zeit nicht gereicht. Denn neben Hauskauf, Haushalt und Umzug, waren da ja noch die Zwillinge. Ich war neben Hausfrau, Mami und Lehrerin somit nebenbei noch ein bisschen schwanger. Da die Arztkontrollen bei einem Kind seltener sind, habe ich nicht so viel über die Schwangerschaft nachgedacht. Geholfen hat mir der Vorbereitungskurs im Wasser. Nicht unbedingt wegen der Infos, sondern wegen der Bewegung und der Entlastung im Wasser. Und auch der Kontakt zu anderen werdenden Mamis hat gutgetan.
Christina L.
In die zweite Schwangerschaft bin ich aufgrund der Fehlgeburt etwas verhaltener gestartet. Zum einen habe ich mich wieder auf ein Baby gefreut, zum anderen hatte ich aber immer mit der Angst zu kämpfen, das Baby wieder zu verlieren. Ich war beim Frauenarzt gut betreut und galt als Risikoschwangerschaft mit engmaschigen Kontrollen. Die Wochen habe ich gezählt. Mein erstes Ziel war die Woche 24. Ab dann war ich um jede weitere Woche sowie die Kindsbewegungen dankbar. Das Baby hat uns dann 3 Wochen zu früh, gesund und kräftig beglückt.
Anonymes Mami

3. Schwangerschaft

In der dritten Schwangerschaft fehlte mir schlichtweg die Zeit. Ich war neben dem Mama sein einfach beiläufig schwanger. Ich hatte die ersten drei Monate mit Übelkeit zu kämpfen. Zum Ende der Schwangerschaft hin liess meine Ärztin aufgrund Bluthochdrucks die Geburt zwei Wochen früher einleiten, um eine Schwangerschaftsvergiftung auszuschliessen.
Anonymes Mami

Diese vier Mamis könnten unterschiedlicher nicht sein. Egal, ob es eine Bilderbuch-Schwangerschaft, eine Fehlgeburt, das fortgeschrittenere Alter oder eine Mehrlingsgeburt war. Im Endeffekt haben alle etwas gemeinsam. Sie sind Mütter von tollen Kindern geworden. Trotz Ängsten, Sorgen, Beschwerden, Emotionen haben sie mehrere Schwangerschaften durchgemacht. Jede auf ihre Art und Weise. Wobei man durchwegs sagen kann, dass eine Frau die erste Schwangerschaft aufgrund der Ungewissheit doch intensiver wahrnimmt, mehr liest und sich besser über die bevorstehende Geburt informiert. Grund dafür ist sicherlich auch die vorhandene Zeit. Sobald ein Geschwisterchen dazu kommt, müssen Mamis in der vorhandenen Zeit noch mehr leisten. Beine hochlegen, die Ruhe geniessen oder den Haushalt liegen lassen wird durchwegs schwerer. Zumal auch noch die bewusste Integrierung des Erstgeborenen dazu kommt. Denn ab nun muss Mami und Papi geteilt werden. Und das ist für ein bis anhin Einzelkind nicht so einfach, wie es für uns den Anschein macht.

Zum Schluss noch einen Satz, den mir eine Mutter gesagt hat, der es aus meiner Sicht ziemlich auf den Punkt bringt:

Mit dem Geschwisterkind wird das grosse Kind selbstständiger, der Papi engagierter und Mami realistischer!
Nicole M.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen bei euren Schwangerschaften gemacht? Wir sind gespannt auf eure Feedbacks im Kommentarfeld. All denjenigen, die gerade eine Schwangerschaft durchmachen, wünschen wir natürlich alles Gute.

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User

Myrtha Erni, Zürich

  • Editor
Köchin. Putzfrau. Polizistin. Krankenschwester. Entertainer. Motivator. Autorin. Erzählerin. Beraterin. Organisatorin. Chauffeur. Anwältin. Richterin. .… also einfach gesagt Mami von zwei Töchtern und somit nicht nur (Content) Manager im Beruf, sondern auch im Privatleben.

1 Kommentar

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User retschi

Ein wirklich interessanter und schöner Artikel. Habe ihn wirklich gerne gelesen :)

01.03.2018