Experimentieren mit Sensorikflaschen

Experimentieren mit Sensorikflaschen

Sabrina Müller
Saland, am 27.04.2020
Sensorikflaschen regen zum Experimentieren, Beobachten und Staunen an. Auch mit deinem Kind kannst du diese zu Hause füllen. Bist du bereit, etwas Neues zu versuchen?

Meine Tochter lässt sich mit kreativen Experimenten immer begeistern. Flüssigkeiten abfüllen und spannende Spielmaterialien hinzuzufügen ist genau ihr Ding. Zudem liegt sie mir schon seit Wochen in den Ohren, dass sie endlich die farbigen Röhren ausprobieren will. Wir überlegen uns also, welche Spielwelten wir erschaffen wollen. Nach einem kurzen Blick in unseren Bastelschrank entschieden wir uns für drei Themen: Nacht, Meer und einen giftigen Zaubertrank.

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Glasnuggets 200g 20mm transparent
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Glorex Glasnuggets 200g 20mm transparent
Streuteile Sterne silber 10mm ca. 500 St
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Glorex Streuteile Sterne silber 10mm ca. 500 St

1. Die nächtliche Atmosphäre

Die Nacht in der Flasche erhältst du, wenn du Wasser, blaue Lebensmittelfarbe und goldene Streuteile für Mond und Sterne verwendest. Als Behälter eignet sich übrigens auch eine alte PET-Flasche.

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Bereits beim Zusammenmischen der Materialien macht meine Tochter grosse Augen. Zu beobachten, wie die Lebensmittelfarbe sich langsam mit dem Wasser vermischt, ist ein tolles Schauspiel.

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Nachdem die Flasche mit einem Deckel gut verschlossen ist, darf dein Kind diese umdrehen, hin und her schütteln und gespannt beobachten, wie sich die Himmelskörper in der blauen Nacht bewegen.

2. Meeresstimmung

Für das Meer brauchst du neben der Flasche noch Wasser, transparentes Shampoo oder Spülmittel, Sand, Glasnuggets und Muscheln.

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Starte, indem du zuerst den Boden mit Sand befüllst. Lege danach die trockenen Materialien hinein und giesse das Wasser hinzu. Zum Schluss gibst du noch einen Spritzer Shampoo in die Flasche und schliesst den Deckel.

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Das Meer verhält sich in dieser Miniaturversion wie echt. Wenn du durch Schütteln Wellen bildest, wirbelt der Sand umher und setzt sich wieder, bis das Wasser ganz klar wird und du die Meerestiere sehen kannst. An der Oberfläche gibt es von den Wellen etwas Schaum, der wieder zurück geht, wenn sich das Wasser beruhigt.

3. Jetzt wird es giftig

Der Zaubertrank ist keine Hexerei. Du benötigst ausschliesslich Wasser, Öl und Lebensmittelfarbe.

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Fülle die Flasche zu dreiviertel mit Wasser und gib etwas Lebensmittelfarbe hinzu. Das Öl kommt zum Schluss in die Flasche. Durch die geringere Dichte des Öls vermischt es sich nicht mit dem Wasser. Beim Schütteln erinnert die grüne oder rote Farbe an ein hochgiftiges Gemisch.

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Verwendung der Sensorikflaschen

Vor dem Basteln habe ich erwartet, dass meiner Tochter vor allem das Zusammenmischen Freude bereitet und die Flaschen nach einigen Schüttelübungen in der Ecke landen werden. Doch das genaue Gegenteil ist passiert. Sie hat es mir verboten, die Flaschen wieder zu leeren. Sie geniesst es, immer wieder mal die Flaschen hin und her zu schwenken. Dabei schaut sie dem Geschehen darin hypnotisiert zu. Die Flaschen haben einen sehr beruhigenden Effekt auf meine Tochter. Sie stellet sich ständig neue Aufgaben: «Kein Goldstück darf nach dem Schütteln mehr an der Oberfläche hängen» oder «so viele Muscheln wie möglich sollen an der Sandoberfläche sein».

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Neue Kreationen

Starte mit einem Grundrezept zur Sensorikflasche und entwickle das Konzept weiter. Du kannst zum Beispiel mit den Flüssigkeiten variieren, indem du mit Shampoo, Öl, oder anderem experimentierst. Die Streuteile kannst du ebenfalls beliebig wählen. Achte einfach darauf, dass sie sich nicht im Wasser auflösen, wie beispielsweise Papier oder Blumen. Ansonsten ist aber fast alles möglich: Pailletten, Spielfiguren, oder sogar eigene FIMO-Kreationen. Ich bin sehr gespannt auf deine Ideen und wünsche dir viel Spass beim Experimentieren.

Willst du noch mehr Bastelideen für deine Kinder? Dann klicke auf mein Autorenprofil und schaue dir meine anderen DIY-Tipps an.

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Sabrina Müller
Meine Schülerinnen und Schüler und auch meine eigenen Kinder inspirieren mich tagtäglich durch ihre unbändige Fantasie. Die kreativen Projekte, die daraus entstehen, dokumentiere ich gerne auf meinem Blog Fantasiewerk. Ich hoffe, damit ganz viele Mamis und Papis zum Basteln mit ihren Kindern anzuregen. Fantasiewerk.ch

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