

Endlich Ordnung im Küchenschrank! Und es hat mich fast nichts gekostet …
Ich kaufe, verstaue, vergesse – und entsorge sie. Meine Nüsse verdienen etwas Besseres. Mit einer praktischen Konstruktion schiebe ich diesem Teufelskreis nun einen Riegel vor.
Kürzlich fischte ich eine drei Jahre alte Haselnuss-Packung aus den Tiefen meines Vorratsschranks. Ungeöffnet. Bitter. Die totale Verschwendung. Das Schlimmste daran: Das ist kein unglücklicher Einzelfall.
Als Wiederholungstäterin habe ich schon so manche Nährstoffbombe schlecht werden lassen, statt sie in meinen täglichen Menüplan einzubinden. Und das alles, weil mir die Übersicht fehlt. Denn in der weissen Ikea-Kiste, in der sich meine Snack-Tüten geradezu stapeln, herrscht pure Anarchie.

Ich präsentiere dir (Trommelwirbel 🥁) – den «Nüssli-Turm»!
Um unserer Misere ein Ende zu bereiten, haben mein Freund und ich uns eine Lösung überlegt. Eine, die nichts bis wenig kostet, praktisch in der Handhabung ist und unsere Regalhöhe voll ausnutzt. Dabei entstand ein Konstrukt, das so simpel wie effektiv ist und mir täglich ein Grinsen ins Gesicht zaubert.
Alles, was du dazu brauchst:
- ein kleines Flaschenregal (gut und gerne auch aus zweiter Hand)
- grosse, ausgewaschene Tomatenpüree-Gläser
- einen wasserfesten Stift
- Nüssli & Co.

So geht's
Als Grundgerüst dient ein Flaschenregal. Wir haben auf einer Secondhand-Plattform einen Weinhalter erstanden, der sich quer oder hochkant aufstellen lässt. Um die Nüsse luftdicht zu verschliessen, haben wir uns für grosse, leere Passata-Gläser entschieden. Die kommen der Flaschenform am nächsten und passen ins Gestell. Die Gläser kannst du vorzu sammeln. Schneller geht's, wenn du Freunde und Familie rekrutierst.

Wasche Gläser und Deckel sorgfältig aus. Etiketten und Kleberückstände lassen sich nach einem heissen Wasserbad leicht abmachen. Danach gut trocknen lassen und abfüllen. Ich schreibe zur Sicherheit noch das jeweilige Mindesthaltbarkeitsdatum mit einem wasserfesten Stift auf den roten Deckel. Anschliessend kannst du die Gläser mit dem Deckel nach hinten einfach ins Gestell schieben. Natürlich lässt sich das Prinzip auch auf andere Nahrungsmittel anwenden. Zum Beispiel auf Kerne oder Müsli-Toppings.

Das spricht dafür
Je länger wir das System nutzen, desto deutlicher wird: Es löst auch Probleme, die mir zuvor gar nicht bewusst waren. Hier der gesammelte Katalog an Vorteilen:
- Die Glasbehälter kannst du im Unverpackt-Laden nachfüllen lassen.
- Die Nüsse bleiben länger frisch, weil sich die Gläser sauberer verschliessen lassen als die Nuss-Verpackungen. Letztere verlangen dir Gefummel ab, nur um sich dann wie von Zauberhand im Schrank wieder zu öffnen.
- Du verwertest Verpackungsmaterial, das in der Glassammlung gelandet wäre.
- Ausgediente Behälter und Deckel kannst du jederzeit gegen neue eintauschen oder ersetzen.
- Du kannst die Gläser einfach rausziehen. Im Gegensatz zu stapelbaren Behältern bleibt dir das Tetris-Spielen erspart.

- Aus den schlanken Gläsern lassen sich die Nüsse besonders gut portionieren.
- Dank der Aufbewahrung in den Gläsern siehst du auf einen Blick, was und wie viel davon du vorrätig hast.
- Nahrungsmittel, die nicht im Chaos vergessen gehen, landen in deinem Magen, nicht im Kompost. Du vermeidest also Foodwaste.
- Lebensmittelmotten haben so gut wie keine Chance, da sie sich nicht durch das Glas fressen können.
- Du kannst das System im Idealfall mit geringen Ausgaben selbst umsetzen.
Mittlerweile überlege ich, das System um ein weiteres Gestell zu ergänzen, denn unsere Trockenfrüchte suchen ebenfalls ein Plätzchen. Aber eins nach dem anderen. Erst muss ich noch ein paar Gläser mehr auftreiben, vollständig ist unser Turm nämlich noch nicht.
Du hast ebenfalls Tipps oder Systeme, die in deiner Küche für Ordnung sorgen? Unbedingt teilen!
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.
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