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Eilmassnahme der EU: WhatsApp muss andere KI-Chatbots zulassen

Gute Aussichten für ChatGPT und Co: WhatsApp muss anderen KI-Chatbots wieder kostenlosen und uneingeschränkten Zugang bieten. Meta hatte diesen zugunsten des eigenen Meta-Chatbot eingeschränkt.

Metas Chatbot-Policy ist in den Fokus der Behörden geraten. Der Konzern muss konkurrierenden Anbietern von KI-Chatbots kostenlosen Zugang zu WhatsApp ermöglichen. Mit einer entsprechenden Anordnung greift die Behörde bereits während eines laufenden Wettbewerbsverfahrens ein. Im Mittelpunkt steht die WhatsApp Business Platform. Über diese Schnittstelle konnten Unternehmen und Entwickler ihre eigenen KI-Dienste direkt in WhatsApp integrieren. Meta hatte die Bedingungen jedoch geändert und den Zugang für externe KI-Anbieter deutlich eingeschränkt. Während Drittanbieter ihre Dienste nur noch eingeschränkt und kostenpflichtig anbieten konnten, blieb Metas eigener KI-Assistent weiterhin in WhatsApp präsent.

Nach Ansicht der EU-Kommission könnte diese Praxis ein Ausnutzen der marktbeherrschenden Stellung sein. Heisst konkret: Meta nutzt seine starke Position im Messenger-Markt, um dem eigenen Angebot Vorteile zu verschaffen und Konkurrenten auszubremsen.

WhatsApp-Kompromiss reicht der EU nicht

Die Kommission argumentiert, dass Messenger-Dienste für viele KI-Anbieter inzwischen ein wichtiger Vertriebsweg geworden sind. Wer auf einer Plattform mit Milliarden Nutzern nicht vertreten ist, verliert potenziell Reichweite und Zugang zu neuen Kunden. Meta strebte vergebens nach einem Kompromiss: Sowohl der Vorschlag, rivalisierenden KI-Anbietern gegen Bezahlung Zugang zu den betroffenen Schnittstellen zu gewähren als auch eine zeitlich begrenzte kostenlose Nutzung der APIs, waren der EU zu wenig. Nach ihrer Einschätzung hätten die vorgesehenen Gebühren für viele Anbieter eine erhebliche Hürde dargestellt. Stattdessen verlangt Brüssel nun, dass Meta die früheren Bedingungen wiederherstellt. Konkurrenten sollen ihre KI-Dienste erneut kostenfrei in WhatsApp integrieren können.

Solche «einstweilige Massnahmen» sind ein drastisches Mittel. Die Kommission nutzt sie nur dann, wenn sie eine unmittelbare Gefahr für den Wettbewerb sieht und befürchtet, dass spätere Entscheidungen zu spät kommen könnten. Die aktuelle Anordnung gilt vorläufig und soll bestehen bleiben, bis das Verfahren abgeschlossen ist oder eine andere Entscheidung getroffen wird.

Meta kritisiert die Entscheidung der EU-Kommission und kündigte an, rechtlich dagegen vorzugehen. Nach Auffassung des Unternehmens verfügen KI-Anbieter über zahlreiche andere Möglichkeiten, ihre Dienste zu verbreiten. Ausserdem argumentiert Meta, die Massnahme komme vor allem anderen grossen Wettbewerbern zugute. Allerdings drohen drastische Bussen: Sollte Meta die Vorgaben der Kommission nicht umsetzen oder das laufende Verfahren zu einem Verstoss gegen das Wettbewerbsrecht führen, können Geldbussen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden.

Titelbild: Shutterstock

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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