

E-Auto tanken – jetzt mit einem Galaxus-Ladekabel
Ich war dagegen. Wurde überstimmt. Und jetzt stelle ich es trotzdem kurz vor – das neue 22-Kilowatt-Ladekabel der Galaxus-Eigenmarke.
Ladestationen finden sich an immer mehr Stellen. Viele, vor allem die Schnelllader, sind bereits mit Kabel ausgestattet. Dennoch gibt es öffentliche Ladepunkte, bei denen du als Fahrerin oder Fahrer eines E-Autos dein eigenes Kabel anhängen musst. Und für die heimische Wallbox brauchst du auch ein Kabel.
Solche Ladekabel waren für Autohersteller eine Zeitlang eine wahre Goldgrube. Sie wurden zu stolzen Preisen von bis zu 500 Franken bei der Neuwagen-Konfiguration mitverkauft. Heute ist der Markt kompetitiver, niemand muss mehr das überteuerte «Original-Kabel» kaufen.
Aus der Eigenmarken-Schmiede von Galaxus gibt es neu auch ein Ladekabel für E-Autos. Wie immer zum fairen Preis und in guter, sorgfältig geprüfter Qualität. Angeboten werden drei Längen: 3, 5 und 7,5 Meter.
Und ja, wie es in den Spezifikationen steht, handelt es sich um ein 22-Kilowatt-Kabel. Ich hatte bei den Kollegen für ein 11-Kilowatt-Modell plädiert. Warum? Weil das in den allermeisten Fällen ausreichend ist. Damit lädt ein E-Auto mit 80-Kilowattstunden-Batterie locker über die Nacht wieder voll. Zudem sind viele populäre E-Autos auf Schweizer Strassen ohnehin limitiert und laden im AC-Modus nur mit 11 Kilowatt.
Der Grund ist der On-Board Charger, kurz OBC. Bei der ID-Familie von VW und auch den Konzernschwestern von Skoda oder Cupra, bei den Tesla-Modellen 3 und Y, bei Hyundai Ioniq 5 und 6, beim Kia EV6 – alle diese Modelle haben ein OBC-Limit. Keine Begrenzung haben dagegen zum Beispiel Renault-Modelle und Premium-Hersteller wie Mercedes, Audi, BMW oder Volvo – teils als Extra zum Aufpreis bei der Neuwagen-Konfiguration.
Ein 22-Kilowatt-Kabel ist zudem noch dicker und deshalb schwerer. Aber auf mich hört ja keiner. Auch, weil die Verkaufszahlen gegen mich sind: Herr und Frau Schweizer greifen gerne eine Etage höher ins Regal. Wie hierzulande eben auch Autos immer etwas stärker motorisiert sind als bei einem Autobahn-Tempolimit von 120 km/h eigentlich nötig.
Dick, aber schon auch gut
Auch wenn es ein fettes Kabel ist, das den Eigenmarken-Start im E-Auto-Bereich markiert – es ist ein gutes Kabel geworden. Das kann ich so sagen, weil ich es testen durfte. Ich, respektive mein Enyaq, war ausserdem das Model für die Fotos auf der Produktseite im Shop. Wichtig ist mir vor allem, dass der Stecker gut in der Hand liegt und auch einen Sturz auf den Boden überlebt.
Was wünschst du dir als nächsten Neuzugang der Galaxus-Eigenmarke? Schreib’s in die Kommentare.
Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln.
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