DJI zündet die nächste Stufe mit Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom
DJI zündet die nächste Stufe mit Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom
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DJI zündet die nächste Stufe mit Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom

David Lee
Zürich, am 24.08.2018

DJI hat seine Mavic-Drohnen an allen Ecken und Enden ein wenig verbessert. Letztlich dienen aber alle Verbesserungen dazu, bessere Fotos und Videos zu machen. Hier erfährst du die Details.

DJI hat heute zwei neue Drohnen vorgestellt: Die Mavic 2 Pro und die Mavic 2 Zoom. Die beiden Drohnen unterscheiden sich anscheinend nur durch die Kamera – die Drohnen selbst und damit ihre Flugeigenschaften sind identisch.

Mavic 2 Pro (31 min, 907 g, 20 Mpx)
Dji Mavic 2 Pro (31 min, 907 g, 20 Mpx)
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Mavic 2 Zoom (31 min, 905 g, 12 Mpx)
Dji Mavic 2 Zoom (31 min, 905 g, 12 Mpx)
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Bessere Kameras

Die DJI Mavic 2 Pro hat eine Kamera, auf welcher der prestigeträchtige Name Hasselblad steht. Mit einer Sensordiagonalen von einem Zoll und einer Lichtstärke von f/2.8 soll sie besonders stark im Dämmerlicht sein. Für helle Umgebungen wie Schneelandschaften an der Sonne ist die Blende ist bis auf f/11 verschliessbar. Bei Fotoapparaten Standard, für Drohnenkameras aber aussergewöhnlich. Die anpassbare Blende ermöglicht eine längere Belichtungszeit bei Videos in heller Umgebung und somit flüssigere Bewegungen. Die Kleinbild-Brennweite liegt bei 28 Millimetern. Für professionelle Videos steht 10 bit D-Log zur Verfügung. Wird die Drohne an einen 4K-Fernseher mit HLG angeschlossen, kann sie das 10-bit-Material direkt in der richtigen Farbgebung abspielen.

Eine Beispielaufnahme mit der Mavic 2 Pro. 1/50 Sek. f/2.8 und 200 ISO
Eine Beispielaufnahme mit der Mavic 2 Pro. 1/50 Sek. f/2.8 und 200 ISO

Die Mavic 2 Zoom dient vor allem dazu, nahe an der Action zu sein. Sie hat eine Kamera mit optischem Zoom – auch das ist bei Drohnen aussergewöhnlich. Der Brennweitenbereich beträgt 24 bis 48 Millimeter, dazu kommt noch digitaler Zoom bis 96 Millimeter. Neun Fotos lassen sich automatisch zu einem einzigen Bild mit 48 Megapixeln zusammenfügen. Durch die Zoomfähigkeit ist die Mavic 2 Zoom auch in der Lage, einen Effekt zu erzeugen, der als «Dolly-Zoom» bekannt ist.

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Beim Dolly-Zoom wird während der Zoombewegung die Kamera bewegt, aber in die entgegengesetzte Richtung oder mit einer anderen Geschwindigkeit. Bekannt wurde der Effekt durch den Film Vertigo von Alfred Hitchcock. Dort wird er verwendet, um Höhenschwindel zu visualisieren.

Beide Kameras nutzen den Drei-Achsen-Gimbal von DJI, um die Aufnahmen möglichst ruhig zu halten. Beide bieten eine maximale Bitrate von 100 mbit/s und unterstützen unter anderem den Codec H.265. Eine HDR-Funktion ist ebenfalls mit an Bord.

Zeit, die im Flug vorbei geht

Heute, da sich die Leute an Drohnenaufnahmen gewöhnt haben, sind sie viel schwieriger zu beeindrucken als noch vor ein paar Jahren. DJIs Antwort darauf sind automatische Zeitrafferaufnahmen, bei denen gleichzeitig die Aufnahme geändert wird (englisch: Hyperlapse, DJI nennt das auf Deutsch «Raumraffer»). Die Zeitrafferfilme werden wörtlich «on the fly» erstellt, es ist kein Gefrickel am Computer notwendig. Dabei stehen dir die Autopilot-Programme Frei, Kreisen, Kursverriegelung und Wegpunkt zur Verfügung. Sie fliegen auf eine bestimmte Art um das Motiv oder daran vorbei. Eine solche Flugroute kann für zukünftige Aufnahmen gespeichert werden.

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Motivverfolgung verbessert

ActiveTrack 2.0 nennt DJI sein verbessertes Motivverfolgungs-System. Es bezieht nicht nur die Hauptkamera, sondern auch die beiden Sichtsensoren für die Berechnung mit ein und ist daher in der Lage, ein 3D-Modell zu erstellen, während der Vorgänger nur zwei Dimensionen kannte. Eine Flugbahn-Vorhersage hilft, dass die Mavic auf der Flugbahn bleibt, auch wenn die Sicht auf das Motiv temporär verdeckt ist.

Die Drohne: schneller, besser, leiser, mehr

Die Drohne fliegt gegenüber der Mavic Pro länger, schneller und leiser. Durch Verbesserungen der Aerodynamik soll der Akku jetzt bis zu 31 Minuten halten. Dieser Wert wird aber nur bei Windstille erreicht. Die Drohne schafft ein Tempo von gut 70 km/h. Das Live-Bild von 1080p wird auf eine Entfernung von bis zu 8 Kilometern übertragen.

Sichtsensoren zum Vermeiden von Zusammenstössen befinden sich nicht nur vorne und hinten, sondern auch unten und auf der Seite. Auch das Assistenzsystem für Piloten, das Hindernisse frühzeitig erkennt, hat DJI nach eigenen Angaben verbessert. Hilfreich im Dunkeln ist zudem die LED-Lampe, die nach unten strahlt. Und noch eine sehr nützliche Hilfe beim Fliegen: Ein Fluginformationssystem soll die Drohne automatisch von verbotenen Zonen wie Flughäfen fernhalten.

Auch gern gesehen: Die Drohnen haben 8 GB integrierten Speicher. Falls grad mal wieder alle Speicherkarten voll oder defekt sind.

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David Lee
David Lee

Senior Editor, Zürich

Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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