

Dieser Kocher passt in jeden Rucksack
Du suchst einen kleinen, leichten Gaskocher fürs Bikepacking, Trekking oder Solo-Camping? Dann ist der Soto «Tri Trail» vielleicht etwas für dich.
Von einem Campingkocher erwarte ich vor allem, dass er einfach zu bedienen ist und zuverlässig funktioniert. Wer will schon nach einem langen Wandertag umständlich an einem Gerät rumfummeln? Ausserdem soll er beim Gasverbrauch sparsam sein und mein Süppchen oder was auch immer ich gerade koche, schnell aufheizen.
Das sind die Basics. Wenn der Kocher dann noch superleicht und kompakt zusammenfaltbar ist, ist mein Interesse auf jeden Fall geweckt.

Der Tri Trail des japanischen Herstellers Soto wiegt nur 135 Gramm und ist aus Titan. Mit einer Breite von knapp 16 und einer Höhe von elf Zentimetern ist er klein, faltbar und verschwindet ganz diskret in einer mitgelieferten Tasche. Für eine Person ist diese Grösse ideal – mehr als zwei Kilo (Topf und Inhalt) verträgt er nicht.

Soto ist bekannt für ultraleichte Ausrüstung. Ich nutze beispielsweise den New River Pot und die Titan-Tasse, wenn ich unterwegs Gewicht sparen möchte.
Längliche Gaskartusche für Stabilität
Die Gaskartusche wird mit einem Bajonett-Anschluss verbunden. Mir gefällt das, denn so kann ich die Flasche abnehmen, wenn ich nicht koche und sie bleibt dank des Ventils dicht. Der Kocher brennt mit Butan oder einer Butan-Propan-Mischung.

Ich habe die Butan-Propan-Mischung gewählt, weil ich diese Flaschen auch im Campingaz-Kocher nutze und sie deshalb schon zuhause hatte. Die länglichen Kartuschen haben den Vorteil, dass sie den Kocher stabilisieren.
Die exakt gleiche Kartusche haben wir aktuell nicht im Sortiment, aber hier findest du Alternativen:
Schnell und wenig windanfällig
Ich nehme den Kocher mit auf einen Solo-Campingtrip und erhitze während vier Tagen alles auf ihm – von Wasser für Kaffee und Tee bis hin zu Reis und Nudeln. Und ich muss sagen: klein, aber oho! Der Kocher ist trotz seiner geringen Grösse sehr effizient. Das Wasser für den morgendlichen Kaffee sprudelt innerhalb von gut zwei Minuten. Zugegeben, die Aussentemperaturen bewegten sich um die 15 Grad, aber dennoch überzeugt mich die Leistung. Die Gasmenge lässt sich über den Drehregler gut einstellen.

Laut Verpackung soll der Output 2,6 kW betragen. Das ist für einen Solo-Flammen-Gaskocher schon recht gut. Damit bietet er gleich viel wie mein bisheriger Favorit, der Jetboil Flash, allerdings bei kleinerem Packmass. Die Piezo-Zündung funktioniert jedes Mal auf Anhieb. Und obwohl der Tri Trail filigran aussieht, steht er fest ohne zu wackeln.
Nützliche Details und Zubehör
Zwei nützliche Details sind mir aufgefallen: Einmal das Heat Shield, ein kleiner Metallschirm, der die Gasflasche vor zu viel Hitze schützt. Und das schüsselförmige Design des Brennkopfes. Es soll die Flamme vor Wind schützen. Windmaster-Technologie nennt Soto das. Und tatsächlich brennt die Flamme auch bei Wind verlässlich. Das hätte ich nicht erwartet, denn so hoch und ungeschützt wie der Brennkopf angebracht ist, hätte ich ihn für anfälliger gehalten.

Ich habe zusätzlich zum Kocher noch das Trail-Table-Tischchen von Soto dabei. Es ist aus Aluminium und schlägt mit weiteren 135 Gramm zu Buche. Es ist zugegebenermassen ein Luxus. Auf einer Wanderung hätte ich es zuhause gelassen, auf dem Campingplatz schätze ich es aber, beispielsweise um meinen heissen Minitopf, den New River Pot abzustellen. Das Tischchen führen wir aktuell nicht, aber ähnliche Modelle findest du hier:
Für wen ist das Produkt geeignet
Der Tri Trail ist für alle geeignet, die bei milden Temperaturen unterwegs sind, eine kompakte Lösung suchen und an Gewicht sparen wollen. Das können Alleinreisende auf dem Campingplatz sein oder Menschen beim Bikepacking oder Wandern, die sich in den Pausen etwas Warmes kochen wollen. Für Gruppen ist er aufgrund der Grösse nicht geeignet.
Für Ultralight-Fans und Bergsportenthusiasten eignet er sich hingegen. Bei tieferen Temperaturen in grösseren Höhen empfehle ich, kein reines Butangas, sondern eine Butan-Propan-Mischung zu nehmen, da Butan bei Kälte keinen ausreichenden Gasdruck in der Kartusche aufbaut. Allerdings soll der Tri Trail über einen internen Regler verfügen, der dafür sorgt, dass auch bei wenig Druck gleichmässig Gas strömt – beispielsweise wenn es kühler ist oder die Flasche schon fast leer ist. Testen konnte ich das angesichts der warmen Nächte bisher allerdings noch nicht.
Fazit
Ein kleines, heisses Teil
Pro
- klein, leicht und faltbar
- effizient und schnell
- steht stabil
- wenig windanfällig
- zuverlässige Piezo-Zündung
- interner Regler für gleichmässigen Druck
Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.
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