Die DJI Air 2S hat einen 1-Zoll-Sensor
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Die DJI Air 2S hat einen 1-Zoll-Sensor

David Lee
Zürich, am 15.04.2021
DJI legt bereits wieder nach: Die Drohne Air 2S hat einen wesentlich grösseren Sensor als die Air 2. Das verspricht bessere Aufnahmen.

Das Entwicklungstempo bei den DJI-Drohnen bleibt hoch. Nur ein Jahr nach der DJI Mavic Air 2 bringt der chinesische Hersteller bereits das Nachfolgemodell Air 2S. Dass das neue Modell nicht Air 3 heisst, deutet auf ein kleineres Upgrade hin. Doch beim Kamerasensor ist die Änderung ziemlich gewichtig. Dessen Diagonale wurde von 1/2 Zoll auf 1 Zoll verdoppelt.

Zur generellen Einordnung: Die Air-Drohne liegt bezüglich Grösse, Leistung und Preis in der Mitte zwischen der winzigen Mini und der grossen Pro.

Air 2S (4K)
Showroom
1099.–
Dji Air 2S (4K)

Was der Sensor voraussichtlich bringt

Ein grösserer Sensor kann besser mit grossen Helligkeitsunterschieden umgehen. Für Drohnenaufnahmen ist das wichtig, weil der Himmel meist viel heller ist als der Rest des Bildes. Insbesondere bei Gegenlicht. Hier ein Bild der DJI Mini mit sehr kleinem 1/2,3-Zoll-Sensor. Der Himmel ist rechts überbelichtet, die Häuser dafür sehr dunkel.

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Bereits die Air 2 kommt recht gut mit starken Kontrasten zurecht. Allerdings muss sie dafür ihre Auflösung von 48 Megapixeln auf 12 Megapixel reduzieren. Die neue Air 2S hat das nicht nötig: Hier sind es generell 20 Megapixel. Zu erwarten ist hier also eine höhere Auflösung bei mindestens gleich hoher Dynamik. Im RAW-Format bewältigt der Sensor laut DJI Helligkeitsunterschiede von 12,6 Blendenstufen.

Weitere Neuerungen

Die Kamera kann Videos in 5,4K und natürlich in 4K und Full HD erstellen. Die maximale Bildrate beträgt je nach Auflösung 30, 60 respektive 120 fps. Dabei steht auch das 10-Bit-Farbprofil DLog-M zur Verfügung.

Die Blende des Objektivs liegt bei f/2.8, sie scheint nicht verstellbar zu sein wie bei der Mavic 2 Pro.

Um Hindernisse zu erkennen, hat die Air 2S Sensoren für vorne, hinten, oben und unten. Die Erkennung nach oben ist neu gegenüber der Air 2. Auch sollen die Algorithmen zur Hindernisvermeidung verbessert worden sein.

Bei der Übertragung kommt OcuSync 3.0 zum Einsatz. Dies soll für eine noch stabilere Verbindung sorgen. Live-Videos werden in Full HD übertragen. Die Air 2S ist mit der Smart-Fernsteuerung und auch mit der Fernsteuerung der Air 2 kompatibel.

Neu sind auch die Mastershots, eine Weiterentwicklung der bisherigen Quickshots. Dabei handelt es sich um Flugmanöver, die die Drohne automatisch ausführt, während sie ein ausgewähltes Motiv im Mittelpunkt hält. Zum Beispiel Umkreisen des Motivs und gleichzeitig aufsteigen. Bei einem Mastershot werden gleich zehn verschiedene Flugmanöver ausgeführt. Am Ende erstellt die Software daraus automatisch einen Kurzfilm.

Der Rest erinnert an den Vorgänger: Die Drohne hat weiterhin 8 GB internen Speicher, ist geringfügig schwerer (595 Gramm) und fliegt bei Windstille 31 Minuten.

Wie üblich gibt es die Drohne auch als FlyMore-Combo: Dieses Paket hat insgesamt drei Akkus und eine entsprechende Ladestation, ND-Filter, mehr Ersatzpropeller und eine Umhängetasche.

Erhältlich ist die Drohne ab sofort.

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David Lee
David Lee
Senior Editor, Zürich
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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