Jan Johannsen
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Der HomeAgent von Ugreen verspricht Smarthome mit KI und ohne Cloud

Mit dem HomeAgent verbindet Ugreen den klassischen Netzwerkspeicher mit einem KI‑Hub, der das Smarthome steuert. Die zugehörigen Überwachungskameras sollen nicht nur für Sicherheit sorgen, sondern auch schöne Momente festhalten – ohne Daten in die Cloud zu schicken.

Im Ballsall des altehrwürdigen Nobelhotels Adlon am Brandenburger Tor hat Ugreen während der IFA 2026 den HomeAgent samt passendem Zubehör vorgestellt. Die Fotos wurden dank schlechter Beleuchtung nicht so klar wie die Idee hinter dem Produkt: Der Hub soll Daten wie ein klassisches NAS speichern und die Aufnahmen der Überwachungskameras nicht in die Cloud schicken. Über den Matter-Standard soll er unzählige Smarthome-Geräte steuern.

Ugreen erweitert das NAS um eine Smarthome-Steuerung mit KI

Das Prinzip des HomeAgent wird verständlicher, als ich den Deckel abhebe. Dann sehe ich vier Speichereinheiten. Zwei sind reiner Datenspeicher, eine ist für Überwachungskameras reserviert und die vierte dient zur Beschleunigung der KI. Damit sollen von agentischer lokaler KI bis zur Smarthome-Steuerung mehr möglich sein als mit einem NAS als reinem Datenspeicher.

Im HomeAgent befinden sich vier Speichereinheiten.
Im HomeAgent befinden sich vier Speichereinheiten.

Dafür hat Ugreen mit UGOS Pro ein neues Betriebssystem entwickelt, das auf Linux basiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Speichermanagement, Datensicherung und ‑synchronisierung. Zu ihm gehört auch eine Sprachsteuerung, die auf den Namen «Uliya» – ausgesprochen wie «Julia» auf Deutsch – reagiert.

Uliya soll den NAS-Speicher durchsuchen, alle Matter-kompatiblen Smarthome-Geräte im Haushalt steuern sowie das gespeicherte Material der Überwachungskameras aufbereiten können. Ugreen legt Wert darauf, dass nicht nur kritische Momente wichtig sind, sondern die Kameras auch schöne Ereignisse im Alltag festhalten.

Ein KI-Hub in drei Leistungsstufen

Ugreen bietet den HomeAgent in zwei Varianten an. Die Basisversion mit dem Rockchip RK3588 erreicht eine KI-Rechenleistung von 26 TOPS und verfügt über einen 2,5-GbE-Anschluss. Im Pro-Modell mit einem 10-GbE-Anschluss steckt der CIX P1, der 205 TOPS schafft.

Der deutlich leistungsstärkere MasterAgent sieht wie der HomeAgent aus, ist aber schwarz.
Der deutlich leistungsstärkere MasterAgent sieht wie der HomeAgent aus, ist aber schwarz.

Wer noch mehr lokale KIs laufen lassen will, kann zum MasterAgent MA100 greifen. In ihm verbaut Ugreen den Jetson Thor T5000 von Nvidia. Er verfügt über 14 Rechenkerne und die Blackwell‑GPU. Diese schafft zusammen mit 128 Gigabyte Arbeitsspeicher bis zu 2070 TFlops. Für die Vergleichbarkeit mit den HomeAgents: Deren Grafikchips schaffen 6 und 30 TFlops.

Lautsprecher, Kameras und ein Bilderrahmen für das Smarthome

Der HomeAgent bindet über den Matter-Standard viele Smarthome-Geräte von Drittanbietern ein. Das hindert Ugreen nicht daran, eigenes Zubehör vorzustellen. Dazu gehört ein smarter Speaker mit vier Mikrofonen für die Sprachsteuerung sowie drei Lautsprechern. Diese erreichen einen Output von fünf Watt.

Die Outdoorkamera mit Solarpanel.
Die Outdoorkamera mit Solarpanel.

Zusätzlich hat Ugreen drei Kameras im Angebot. Ein stationäres Indoor-Modell mit einer Auflösung von acht Megapixeln und einer beweglichen Linse. Die beiden Outdoorkameras verfügen über jeweils drei Kameras mit 4K- und zweimal einer 3K‑Auflösung. Sie sind nach IP66 wasserdicht und damit gut vor Regen geschützt. Sie unterscheiden sich bei der Stromversorgung. Die erfolgt über ein 6-Watt-Solarpanel oder über Power-over-Ethernet.

Ugreen will den digitalen Bilderrahmen wiederbeleben.
Ugreen will den digitalen Bilderrahmen wiederbeleben.

Für die Anzeige auf dem NAS gespeicherter Bilder ist der 13,3 Zoll große digitale Bilderrahmen gedacht. Ein E-Paper-Display ermöglicht eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Monaten.

Preis und Verfügbarkeit

Die zwei Versionen des HomeAgent und des MasterAgent lassen sich ab sofort direkt beim Hersteller vorbestellen. Wer schnell ist, kann bis zu 50 Prozent der regulären Preise sparen. Am 27. Oktober soll dann die Kickstarter-Kampagne für die KI-Hubs starten.

Preisangaben gibt es bisher nur in US-Dollar (und sind im Folgenden ohne mögliche Rabatte angegeben):

  • HomeAgent HA100: 1799 Dollar
  • HomeAgent HA100 Pro: 5999 Dollar
  • MasterAgent MA100: 19.999 Dollar
  • Smart Speaker for Uliya: 99 Dollar
  • SynCare OD800 Pro: 339 Dollar
  • SynCare OD600 Pro: 269 Dollar
  • SynCare ID500 Pro: 149 Dollar
  • Gallery E-Paper Smart Frame: 439 Dollar

Bei den Preisen erweist sich das Adlon als passender Veranstaltungsort.

Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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