Knowhow

Der Farbkreis ist dein BFF im Kampf gegen ewiges Grau

Laura Scholz
17.09.2022

Irgendwo im Laub müssen sie begraben liegen, all die saftigen Farben des Sommers. Damit die kommenden Saisons trotzdem nicht zu trist ausfallen, spickst du am besten beim Farbkreis.

Scrolle ich durch meinen Instafeed, huschen da auffällig oft Damen und Herren in kunterbunten Outfits über den Smartphone-Bildschirm. Logischerweise, weil ich ihnen folge. Dabei entspricht ihr Stil so gar nicht meinem persönlichen, der sich hauptsächlich auf Schwarzes und Weisses beschränkt. Warum? Weil immer alles zueinander passt – und ich kein grosses Risiko eingehe. Welches Risiko das genau wäre, kann ich nicht mal formulieren. Fakt ist aber: In Schwarz und Weiss fühle ich mich sicher, da mache ich so schnell nichts falsch.

Trotz (oder wegen?) meiner eigenen, sehr limitierten Palette, faszinieren mich diese Menschen da auf dem kleinen Bildschirm jedenfalls. Ebenso wie eine meiner besten Freundinnen. Sie wohnt in einer kunterbunten Wohnung, die Pippi Langstrumpfs Villa blass aussehen lässt, und zaubert Outfits aus ihrem Schrank, die nach hochsommerlicher Glacé-Bestellung aussehen. Erdbeerrosa, Pistaziengrün, Heidelbeerblau, Zitronengelb, … Obwohl ich Team Stracciatella bin, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Träumst du auch heimlich von einer saftig-knalligen Glacé-Garderobe? Vielleicht trauen wir uns beide nicht, weil sich immer die alles entscheidende Frage stellt: Was passt denn nun zusammen und was nicht? Nun, bestimmt erinnerst du dich, im Kunstunterricht in der Schule mal vom Farbkreis gehört zu haben. Dem kugelrunden Bruder vom Regenbogen sozusagen. Und genau der liefert eigentlich alle Antworten. Wer Farben kombinieren will wie ein Profi, der hält sich an folgende drei Faustregeln:

Besonders einfach: In der Farbfamilie bleiben

Bild: Shutterstock, Montage: Galaxus
Bild: Shutterstock, Montage: Galaxus

Ein Outfit, drei Lila-Töne. Trotzdem wirkt alles ganz wunderbar harmonisch. Weil Influencerin Karoline Dall sich innerhalb einer Farbfamilie bewegt. Da beisst kein Ton den anderen, alles ergibt ein gelungenes grosses Ganzes. Das schaffen auch du und ich.

Lila-Laune-Bär Karoline Dall hält ihren Look Ton in Ton.
Lila-Laune-Bär Karoline Dall hält ihren Look Ton in Ton.
Bild: Instagram @karodall

Für Fortgeschrittene: Den Farbnachbarn kontaktieren

Bild: Shutterstock, Montage: Galaxus
Bild: Shutterstock, Montage: Galaxus

Dich von Kopf bis Fuss in einer Farbfamilie zu bewegen, ist dir immer noch zu unspektakulär? Dann klingle doch mal bei den Nachbarn. Die bringen frischen Wind in dein Ensemble, ohne den Look aus dem Gleichgewicht zu bringen. Star-DJ Peggy Gou hat diesen Dreh längst raus und kombiniert zum Beispiel Blau mit Nachbar Grün.

DJane Peggy Gou im harmonischen Grün-Blau-Outfit.
DJane Peggy Gou im harmonischen Grün-Blau-Outfit.
Bild: Instagram @peggygou_

Mutige schauen weit über den Tellerrand: Die Komplementärfarben

Bild: Shutterstock, Montage: Galaxus
Bild: Shutterstock, Montage: Galaxus

Nicole Huisman ist Stylistin von Beruf und weiss deshalb natürlich, dass Komplementärfarben, also die, die sich im Kreis gegenüberliegen, eine knallige Kombi ergeben, aber immer noch harmonieren. Besonders schön: In ihrem Outfit wiederholt sich das Rot der Hose in einem kleinen Detail im Top. Profi eben.

Stylistin Nicole Huisman bekommt 100 Punkte für diese Farbkombi.
Stylistin Nicole Huisman bekommt 100 Punkte für diese Farbkombi.
Bild: Instagram @nicole_huisman

So, ich probiere das jetzt auch mal. Machst du mit?

Auftaktbild: Cotton Bro via Pexels

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