

Kreativität aus der Dose: Mit so einem DIY-Set reist dein Hobby mit
Im Urlaub ist mir nach Malen. Mit dieser kreativen Sidequest habe ich die perfekte Lösung für unterwegs gefunden – und dabei unerwartet ein neues Hobby freigeschaltet.
Auf Reisen brauche ich ein kreatives Ventil. Für mein Seelenheil. Und das meiner Begleitung. Das Aquarellieren hat sich in der Hinsicht besonders bewährt: Ich brauche die Inspiration nicht zu konservieren, sondern kann das Gesehene oder Erlebte sofort festhalten. Wie eine Art visuelles Tagebuch.
Bisher habe ich mich dazu auf eine Miniatur-Palette (4×4 cm) beschränkt, die ich vor Jahren mal auf Etsy erstanden hatte. Das Format ist zwar äusserst kompakt, doch die glitzernden Farben sind eher schwach, repetitiv und schränken mich dadurch beim Malen ein. Das geht doch bestimmt besser?

Cute! Ich probier's mal damit
Die Idee für meinen nächsten Trip: ein praktisches, aber farblich besser ausgestattetes Set. Vorzugsweise mit eigenem Charakter. Dazu ein Wassertankpinsel und ein Kartenblock, sodass ich meine Kreation theoretisch auch gleich als Postkarte verschicken kann.
Auf Pinterest finde ich zahlreiche Inspirationen, die dem ähnlich sehen, was mir vorschwebt: eine selbst zusammengebastelte Farbpalette in einer handlichen Dose.

Das Material ist schnell zusammengetragen.
Ich brauche:
- eine kleine Blechdose (die Spielwarenabteilung in der Brockenstube = wahre Fundgrube!)
- einen Schwamm
- eine Schere
- diverse Muscheln oder Vergleichbares, um darin Farben zu mischen
- ein Stück Aquarellpapier
- einen kleinen Magneten
- Farbnäpfchen nach Wahl
- Sekundenkleber
- optional: Dekoration wie Sticker, Fotos etc.

Los geht's
Da es sich bei meiner Dose um einen Secondhand-Fund handelt, muss ich sie erst mal gründlich reinigen und von Kleberückständen befreien.

In einem zweiten Schritt ordne ich alle Elemente provisorisch an, bis mir die Aufteilung gefällt. Sowohl im Hauptbehälter als auch im Deckel. Wir wollen schliesslich platztechnisch alles nutzen, was geht.
In die tiefere Hälfte der Dose sollen die Farbnäpfchen und ein bis zwei Muscheln einziehen. Letztere dürfen als Mischunterlage herhalten. Beim Arrangieren und Experimentieren gefällt mir eine grosse Muschel besonders gut. Sie hat gleich zwei verwachsene Ausbuchtungen, die geradezu an eine Mischpalette erinnern.

Anschliessend klebe ich die Näpfchen mit Sekundenleim am Dosenboden fest. Wer das zu endgültig findet, kann die Näpfchen auch einfach mit kleinen Magneten an der Unterseite ausstatten. So lassen sie sich jederzeit aus der Palette herausnehmen, austauschen oder neu anordnen.

Ebenfalls eine Alternative: flüssige Aquarellfarben aus der Tube. Dazu drückst du ein wenig Farbe direkt in die Dose und lässt den Farbklecks durchtrocknen. Danach kannst du ihn wie ein gewöhnliches Näpfchen verwenden. Auf diese Weise hast du die volle Kontrolle über die Farbmenge und kannst zum Beispiel viel verwendete Farben wie Schwarz oder Weiss grosszügiger portionieren. Und du kannst die Farben schön dicht aneinander platzieren.
Sobald die Farbnäpfchen sitzen, klemme ich die Muschel in den ausgesparten Bereich, so dass ich sie immer wieder herausnehmen und auswaschen kann.

Im Deckel möchte ich einen Schwamm unterbringen. Dieser kommt mir gelegen, um überschüssiges Wasser von meinem Pinsel zu streifen. Dazu schneide ich von einem grossen Naturschwamm ein kleines Stück ab und klebe es fest. Bis der Leim getrocknet ist, beschwere ich den Schwamm mit einer Schere.

Direkt neben dem Schwämmchen soll ein Aquarellpapier-Schnipsel Platz finden, auf dem ich meine Farben testen kann. Ihn klemme ich unter einen kleinen Magneten.

Zum Schluss folgen Sticker.
Wichtig: Bei all dem achte ich darauf, dass ich die Elemente im Deckel so platziere, dass er sich noch sauber schliessen lässt.
Das Ergebnis
Das könnte doch glatt ein neues Hobby für sich werden: kleine Paletten zusammenstellen! Mich stimmt das Resultat auf jeden Fall überglücklich. Vor allem, weil ich mir hier explizit erlaubt habe, den «Charme des Selbstgemachten» über die Perfektion zu stellen.

Die Näpfchen sitzen schief, na und? Erlaubt ist, was gute Laune macht. Du willst ein kleines Foto reinpacken, das dich inspiriert? Kleber, Perlen oder sonst was anbringen, das deine Kreativität in Wallung bringt? Go for it. Je persönlicher die Dose schlussendlich aussieht, desto besser. Meine muss sich jetzt nur noch bewähren. Zum Glück ist der nächste Trip schon geplant ...


Das ist dir zu viel Gebastel für so ein bisschen Malspass? Meine Kolleginnen Anna Sandner und Stefanie Lechthaler verfolgen andere Ansätze:
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.
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