Der erste Milchzahn

Der erste Milchzahn

Myrtha Brunner
Zürich, am 09.03.2019
Zahnen ist mit grossen Schmerzen verbunden. Dank verschiedenen Anzeichen erkennst du, wenn dein Baby zahnt und kannst ihm helfen die Schmerzen zu bekämpfen. Mit dem ersten Zahn geht auch die Zahnpflege einher.

Erst vor Kurzem blitzte mich bei meiner Tochter ein strahlend weisser Milchzahn an. Es ist soweit, der erste Zahn! Ein Meilenstein in der Entwicklung jedes Babys. Und wenn der erste Zahn da ist, geht es Schlag auf Schlag und sie blitzen in Akkord aus dem Mund. Jeder weisse Hingucker ist ein Highlight und wird mit dem Kind gefeiert. Für das Baby selber ist es aber leider kein Klacks. Sie leiden. In der einen Minute spielen sie zufrieden und in der nächsten weinen sie. Jedes Mal bin ich in Gedanken mögliche Gründe für das Weinen durchgegangen. Hier nochmals eine Checkliste:

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Als die Windel gewechselt, der Hunger und Durst gestillt war und auch sonstige Nähe und Ablenkung nichts gebracht hat, bin ich auf die Zähne gekommen. Das Grundproblem hierbei ist, dass nicht jedes Kind zur selben Zeit mit den Beisserchen zu kämpfen hat. Manche Babys kommen bereits mit einem Zahn auf die Welt, andere können den ersten Geburtstagskuchen noch nicht mal essen, weil sie zahnlos sind. Im Normalfall bricht ab dem sechsten Monat der erste Milchzahn durch. Die Schmerzen können schon viel früher in Erscheinung treten, da der Druck auf die Pilger stetig steigt. Es gibt aber genügend Anhaltspunkte, die dich auf ein zahnendes Baby hinweisen.

Anzeichen für das Zahnen

  • Vermehrter Speichelfluss und stetiges Sabbern
  • Auf Gegenständen, Händen oder Sonstigem herumbeissen
  • Wangen und Ohren reiben, um den Schmerz zu lindern
  • Gerötete Wangen
  • Rotes, geschwollenes Zahnfleisch
  • Wunde Mundgegend aufgrund des erhöhten Speichelflusses
  • Erhöhte Temperatur (Bei Fieber solltest du besser einen Kinderarzt aufsuchen)
  • Veränderung von Stuhl und Urin (intensiver)
  • Leichter Durchfall
  • Windelausschlag
  • Wenig Appetit
  • Verweigerung von warmer Milch
  • Schlechter, unruhiger Schlaf
  • Unleidlich, weinerlich, launisch und quengelig

Unterstützende Hilfsmittel

Mit diversen Produkten kannst du deinem Baby helfen, die Schmerzen zu lindern. Ein Hilfsmittel ist beispielsweise der Beissring. Wenn er zusätzlich Flüssigkeit enthält, kannst du ihn in den Kühlschrank stecken und deinem Baby in gekühlter Form in die Hand drücken. Der Beissring lindert mit dieser Variante den Schmerz besser. Bitte stecke ihn aber nicht in den Tiefkühlschrank, denn so wird er zu kalt und kann entsprechend auch nicht in der Hand gehalten werden. Für mich persönlich nützen neben kühlenden Beissringen schmerzlindernde Zahngels, wie zum Beispiel das Osa Zahngel. Einige Eltern schwören auf Homöopathie oder «Zahnchügeli». Weiterhin helfen Gegenstände zum Herumkauen, eine Massage des Zahnfleisches mit dem Finger, Kamillen- oder Salbeitee zum Betupfen des Zahnfleisches, Bernsteinketten oder Veilchenwurzel. Die Veilchenwurzel solltest du deinem Baby aufgrund von Verschluckungsgefahr nur geben, wenn du dabei bist.

Eine Bernsteinkette kann deinem Baby beim Zahnen helfen.
Eine Bernsteinkette kann deinem Baby beim Zahnen helfen.

Milchzahnpflege

Spätestens ab dem ersten Zahn ist Zähneputzen angesagt. Um das Baby aber schon früher an die Mundpflege zu gewöhnen, stehen dir diverse Artikel zur Verfügung. Beispielsweise eine Fingerzahnbürste, Fingerlinge zum Reinigen des Mundraumes oder Beissringe mit Borsten.

Zahnpflege fängt beim ersten Milchzahn an.
Zahnpflege fängt beim ersten Milchzahn an.

Falls bei deinem Baby trotz der ersten Erfahrungen noch Skepsis vorhanden sein sollte, kannst du ihm die Zahnbürste zuerst selber in die Hand geben. Sofern es sie bereits halten kann. Es kann sie entsprechend erkunden und sich mit ihr anfreunden. Wichtig ist bei jedem Zähneputzen, dass die Eltern am Schluss die Zähne nachreinigen.

Für ein sanftes Reinigen empfehle ich dir einen kleinen Zahnkopf mit extra weichen Borsten. Auf der Verpackung findest du im Normalfall die Altersangabe. Verwende zudem eine Zahnpasta für Kinder. Diese werden extra für Milchzähne entwickelt, enthalten deutlich weniger Fluorid als jene für Erwachsene und sind in kindgerechten Geschmacksrichtungen sowie süssen Designs erhältlich. Aus eigener Erfahrung ist Letzteres für die Kleinen sehr relevant, auch bei der Zahnbürste. Dennoch lohnt es sich nicht, die teuersten Modelle zu erwerben, denn Kinder beissen immer wieder auf die Borsten. Schon nach wenigen Tagen spriessen sie in alle Richtungen. Ein schneller Wechsel der Zahnbürsten ist oft unumgänglich.

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Wir haben die Zahnpflege zusätzlich mit einem Lied gekoppelt. Das heisst, wir singen währenddessen als Ritual das ABC-Lied. Unsere Töchter werden dadurch abgelenkt und haben richtig Freude am Zähneputzen entwickelt. Weiterhin gibt es uns einen Anhaltspunkt, wie lange wir die Zähnchen reinigen. Alternativ könnt ihr Zahnputz-Sanduhren verwenden. Süsse Accessoires für die Zahnbürste sind natürlich ein Pluspunkt für jedes Kind.

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Myrtha Brunner
Myrtha Brunner
Editor, Zürich
Köchin. Putzfrau. Polizistin. Krankenschwester. Entertainer. Motivator. Autorin. Erzählerin. Beraterin. Organisatorin. Chauffeur. Anwältin. Richterin. .… also einfach gesagt Mami von zwei Töchtern und somit nicht nur (Content) Manager im Beruf, sondern auch im Privatleben.

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