Aufhübschen mit selbstgemachten Perlenschmuck
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Aufhübschen mit selbstgemachten Perlenschmuck

Pia Seidel
Zürich, am 28.06.2020
Verspielter Schmuck lässt jedes Outfit aufblühen. Besonders, wenn du ihn selber gestaltest. Mit einer einfachen Methode werden Perlen zu blumigen Ohrhängern oder Halsketten.

Statt mir ständig neue Kleidung zuzulegen, zaubere ich neue Looks lieber mit DIY-Schmuck. In dieser Saison hat es mir die Perlenstickerei – auch Beading genannt – angetan. Nachdem ich eine Brillenkette und Kreolenanhänger gemacht habe, widme ich mich jetzt Ohrringen und Halsketten. Für beides lässt sich eine Methode anwenden, die keine Vorkenntnisse und nur wenig Zubehör voraussetzt. Das Schönste: Ob in der Badi oder zuhause – du kannst die Schmuckstücke überall anfertigen, wenn du dir dein Kit zusammengestellt hast.

Du brauchst:

  • Perlen in verschiedenen Farben und Grössen (2 bis 8 mm)
  • Quetschperlen/ Metallschmelz (Bastelladen oder -abteilung in Baumärkten)
  • Silberdraht oder Nylonfaden (Dicke: 0.4 mm und mind. 60 cm)
  • Flachrundzange und Schneidezange
  • Für Ohrschmuck zwei Ohrhänger (siehe 1. Bild)
  • Oder für Halsketten einen Verschluss (Bastelladen)

Ohrhänger aus Blumen

Das erste Design besteht aus zwei Blumen, die sich aus unterschiedlich farbigen und grossen Perlen zusammensetzen. Für die grosse Blume wähle ich je 7 violette Perlen pro Blütenblatt mit einem Durchmesser von 4.5 mm. Für die kleine verwende ich je 10 weisse Perlen à 2.2 mm. Beide Blumen besitzen insgesamt 5 Blütenblätter.

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Bezüglich der Anzahl Perlen gibt es kein richtig oder falsch. Wenn du Statement-Ohrringe möchtest, greifst du zu mehr als 7 oder 10 Perlen pro Blütenblatt. Da diese Perlen sehr leicht sind, hindert dich das Gewicht zumindest nicht daran, gross zu denken. Dasselbe gilt für die Farben der Perlen. Um einen Kontrast zu schaffen und ein Outfit leicht kombinieren zu können, wähle ich einen dunklen und hellen Farbton: Violett und Weiss. Soll das Design lieber minimalistisch sein, entscheide dich stattdessen für den monochromen Look. Das betont die Form ohne zu dick aufzutragen. Die Quetschperlen und Ohrhänger sind bei meinem Design in Silber. Es gibt aber auch goldene Varianten.

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Bevor du beginnst, lohnt es sich, die Perlen auf zwei Tellern zu verteilen, damit du sie besser greifen kannst. Scheide circa 30 cm Draht für die erste Blume ab und reihe im Anschluss eine Quetschperle sowie 7 grosse Perlen auf. Zerdrücke die Quetschperle mit der Flachrundzange, damit du einen Knoten hast. Um eine Blüte zu bilden, ziehst du den Draht dann erneut durch die erste Perle in die entgegengesetzte Richtung.

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Wenn du jetzt alles fest anziehst, bildet sich ein runder, hohler Perlenkreis. Dieser stellt das erste Blütenblatt dar. Denselben Vorgang wiederholst du viermal, sodass du zum Schluss 5 Blütenblätter erhältst. Als Alternative zu Draht eignet sich auch ein Nylonfaden, der sich einfach mit einer Nadel durch die Perlen führen lässt. Er ist im Vergleich zum Draht beweglicher und transparent.

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Füge am Ende eine Quetschperle sowie den Ohrhänger hinzu. Dann führst du den Draht erneut durch die Quetschperle, damit der Ohrhänger an der Blume befestigt ist, und zerdrückst sie. Das überstehende Stück kannst du noch in ein bis zwei Perlen einfädeln und mithilfe der Schneidezange abtrennen.

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Daraufhin fertigst du die kleine, weisse Blume an. Fädle wieder eine Quetschperle sowie für jedes Blütenblatt 10 kleine Perlen auf. Wenn du beim letzten Blütenblatt angekommen bist, nutzt du den Draht, um die weisse Blume an der Violetten zu befestigen. Ziehe den Draht mehrmals durch die Blumen, damit aus den zwei Teilen ein Ganzes wird. Hier gibt es kein Rezept. Ich habe lediglich beim «Zusammennähen» darauf geachtet, dass der Draht so unsichtbar wie möglich bleibt. Et voilà – fertig ist der erste Blumenohrring. Für den zweiten wiederholst du das Ganze und schon hast du deine eigenen Ohrringe für den Sommer kreiert.

Halskette mit...

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Die Blumen des ersten Designs lassen sich auch zur Halskette machen, wenn du viele Blumen anfertigst und sie am Ende aneinanderbindest. Du benötigst dafür nur mehr Draht, Perlen und statt Ohrhängern einen Verschluss mit einem Ring. So kannst du den Draht mithilfe von jeweils zwei Quetschperlen an beiden Enden befestigen und die Kette ist komplett.

... oder ohne Blumen

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Wenn dir diese Variante zu blumig ist, gibt es noch ein zweites Design, das mit derselben Methode gelingt: Statt nach fünf Blütenblättern aufzuhören, machst du weiter. Forme so viele Schlaufen hintereinander, bis eine Kette entsteht, und verwende dafür mindestens 60 cm Draht. Sollte dies nicht ausreichen, fügst du mittels Quetschperlen wieder ein neues Stück hinzu.

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Sobald du mit der Länge zufrieden bist, reihst du an den Enden jeweils zwei Quetschperlen sowie die zwei Teile des Verschlusses auf. Gehe mit dem Draht erneut in die Quetschperle in die entgegengesetzte Richtung zum Knoten, und zerdrücke sie mit der Flachrundzange. Führe das restliche Drahtstück in einige der naheliegeneden Perlen ein und schneide den Rest mit der Zange ab.

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Um Abwechslung in die Kette zu bringen, mische ich eine zweite Farbe dazu. Für diese Kette habe ich 4.5 mm Perlen benutzt. Du könntest sogar grössere nehmen, um schneller ans Ziel zu kommen. Es sei denn, du hast eine Engelsgeduld und bist bereits ein Beading-Pro. Dann können feine Halsketten aus den 2.2 mm Perlen auch sehr schön sein – Hauptsache es gefällt!

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Pia Seidel
Pia Seidel
Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein


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