
Auf diesem Android-Smartphone laufen auch Linux und Windows 11
Smartphone statt PC oder Notebook. Das Nexphone macht ein großes Versprechen und hat dafür Linux und Windows 11 an Bord. Letzteres erhält eine Benutzeroberfläche, die an Windows Phone angelehnt ist.
Smartphone statt PC oder Notebook. Das Nexphone macht ein großes Versprechen und hat dafür Linux und Windows 11 an Bord. Letzteres erhält eine Benutzeroberfläche, die an Windows Phone angelehnt ist.
Das Nexphone will nicht weniger als den PC oder das Notebook überflüssig machen. Dafür hat es Linux (Debian) und Windows 11 an Bord, was vor allem in Verbindung mit einem externen Display sowie Maus und Tastatur Sinn ergibt.
Große Auswahl: Android, Linux oder Windows
Android 16 ist das Standard-Betriebssystem vom Nexphone. Der Hersteller Nex Computer nennt das gesamte Softwarepaket auf dem Smartphone NexOS. Zu diesem gehört Linux. Genauer gesagt Debian. Das läuft aber nicht direkt, sondern als App unter Android. Trotzdem soll es die volle Funktionalität der Linux-Variante bieten. Dazu gehört neben einer Desktop-Ansicht auf externen Bildschirmen auch eine Benutzeroberfläche auf dem Touchscreen.

Quelle: Nexphone
Für Windows 11 musst du das Nexphone neu starten, um von Android zu Microsofts Betriebssystem zu wechseln. Da dieses nur für die Nutzung auf großen Bildschirmen mit Maus und Tastatur ausgelegt ist, versieht Nex Computer es auf dem Nexphone mit einer eigenen Benutzeroberfläche, die optisch an Windows Phone angelegt ist. Über den USB-C-3.1-Anschluss lassen sich externe Monitore direkt verbinden, um die Desktop-Ansichten der verschiedenen Betriebssysteme zu nutzen.
13 Jahre von der Idee bis zur Umsetzung
Die Idee des Nexphone ist bereits 13 Jahre alt und es sollte damals wie heute Notebook oder PC ersetzen.
Desktop-Modi wie Continuum von Windows Phone oder später Dex von Samsung füllten in gewisser Weise diese Idee mit Leben. Deswegen brachten die Leute hinter dem Nexphone mehrere Generationen des Nexdock heraus. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Hülle, die ein Smartphone um Tastatur, Touchpad und ein Notebook-Display ergänzt.

Quelle: Nex Computer
Software spannender als die Hardware
Die verschiedenen Betriebssysteme machen das Nexphone spannend. Die Hardware bewegt sich zwischen Einsteiger- und Mittelklasse-Bereich und ist nur Mittel zum Zweck. Sie würde bei einem reinen Android-Smartphone nur ein müdes Lächeln ernten und nicht dafür sorgen, dass das Gerät Aufmerksamkeit erhält.

Quelle: Nexphone
Die wichtigste Komponente ist der Chipsatz, schließlich muss er dafür sorgen, dass drei Betriebssysteme auf dem Smartphone laufen. Die Entscheidung ist auf dem QCM6490 von Qualcomm gefallen. Er ist kein klassisches Smartphone-SoC, hat sich aber bereits im Fairphone 5 bewährt. Da muss der Prozessor aber auch nur Android stemmen. Er hat 5G, Wi-Fi 6E und NFC an Bord. Weiterer Vorteil: Microsoft listet den QCM6490 als Windows-11-fähig und Qualcomm will den Chipsatz bis 2036 unterstützen. Heißt: Bis dahin könnte es Softwareupdates geben. Nexphone macht dazu aber keine genauen Angaben.

Quelle: Nexphone
Dem Chipsatz stehen zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Der interne Speicher des Smartphones erscheint mit 256 Gigabyte für drei Betriebssysteme eher knapp bemessen. Er kann aber mit einer microSD-Karte erweitert werden.
Das 6,58 Zoll große Display weist mit 2403 × 1080 Pixeln eine hohe Auflösung auf und bietet eine Bildwiederholrate von 60 bis 120 Hertz. LCD und Gorilla Glass 3 klingen aber eher nach einem mehrere Jahre alten Gerät.

Quelle: Nexphone
Der 5000-mAh-Akku ist angesichts aktueller Smartphones mit über 7000 mAh eher knapp bemessen. Mich stört aber vor allem das langsame Ladetempo mit maximal 18 Watt. Die Kameras – 64-Megapixel-Hauptkamera, 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und 10-Megapixel-Frontkamera – lösen auch keine Begeisterungsstürme aus.
Preis und Verfügbarkeit
Vorbestellungen sind direkt beim Hersteller möglich. Für sie wird eine Anzahlung von 199 Dollar fällig. Später kommen noch 350 Dollar dazu, was einen Gesamtpreis von 549 Dollar für das Smartphone ergibt – inklusive eines USB-C-Hubs mit fünf Anschlüssen, zu denen HDMI, USB-A und USB-C inklusive Stromversorgung gehören. Dazu kommen noch Versandkosten sowie Steuern und Zölle, da das Nexphone aus den USA versendet wird. Für den Versand gibt der Hersteller das dritte Quartal 2026 als Ziel aus.

Quelle: Nexphone
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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