

Apple erhöht Preise für Macs und iPads
Die Speicherkrise ist auch bei Apple angekommen. Die Preise für Computer, Tablets und Home-Produkte steigen in vielen Fällen um fast 20 Prozent. Das iPhone bliebt vorerst verschont.
Apple erhöht mit sofortiger Wirkung die Preise für zahlreiche Macs, iPads und Zubehörprodukte. Auf dem hauseigenen Online-Store hat der Hersteller die Beträge teils deutlich nach oben angepasst. Der Konzern reagiert damit auf stark gestiegene Kosten für Speicherchips und SSDs, die durch den globalen KI-Boom knapp und teuer geworden sind.
Betroffen sind Macs, iPads, Home-Geräte und Vision Pro. iPhone, Apple Watch und AirPods bleiben vorerst verschont. Die konkreten Erhöhungen in US-Dollar (jeweils für die Basismodelle):
- MacBook Neo: 599 → 699 USD (+16,7 %)
- 13" MacBook Air: 1099 → 1299 USD (+18,2 %)
- 15" MacBook Air: 1299 → 1499 USD (+15,4 %)
- 14" MacBook Pro: 1699 → 1999 USD (+17,7 %)
- 16" MacBook Pro: 2499 → 2999 USD (+15,4 %)
- iMac: 1299 → 1499 USD (+15,4 %)
- Mac Studio: 1999 → 2499 USD (+25 %)
- M4 Pro Mac mini 1399 → 1599 USD (+14,3 %)
- 11" iPad Pro: 999 → 1199 USD (+20 %)
- 13" iPad Pro: 1299 → 1499 USD (+15,4 %)
- 11" iPad Air: 599 → 749 USD (+25 %)
- 13" iPad Air: 799 → 949 USD (+18,8 %)
- iPad: 349 → 449 USD (+28,7 %)
- iPad mini: 499 → 599 USD (+20 %)
- HomePod: 299 → 349 USD (+16,7 %)
- HomePod mini: 99 → 129 USD (+30,3 %)
- Apple TV: 129 → 199 USD (+54,3 %)
- Apple Vision Pro: 3499 → 3699 USD (+5,7 %)
Die Preiserhöhungen gelten weltweit, lokale Preise variieren je nach Markt, Steuern und Wechselkurs. In der Schweiz bewegen sie sich prozentual im ähnlichen Rahmen wie in den USA. Das MacBook Neo kostet neu zum Beispiel 679 statt wie vorher 579 Franken. Händler (wie auch Digitec Galaxus) könnten zwar kurzfristig noch alte Lagerbestände zu niedrigeren Konditionen anbieten, mittelfristig dürften die höheren Preise aber flächendeckend durchschlagen.
Speicherkrise holt auch Apple ein
CEO Tim Cook kündigte den Schritt bereits am 17. Juni in einem Interview mit dem «Wall Street Journal» an. Er begründet die Preiserhöhung mit einem «aussergewöhnlichen Anstieg der Komponentenpreise». Der Konzern habe die Kundschaft zunächst abgeschirmt, stosse nun aber an Grenzen.

Hintergrund ist eine massive Verknappung von DRAM- und Flash-Speicher. Die Hersteller priorisieren derzeit lukrative Aufträge für KI-Rechenzentren. Dort werden für das Training und den Betrieb grosser Modelle enorme Mengen an RAM und SSD-Kapazität benötigt. Die Preise für bestimmte Speicherchips haben sich innerhalb eines Jahres vervielfacht.
Wie teuer wird das neue iPhone?
Dass auch Apple irgendwann betroffen sein würde, zeichnete sich ab: Beim Mac mini verschwand die Basiskonfiguration bereits im Mai aus dem Sortiment. Bei vielen Konfigurationen erhöhten sich zudem die Lieferzeiten. Auch das MacBook Neo war zeitweise schlecht verfügbar.
Für Apple ist eine Preiserhöhung mitten im Produktzyklus sehr ungewöhnlich. In der Regel dreht Cupertino erst bei Neuvorstellungen an der Preisschraube und verbindet sie mit einem technologischen Fortschritt. Das iPhone dürfte wohl nur deshalb ausgenommen sein, weil im September das neue Modell erscheint. Spätestens dann wird vermutlich auch Apples Smartphone teurer. Nimmt man die Erhöhungen ähnlich teurer iPads als Referenz, ist mit einem Anstieg von 200 US-Dollar zu rechnen.
Der neue CEO John Ternus beginnt seine Amtszeit im September damit unter schwierigen Bedingungen. Er muss sich stärker denn je zwischen Premium-Anspruch, Margendruck und den volkswirtschaftlichen Nebenwirkungen des KI-Booms bewegen. Wie hohe Preise der Markt noch akzeptiert, wird zur strategischen Kernfrage der nächsten Produktzyklen.
Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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