6 Geschenkideen für Kinder, deren Eltern du hasst
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6 Geschenkideen für Kinder, deren Eltern du hasst

Dominik Bärlocher
Zürich, am 07.12.2016
Manchmal wollen wir Menschen einfach böse sein. Manchmal gibt es da Leute, die ein bisschen Gemeinheit in ihrem Leben verdient haben. Manchmal, aber nur manchmal, können wir nicht widerstehen. Weihnachten und Geburtstage sind die perfekte Gelegenheit für etwas Boshaftigkeit. Darum haben wir sechs Geschenkideen gesammelt, die perfekt für Kinder aber Alpträume für ihre Eltern sind.

Geschenke für Kinder zu finden ist einfach. Auch wenn ich die Geschlechternormen in Spielzeug nicht unterschreibe, aber wenn du es dir leicht machen willst, dann ist es wohl entweder Lego oder Barbie. Oder, wenn wir meiner spielzeugpolitischen Einstellung folgen, dann einfach nur Lego ohne die Lego Friends.

Wenn du aber zum Fest der Liebe etwas gemein sein willst, dann musst du etwas mehr nachdenken. Da denken aber manchmal anstrengend ist, haben wir unserem inneren Schweinehund etwas Freilauf gelassen und Geschenkideen gesammelt, die perfekt für Kinder und vor allem deren nervige Eltern sind.

Die Kriterien waren schnell gefunden.

  • Das Geschenk muss perfekt für ein Kind sein. Also gross oder laut oder glänzend
  • Das Potenzial für Verwüstung oder allgemeine Störung muss gross sein
  • Verletzungsgefahr? Ja, bitte
  • Eltern müssen mit einem Blick realisieren, dass sie dieses Geschenk ihrem Kind wieder wegnehmen müssen
  • Der Wegnahmeprozess muss zu möglich viel Kindergeschrei führen

1. Das Schlagzeug

Der Klassiker unter den Horror-Geschenken ist das Schlagzeug. Es ist gross, sperrig, laut und macht Kindern einen Heidenspass. Erwachsene hingegen werden den Terror kaum ertragen. Ihr Sprössling donnert auf dem Schlagzeug rum, macht einen Riesenlärm. Selbst wenn die Familie gleich neben Bahngleisen wohnt und sich an den Lärm vorbeifahrender Züge gewohnt ist, den unregelmässigen Lärm des Schlagzeugs werden sie kaum ertragen.

Besonders gemein ist der Vermerk: «Du musst aber jeden Tag ganz fleissig üben. Das ist mega-wichtig, weil sonst wirst du nie Superstar.»

2. Fingerfarben

Eine junge Familie zieht oft aus der ersten gemeinsamen Wohnung in eine grössere und schönere Wohnung. Die strategisch platzierten Poster, die Risse in oder Flecken an der Wand verstecken gehören der Vergangenheit an. Ihr kleiner Wirbelwind hat Platz um die ersten Schritte zu machen, Lego zu bauen und erste Zeichnungen zu machen.

Zeit für etwas Verwüstung.

Mit Fingerfarben können Kinder ungefährlich mit Farben rumspielen. Ungefährlich für Menschen. Wände, Fenster, Kleidung und anderes Spielzeug hingegen sind unsicher.

Farbe überall.

Eltern haben genau zwei Möglichkeiten: Entweder sie nehmen ihrem Kind die wunderschön farbigen Spielsachen weg, oder sie überwachen es auf Schritt und Tritt wenn die Fingerfarben ausgepackt werden. Elterliche Entspannung? Fehlanzeige!

3. Glitterbombe

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Frozen Olaf Schneemann (50cm)
Disney Frozen Olaf Schneemann (50cm)

Glitter ist der Horror und wird zu Recht als Herpes der Bastelwelt bezeichnet. Die Teile sind klein, farbig und jeder sieht sie immer. Zudem ist das Zeug schwer wieder loszuwerden, da auch gute Staubsauger ihre liebe Mühe damit haben.

Wir haben zwei Möglichkeiten, wie du die Vernichtung mit dem Glitter möglichst gross halten kannst.

  1. Du wälzt das Plüsch-Viechli im Glitter
  2. Du machst ein kleines Loch irgendwo am Rücken des Plüschis und füllst das Loch mit Glitter. Wenn das Kind Pikachu oder Olaf knuddelt: Glitterfontäne.

Oder, wenn du wirklich bösartig sein willst…

LEGO
Classic Grosse Bausteine-Box (10698)
45.10
LEGO Classic Grosse Bausteine-Box (10698)

Die grosse Steinebox aus der Produktreihe LEGO Classic inspiriert zu endlosem Bau- und Spielvergnügen sowie zur Errichtung von Häusern, Geschäften und vielen anderen Gebäuden.

Füll die Hohlräume der Steine mit Glitter, steck sie zusammen und schenke das Gebäude. Wenn das Kind deinen Block umbauen will, wird es den versteckten Glitter in den Hohlräumen der Steine zwangsläufig entdecken.

4. Ping Pong Tisch

Tischtennis macht eine Menge Spass. Blöd ist nur, dass ein Tischtennistisch gross ist. In einer schönen Wohnung oder einem Balkon – denn wer hat in Schweizer Städten schon einen Garten? – ist ein Ping Pong Tisch etwas, das sicher den Raum, wo er steht, dominieren wird. Selbst wenn die Familie ein Gärtchen hat, ein Tischtennistisch ist nach wie vor dominierend. Jede Idylle ist somit kaputt.

Noch besser: Wenn das Kind so etwa fünf Jahre alt ist, dann ist es noch zu klein, um mit dem Tisch zu spielen. Daher steht der sicher ein oder zwei Jahre einfach mal so rum.

5. Schwert des Barbaren

Spielzeugwaffe
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Conan the Barbarian replica 1/1 Atlantean 99 cm
United Cutlery Conan the Barbarian replica 1/1 Atlantean 99 cm

Conan der Barbar ist eine Ikone der Filmgeschichte und hat Arnold Schwarzenegger zu einem Fitzelchen Ruhm verholfen, bevor ihm mit dem Terminator der Durchbruch gelang. Daher ist das Schwert perfekt für kleine Abenteurer. Mit seinen 99cm Länge und der nicht ganz messerscharfen Klinge sowie 3.6kg Gewicht ist auch in Kinderhänden gefährlich.

Das Schönste ist aber, dass es cool aussieht und somit Kinderaugen zum Leuchten bringen wird. Eltern aber sehen bereits aufgespiesste Geschwister und massakrierte Bettwäsche. Daher wird das Schwert dem Kind bestimmt weggenommen. Aber so ein tolles Schwert bleibt den Kindern sicher im Gedächtnis, weshalb die Eltern bestimmt einige Tage oder gar Wochen Nörgeln ertragen müssen.

6. Kategorie «Was kann da schon schiefgehen?»

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Zum Schluss noch diese hier. Das Stroboskop in Kombination mit Megafon und Messer sorgt in jedem Kinderzimmer für Aufregung. Denn irgendwo in der Dunkelheit, inmitten der grellen Lichtblitze und dem Lärm, rennt ein Kind mit Messer rum.

Was kann da schon schiefgehen?

In diesem Sinne: Frohes Fest! Geniesst die Guetzli und die ruhigen Stunden mit Familien und Freunden.

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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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