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5 Tipps: Narben-Nachbehandlung für daheim

Wer sich selbst schon tiefgehende Verletzungen zugezogen hat oder gar operiert wurde, sollte den Wundheilungsprozess aktiv unterstützen. Mithilfe von diesen fünf Tipps, kannst du die Narbenbildung auf ein Minimum reduzieren.

Ich selbst trage zwei gut sichtbare Narben an meinem Körper: Eine grossflächige an meinem rechten Arm, welche ich mir bei einer Verbrennung in meinem ersten Lebensjahr zugezogen habe und eine kleine an meiner rechten Innenhand, von einer (definitiv unnötigen) OP, welche erst kürzlich stattfand. Beide brauchen Zuwendung und Pflege. Und da mich das Thema offenbar mein Leben lang zu begleiten scheint, möchte ich heute mal meine Erfahrungen zum Thema Narben-Nachbehandlung mit euch teilen.

Wieso entstehen eigentlich Narben?

Die Aufgabe unserer Haut ist es, uns vor dem Eindringen von Mikroorganismen zu schützen. Heisst: vor Bakterien, Pilzen und oder Viren. Sollten wir uns also so verletzen, dass auch die tieferen Hautschichten betroffen sind, versucht die Haut die entstandene Wunde so schnell wie möglich wieder zu schliessen. Dies hat zur Folge, dass die Ästhetik darunter leidet. Nehmen wir unsere imaginäres Mikroskop hervor, so sehen wir: Ein gesundes Gewebe weist verkreuzte Kollagenfasern auf, welche dafür sorgen, dass die Haut elastisch bleibt. Bei Narbengewebe sind diese Fasern lediglich parallel angeordnet, weshalb oft eine Bewegungseinschränkung mit einhergeht. Narben werden also mit dem Ziel behandelt, nicht nur schöner auszusehen, sondern auch Geschmeidigkeit zu erlangen.

Selbst Hand anlegen

Dabei darf man nicht vergessen, dass der Narbenbildungsprozess bis zu zwei Jahre andauern kann. In dieser Zeit kann man sie als «frisch» bezeichnen. Umso wichtiger ist es, die Narbe in dieser Zeit konsequent beim Heilungsprozess zu unterstützen. Daher war das Erste, was mir mein Ergotherapeut nach der OP versucht hat, klar zu machen: Eine optimistische Einstellung und das Bewusstsein darüber, dass man den Heilungsprozess selbst positiv beeinflussen kann, ist das Grundlegendste. Stimmt also das Mind-Set, kann man sich (allenfalls parallel zur nötigen Therapie) zuhause selbst an die Arbeit machen.

Bitte nimm zur Kenntnis, dass die nachfolgend aufgeführten Infos und Tipps auf meinen Erfahrungen basieren und keineswegs eine ärztliche Beratung oder eine Therapie ersetzen können.

Das kannst du selbst dafür tun, um die Narbenbildung zu reduzieren:

1. Hygiene

Super simpel, aber effektiv: Vermeide Wundinfektionen durch regelmässiges Desinfizieren. Eine Narbenentzündung bereitet nicht nur Schmerzen sondern blockiert oder verhindert auch einen sauberen Heilungsprozess.

2. Raus aus der Sonne

Achte darauf, dass die betroffene Stelle keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Ein Sonnenbrand ist das Letzte, was du brauchst. Dieser schädigt das Narbengewebe und beeinträchtigt es in seiner Regeneration. Zudem kann sich die Narbe dadurch leicht dunkler verfärben, wodurch sie noch auffälliger wird.

3. Massieren, massieren, massieren

Ganz zentral ist auch das Massieren der Narbe. So förderst du die Durchblutung, lockerst Verklebungen und machst die Narbe selbst, sowie das umliegende Gewebe wieder geschmeidig. Auch Spannungsgefühle, Überempfindlichkeit sowie Juckreiz kannst du so behandeln. Fünf bis zehn Minuten zwei Mal täglich mit leichtem Druck sollten reichen. Vorsicht: Wer zu viel massiert, kann die Narbe auch überreizen.

4. Narbenspezifika

Narbencremes oder - gels auf Silikonbasis ergänzen die oben erwähnten täglichen Narben-Massagen perfekt, da sie Feuchtigkeit spenden. Am besten lässt du dich beim Arzt oder Apotheker informieren, welches Produkt zu deinen Bedürfnissen respektive zu deiner Narbe passt. Wichtig ist einfach, dass die Produkte erst dann eingesetzt werden, wenn keine offenen Stellen mehr vorhanden sind. Hiess in meinem Fall frühestens einen Tag nach dem Fädenziehen.

5. Silikonpflaster

Auch Silikonpflaster, die über Nacht getragen werden können, sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit in der Narbe bleibt.

So und jetzt würde mich mal interessieren: Habt ihr vielleicht noch ein paar wertvolle Tipps oder Anmerkungen auf Lager, mit denen sich meine Liste ergänzen lässt?

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Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder am Schiessstand. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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