Für Stylisten sind Spiegel ein Must. Sie können Objekte im Raum von einer anderen Perspektive beleuchten.
Für Stylisten sind Spiegel ein Must. Sie können Objekte im Raum von einer anderen Perspektive beleuchten.
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5 Dinge, auf die ich als Interior-Stylistin schwöre...Teil 4

Pia Seidel
Zürich, am 03.04.2019
Wie bei einem Shooting für eine Modestrecke polieren Interior-Stylisten Räume fürs Foto auf und rücken Möbel ins rechte Licht. Deine eigenen vier Wände können genauso wie die in Inneneinrichtungsmagazinen oder -büchern strahlen.

Was auf einem Foto selbstverständlich wirkt, braucht in Wirklichkeit Vorbereitungszeit, ein Konzept und viele Helfer. Im Fall von Publikationen rund um Wohnungen und Häuser sind das Fotografen, Stylisten und Assistenten. Gemeinsam finden sie Wege, wie einzelne Räume im besten Licht erscheinen. Hier kannst du dir die Tricks von Home-Stylisten abgucken:

1. Dekoriere mit Spiegeln

Ein Styling lebt von Überraschungsmomenten. Die gelingen mit Spiegeln, die Gegenstände sowie Möbel aus unterschiedlichen Winkeln zeigen. Vor Kurzem habe ich Wege zusammengefasst, wie du dein Zuhause mit ihnen dekorieren kannst. Wahrscheinlich dachtest du, dass es genügt, wenn du dich für eine Variante davon entscheidest. Einrichtungsnerds wie ich sehen das anders, denn hier geht es nicht ums Ego. Ich habe in jedem Zimmer einen Spiegel, um beispielsweise schon im Eingang Blicke in andere Räume zu gewähren und ein Bild im Bild zu kreieren. Lege dir also mit ruhigem Gewissen mehr als ein Modell zu.

Spannender als jede weisse Wand: Ein Spiegel bringt den Wow-Effekt.
Spannender als jede weisse Wand: Ein Spiegel bringt den Wow-Effekt.

2. Beleuchte in Schichten

Damit Szenerien das gewisse Etwas bekommen, greifen Stylisten sowie Innenarchitekten zu unterschiedlichen Lichtquellen und setzen auf Schattenspiele. Eine homogene Beleuchtung trägt nichts zur Atmosphäre bei und lässt den Raum zweidimensional aussehen. Kombiniere deswegen Steh-, Tisch und Bodenleuchten und wähle für sie eine prominente Stelle, an der sie als Objekt für sich sprechen. Auch Kerzenlicht ist am Abend ein Muss fürs gekonntes Layering.

3. Entrümple regelmässig

Weil weniger mehr ist, schaffen Stylisten alles aus dem Bild, was unnötig ist. Bestimmt steht bei dir das ein oder andere Souvenir herum, an dem du dich sattgesehen hast. Ich gehe in Abständen ins Brocki bei mir ums Eck und gebe eine Tüte voller solcher Dinge ab. Dabei bin ich stets in der Hoffnung, dass sie Anderen gefallen und in einem neuen Zuhause weniger fehl am Platz wirken.

4. Trau dich

Ein Styling, das hier und da für ein Schmunzeln sorgt, ist für mich das Grösste. Wie du das erreichst? Ganz einfach: mit einem gewagtem Accessoire. Manche Designer spielen mit Entwürfen, die ein Tier darstellen, ohne dabei in Richtung Kitsch abzudriften. Mein «Haustier» ist ein silberner Vogel aus Kunststoff, der gleichzeitig ein Bewegungsmelder ist. Er gibt auf dem Fensterbrett eine gute Figur ab und bringt meine Gäste ab und zu zum Lachen.

5. Füge Texturen hinzu

Unterschiedliche Strukturen machen die Szenerie spannend. Achte in einem Raum darauf, dass du mit Oberflächen spielst, die reflektieren oder ein Muster haben. Vorhänge, die einerseits Licht durchlassen und gleichzeitig ihr Beschaffenheit zeigen, sind Blickfänger.

Die Kombination unterschiedlicher Materialien bringt Abwechslung in jeden Look.
Die Kombination unterschiedlicher Materialien bringt Abwechslung in jeden Look.
Besonders, wenn Textilien mal grobe und mal feine Strukturen besitzen.
Besonders, wenn Textilien mal grobe und mal feine Strukturen besitzen.

Accessoires passend zu den Tipps

Spiegel
Kunst (45 x 93.5 cm)
135.–
Broste Copenhagen Kunst (45 x 93.5 cm)
Windlicht
Windlicht Optik 27cm basalto
40.–
Leonardo Windlicht Optik 27cm basalto
Stehlampe/>
Floor Lamp (23cm)
Bloomingville Floor Lamp (23cm)
Vorhang
Dalsland (145 x 290 cm)
103.–
Himla Dalsland (145 x 290 cm)
Teppich
Shander (60 x 90 cm)
36.90
house doctor Shander (60 x 90 cm)

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Pia Seidel
Pia Seidel
Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein


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