Ratgeber

3 Hinweise, dass Kim Kardashians Nachfüll-Tutorial reine Provokation ist

Pia Seidel
18.10.2022

Kim Kardashian hat Wohnaccessoires für ihre Marke Skkn entworfen. In einem Video stellt sie die Kollektion vor und gibt ganz nebenbei gute Ordnungstipps.

Gerade geht Kim Kardashians Taschentuchhalter-Tutorial viral, in dem sie zeigt, wie du Taschentücher von einer Kartonbox in eine Betonbox umfüllst. Nicht etwa, weil es uns etwas Neues beibringt. Die Leute beschweren sich vielmehr über die Naivität der Unternehmerin und den Preis der gezeigten Kosmetiktuchbox. Ich habe mir noch weitere Skkn-Videos von Kim angeschaut, weil ich nicht glauben konnte, dass das Tutorial ernst gemeint war. Das Ganze ist sicher wieder nur eine bewusste Provokation, um auf die neuen Produkte aufmerksam zu machen.

Den Beweis für meine Theorie liefert Kims Home Tour, die kurz vorher erschien. Darin gibt sie drei wirklich sinnvolle Tipps, während sie dich durch ihr Zuhause führt und die Skkn-Produkte erklärt.

1. Keine Kompromisse machen

Kim befreit in ihrem Zuhause alle Verbrauchsgegenstände von ihrer Verpackung, wenn sie ihr optisch nicht zusagen. So muss sie diese nicht mehr in Schubladen verstecken. Sie legt sie stattdessen in andere, ansehnlichere Aufbewahrungslösungen. Taschentücher aus der Kleenex-Kartonschachtel kommen in die besagte «Tissue Box» und Wattepads landen im skulpturalen Betonbehälter «Round Canister». Mit diesem Trick schafft sie automatisch ein stimmiges Gesamtbild, weil kein Werbeslogan oder bunter Print den Blick stört.

Damit alles wie aus einem Guss wirkt, kommen Taschentücher in eine Betonbox.
Damit alles wie aus einem Guss wirkt, kommen Taschentücher in eine Betonbox.

Die Idee lässt sich auch auf weitere Dinge übertragen: Fülle zum Beispiel Spülmittel oder Ölflaschen, die mit Apothekenkalender-Motiven bedruckt sind, in schlichte Seifenspender aus Keramik um. Esswaren wie Brot kannst du statt in der Papiertüte im Holzkasten aufbewahren. Und die Butter, die kommt raus aus der Alufolie und rein in eine dekorative Dose. Das bringt mehr Sauberkeit und Ästhetik auf die Küchenzeile.

2. Gruppen bilden

Kim benutzt das Tablett «Vanity Tray» als neutrale Grundlage für die Präsentation ihrer Hautpflege und Handtücher. «Es eignet sich sogar für Parfüms», wie sie sagt. Damit sorgt sie für optische Ruhe. Anstatt ein Dutzend Pflegeprodukte überall im Bad aufzustellen, gruppiert sie Ähnliches miteinander – am gleichen Ort.

Indem du Kleinigkeiten in einer Gruppe arrangierst, kommen sie besser zur Geltung.
Indem du Kleinigkeiten in einer Gruppe arrangierst, kommen sie besser zur Geltung.

Mach's ihr nach und wende den Trick in jedem Zimmer an: Positioniere Kleinigkeiten auf einem Tablett, anstatt sie wahllos im Raum zu verteilen und setzte damit einen Akzent. Behandle die Dinge wie ein Stillleben und ordne sie nach der Grösse und Form: Kleine kommen nach vorne und grosse nach hinten. So kommen alle optimal zur Geltung.

3. Ein Farbkonzept

Kim hat sich beim Entwickeln ihrer Wohnaccessoire-Kollektion von ihrer Inneneinrichtung inspirieren lassen. Jedes Objekt besteht aus Beton, das einen ähnlichen Grauton wie ihre Räumlichkeiten besitzt. Dadurch verschmilzt alles miteinander. «Ich wollte etwas, das sich irgendwie in meinen Stein einfügt», sagt Kim über ihren Mülleimer «Waste Basket».

Was nicht im Fokus stehen soll, wählst du lieber in Farbtönen, die bereits in deinen vier Wänden vorkommen.
Was nicht im Fokus stehen soll, wählst du lieber in Farbtönen, die bereits in deinen vier Wänden vorkommen.

Auch du kannst für ein einheitliches Bild sorgen, wenn du beim Kauf von neuen Wohnaccessoires darauf achtest, dass sie in dein Farbschema zu Hause passen. Dann ziehen eher unschöne Dinge nicht unnötig viel Aufmerksamkeit auf sich. Oder du wählst Objekte aus ein und derselben Kollektion, die bereits farblich aufeinander abgestimmt sind – so wie diese drei Beispiele von den Marken Spirella, Aquanova und Blomus.

Diese nützlichen Ideen lassen mich glauben, dass die Nachfüll-Anleitung ein gelungener Marketing-Stunt war. Und wenn es nicht so ist, sendet das Taschentuch-Tutorial immer noch eine wertvolle Botschaft: «nobody's perfect». Wenn Kim wirklich dachte, dass eine banale Sache wie das Nachfüllen von Taschentüchern eine Anleitung braucht, dann werde ich sie dafür nicht verurteilen.

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Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres.
– Albert Einstein


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