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Knowhow 06

So gelingt deine Zeichnung

Zeichnen ist eine Ausdrucksform, die viel Freiheit bietet, aber ohne Werkzeug nicht auskommt. Wie sonst soll man zu Papier bringen, was das Auge wahrnimmt. Stifte, Federn und Pinsel sind unkompliziert und man kann sie immer bei sich tragen.

Suche in Ruhe Zeichenwerkzeuge aus, die am besten zu deinen Techniken und Motiven passen. So entwickelst du mit der Zeit sogar deine eigene «Handschrift».

Das Zeichnen mit Blei-, Farb- und Tuschstiften

Wenn hier von Stiften gesprochen wird, so ist der holzgefasste Bleistift deshalb mit einbezogen, weil er gut für eine korrigierbare Formzeichnung zu gebrauchen ist. Die Härteskala beim Bleistift umfasst zwei Bereiche: die Gruppe 9B (Black) für sehr weiche bis mittlere und die Gruppe H bis 9H für extreme Härte. Für feine Detailstriche steht die H-Gruppe, die Stifte mit B sind zum Schreiben und für künstlerische Arbeiten. Für die Formgebung eignen sich die Stifte 2B, B, und HB (Hard Black).

Farbstifte

Bei den holzgefassten Farbstiften gibt es diese Unterscheidung nicht. Innerhalb einer Marke haben die Minen eine einheitliche Härte, genauer gesagt eine «sanfte Geschmeidigkeit», sind aber aufgrund ihres Fettgehaltes elastisch und für filigrane Details gut anspitzbar.

Die Anzahl der angebotenen Farbtöne ist gross – es werden Kästen mit bis zu 120 Farbtönen angeboten – doch sollte man sich anfangs bei der Ausstattung mit Stiften eher auf die wesentlichen Grundfarben beschränken. Je nach Vorliebe wird sich bald zeigen, welche Farben dir besonders «liegen», öfter benutzt werden und sich deshalb schneller verbrauchen. Du kannst mit 12 Stiften beginnen, mit Sets von 24 bis 36 Farbtönen bist du bereits gut ausgestattet. Die am meisten benötigten Farben und deren naheliegenden Töne, zum Beispiel im Grünbereich für das Kolorieren von Pflanzen, kannst du jederzeit auch einzeln nachkaufen.

Tuschstifte

Moderne Tuschstifte sind handlich und auch unterwegs bequem zu benutzen. Sie sind mit flüssiger Tusche gefüllt und haben eine feste Spitze mit einheitlicher Strichstärke. Allerdings werden sie nur in wenigen Farben angeboten. Möchte man lieber mit einer Feder zeichnen, braucht es dazu ein separates Tuschgefäss. Mit ihnen erhält man allerdings unregelmässigere Striche.

Nebst dem Stift, kann Tusche mit Pinsel oder Feder aufgetragen werden. Pinsel ergeben fliessende, kalligraphische Striche. Zum Zeichnen verwendet man in der Regel Rundpinsel mit Spitze. Federn haben eine sehr ausdrucksvolle Strichqualität und können mit nahezu allen Tuschetypen verwendet werden. Füllfederhalter mit Tank eigenen sich für fast alle Zeichentuschen, nicht jedoch für Zeichentuschen mit Schellack.

Zeichengründe

Entscheidend für das Erscheinungsbild der Farbtöne ist der Zeichen-Untergrund. Im Prinzip lässt sich auf jedem Papier und Karton zeichnen. Was dabei herauskommt, ist jedoch äusserst verschieden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Auf den ersten Blick ist es die Struktur der Oberfläche, ob glatt, rau oder sogar mit einer Spezialstruktur.

Zum Zeichnen geeignete Papiere unterscheiden sich durch die Zusammensetzung des Materials und Papiergewichts. Gute Papier sind holz- und säurefrei, lichtecht und radierbar. Bei höherem Papiergewicht spricht man von Halbkarton, Karton (ab 250g/m2) oder Pappe (über 500g/m2). Auch auf leicht getöntem oder farbigem Papier sind attraktive Zeichnungen möglich. Auf solchen Papieren kann auch mit einem weissen oder hellen Stift wirkungsvoll gezeichnet werden.

Auf ganz glatten Papieren ist die Farbaufnahme geringer. Die Farbintensität nimmt ab, der Strich wird nicht «aufgerastert». Bei leicht rauen Papieren ist die Leuchtkraft höher, die Farbpigmente sitzen in den Vertiefungen und auf der Oberfläche. Die Abnutzung des Stiftes ist dabei grösser, sodass häufiger angespitzt werden muss.

Neben den direkt als Zeichenpapier bezeichneten Untergründen, welche es als Block, Skizzenbuch, im Grossformat als Einzelblatt oder als Rolle gibt, kannst du auch andere Papiersorten ausprobieren. Zum Beispiel verschiedene Briefpapiere, Fotokarton, Tonpapiere und anderes. Du wirst bald herausgefunden haben, auf welchem Papier du welche Motive am liebsten zeichnest – und was deinem Portemonnaie am besten bekommt. Nicht vergessen: Gute Farbstifte verlangen auch gutes Zeichenpapier. ;-)

Tipp:
Wer viel zeichnet und ausprobiert, kann – wie ich es gern mache – auch auf gutem Kopierpapier Vorzeichnungen machen. Aquarellpapier kann ich nicht empfehlen, da es für Farbstifte zu rau ist. Papier von der Rolle ist umständlich zu handhaben. Es muss aufgespannt und allenfalls vorher auch angefeuchtet werden, damit es sich nicht rollt und flach liegen bleibt.

Anspitzer

Manche Künstler behaupten, dass das Anspitzen der Stifte mit dem Messer noch immer das Beste sei. Doch das ist nicht jedermanns Sache. Spitze deine wertvollen Farbstifte nur mit einem Spitzer an, der eine scharfe Klinge hat und deshalb die Mine gut formt. Nichts ist ärgerlicher, als durch stumpfe Klingen die Farbminen abzubrechen.

Falls du Dosenspitzer kaufst, dann bitte nur solche mit Schraubverschluss oder mit aufklappbarem Deckel. Es ist wichtig, dass du allfällig stumpfe Klingen auswechseln kannst.

Spitzmaschinen haben den Vorteil, dass man den Anspitzwinkel verändern kann. So lässt sich die Länge der Mine individuell einstellen.

Radierer

Vorab: Radieren zum Korrigieren einer Zeichnung ist keine gute Technik. Radieren zur Gestaltung ist dagegen eine Methode, um Strähnen, Lichtpunkte und ähnliches zu erzeugen und wirkungsvoll ins Bild zu bringen. Das geht gut mit einem Radierstift, aber schadenfrei nur bei radierfähigem Papier. Nach etwas Übung lassen sich in bestimmten Situationen auch spezielle Radiermesser mit einer scharfen Klinge einsetzen. Wird dabei das Papier beschädigt, bleibt dies bei einer Überzeichnung aber immer sichtbar.

Wirklich sinnvoll kann der Radiergummi zum Aufhellen der Farben sein, weil dadurch Pigmente reduziert werden. Ein sanft eingesetzter Radierstift hilft, bei Mischungen die Striche unterschiedlicher Farben flächig miteinander zu verbinden. Manche benutzen dazu auch Papierwischer, sogenannte Estompen, aus gerolltem Papier.

Soll doch korrigiert werden, brauchst du sowohl einen weichen als auch einen harten Radiergummi, die in Kautschuk- und Kunststoffqualitäten im Handel erhältlich sind. Den weichen benötigst du für oberflächliche Striche, den harten für tiefergehende. Persönlich ziehe ich einen Kautschuk-Radierer dem Kunststoff-Modell vor. Du wirst bald merken: Der Strich vom Farbstift ist nicht so leicht zu entfernen, wie der vom Bleistift.

Knetgummi ist zum Radieren für Farbstifte kaum geeignet, da der Abrieb, abweichend von anderen Zeichenmedien wie Pastell oder Kohle, nur gering ist. Möglich ist mit diesem formbaren Gummi aber ein nachträgliches Aufhellen der Zeichnung. Ich empfehle dafür allerdings Radierstifte.

Fixierer

Gerade bei raueren Papieren, wenn viel Pigment in der Struktur hängen bleibt oder generell wenn als besonders wertvoll angesehene Zeichnungen geschützt werden sollen, ist das Fixieren mit einem Sprühmittel aus der Spraydose sinnvoll. Bei dichtem Farbauftrag ist manchmal auch ein zweites Sprühen sinnvoll.

PROTECTOR
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Caran d'ache PROTECTOR

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Viel Erfolg bei deiner künstlerischen Arbeit mit den verschiedenen Stiften. =D

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Arbenita Jashari

  • Junior Editor
Schere, Stift, Papier? Oder doch goldene Büroklammern und edle Notizbücher? Diese Fragen beschäftigen mich im Büroalltag. Bei mir müssen die Dinge nicht nur funktionieren, sondern auch noch schön aussehen. Und wenn ich mich nicht mit dem neuesten Büromaterial auseinandersetze, packe ich meine Koffer und finde mich in entlegenen Ecken der Welt wieder, trainiere mit Gewichten und dem Laufband oder gehe gemütlich im Abendrot spazieren.

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