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Bienen: Kleine Helden auf dem Rückmarsch

Sie lebt in der nützlichsten Monarchie der Welt, ihr Erbrochenes schmeckt hervorragend und sie belegt Platz drei unter den wichtigsten Nutztieren. Trotz dieser tollen Fakten hat es die Biene nicht leicht. Nicht nur wird ihr die ganze Zeit im Gesicht rumgefuchtelt, nein sie verliert auch immer mehr wertvollen Lebensraum.

Biene Maja und ihr leicht dusseliger Freund Willi waren treue Begleiter meiner Kindheit. Den Film «Bee Movie» sah ich dank meiner Brüder so oft, dass ich beinahe mitsprechen konnte. In beiden Fällen kommt den Protagonisten eine besondere Rolle zu. Maja rettet durch die perfekte Mischung aus Abenteuerdrang und Loyalität ihr gesamtes Bienenvolk. Barry aus «Bee Movie» kämpft unerschöpflich für die Bienen und für die Anerkennung derer Arbeit. Diese Filmbienen sind Helden, genauso wie die Bienen, die täglich um uns herumschwirren.

Per A-Post ins neue Zuhause

Die «Antophila», so der wissenschaftliche Name der Biene, kommt auf allen Kontinenten vor, ausser der Antarktis. Das Wort Biene assoziieren die meisten von uns wahrscheinlich mit der westlichen Honigbiene, dabei gibt es etwa 20 000 verschiedene Arten. Einige, wie eben westliche Honigbienen, Hummeln oder stachellose Bienen leben in Kolonien. Die meisten anderen, darunter vor allem Wildbienen, leben als Einsiedler. Der Giftstachel ist ein Wehrstachel und kommt nur bei den Weibchen, also Königinnen und Arbeiterinnen vor. Nicht aber bei den männlichen Drohnen. Und ja, wie oben erwähnt, ist Honig streng genommen das Erbrochene der Biene. Die Sammelbiene übergibt den unfertigen Honig an die Stockbiene, welche diesen durch mehrmalige körperliche Aufnahme und Abgabe umwandelt und eindickt. Fun Fact zum Schuss: Bienen können problemlos mit der Post versendet werden.

Die uns bekannte westliche Honigbiene bei der Arbeit.

350 Millionen Franken Wirtschaftsleistung

Bienen sind für knapp 80 Prozent der Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen zuständig. Ohne sie hätten die Bauern also kaum etwas zu ernten und unser Speiseplan würde sich drastisch reduzieren. Dadurch würden wir Menschen vermehrt an Mangelerscheinungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Ausserdem stellt die Biene Produkte wie Honig oder Bienenwachs her. Von den 20 000 Arten produzieren aber nur neun Honig, darunter die westliche Honigbiene. Ein Bienenvolk produziert etwa 50 Kilogramm Honig und ein Kilogramm Bienenwachs pro Jahr. Dafür arbeitet es hart. Um nur ein einziges Kilogramm Honig herzustellen, arbeiten 350 Bienen ihr Leben lang. Dabei fliegt eine Biene täglich mehr als 2 000 Blüten an.

Einige Forscher wollten den Nutzen von Bienen verdeutlichen und haben die Wirtschaftsleistung von Bienen berechnet. Demnach sind 350 Millionen Franken des gesamten landwirtschaftlichen Ertrags auf die Bestäubungsleistung der Biene zurückzuführen. Das macht die Biene zum wichtigsten Arbeiter in der Landwirtschaft und zum drittwichtigsten Nutztier der Schweiz – hinter Rind und Schwein.

Leider haben sie es, wie auch andere Insekten, nicht leicht.

Helfer in Not

Bienenvölker sind bedroht. Das ist soweit klar. Weshalb die Anzahl Bienenvölker so stark sinkt, ist hingegen nicht vollends geklärt. Es gibt aber mehrere Faktoren, die ein Bienensterben begünstigen. Auf dem ersten Platz liegt die Varroa-Milbe. Sie wurde Ende der 70er Jahre durch Bienenimporte eingeschleppt. Der kleine Parasit ernährt sich vom Blut der Insekten, wobei durch Bisswunden weitere Krankheiten übertragen werden. So werden die Bienen geschwächt und Drohnen sogar unfruchtbar gemacht.

Ein anderer Grund sind Monokulturen. Bienen ernähren sich vielseitig, was sie robuster und weniger anfällig für Krankheiten macht. Auch für Wildbienen – die übrigens keinen Honig produzieren, aber super Bestäuber sind – sind Monokulturen schlecht, aber aus einem anderen Grund. Viele von ihnen sind auf gewisse Pflanzen «spezialisiert». Gibt es weniger verschiedene Pflanzen, verlieren viele von ihnen ihre Nahrungsquelle. Vor allem Bauern können hier viel tun, indem sie vermehrt einen Streifen Wildwiese auf ihren Feldern stehen lassen.. Eine Studie aus dem Jahr 2018 kam zudem zu der Erkenntnis, dass auf kleinen Feldern mehr Wildbienen vorkommen. Das, weil kleinere Felder mehr Feldränder bieten. Die Ränder dienen als Nistplätze und helfen der Orientierung.

Wildwiesen sind wunderbare Nahrungsquellen für Bienen jeglicher Art.

Auch von Bauern und Privatpersonen eingesetzte Pestizide setzen der Biene zu. Die Giftstoffe wirken sich auf das Nervensystem der Bienen aus und lassen die Biene desorientiert zurück. So findet sie nicht mehr zu ihrem Bienenstock. In schlimmen Fällen wird das kleine Nutztier vom Gift gleich getötet. Die EU hat am 27. April 2018 ein Verbot dreier umstrittener Insektizide veranlasst. Die sogenannten Neonikotinoide schützen Pflanzen vor Schädlingen, beeinträchtigt die Bienen aber enorm. Das ist ein wichtiger Schritt zum Schutze der Bienen, nur durch ihn allein wird das Bienensterben aber kaum aufhören.

Was kann ich tun?

Spätestens jetzt musst du dich doch zum Bienenliebhaber gemausert haben, oder? Sehr gut. Denn jetzt sind du und dein grüner Daumen dran. Wie wild Blumen, Sträucher und Bäume anzupflanzen ist zwar löblich, bringt aber nicht unbedingt den gewünschten Effekt. Es gibt ein paar Dinge, auf die du dabei achten musst.

Nur weil dein Garten ein paar Wochen in allen Farben blüht, heisst das nicht, dass er auch der perfekte Ort für Bienen ist. Denn nicht jede Blüte taugt als Nahrungsquelle für die gelb-schwarzen Insekten. Sogenannte gefüllte Blüten sind Zuchtformen mit geringem oder gar keinem Wert für Bienen. Diese sind auch in der Mitte mit Blütenblättern gefüllt anstatt mit Pollen erzeugenden Staubblättern. Auch mit Nektar ist es nicht weit her. Die Nektarien sind nur noch rudimentär vorhanden und somit nicht zu gebrauchen.

Die ungefüllten Blüten des Krokus stehen bei Bienen hoch im Kurs.
Rosen sind zwar schön anzusehen, führen bei den Bestäubern aber zu Frust.

Aber auch bei den ungefüllten Blüten gibt es Unterschiede. Einige bereiten den Bienen mehr, andere weniger Freude. Wenn du genug Umschwung besitzt, dann pflanz dir ein paar Obstbäume wie Apfel oder Kirsche an. In der Pollen- und Nektarproduktion spielen sie ganz oben mit. Aber auch mit einem kleineren Garten oder sogar Balkon lässt sich etwas für die Bienen tun. Himbeeren und Brombeeren schmecken nicht nur dir, sondern auch Honig- und Wildbienen. Auch Efeu, Krokus und Koriander kannst du mit gutem Gewissen anpflanzen. Falls dir der penibel gepflegte englische Rasen eh nicht zusagt, dann lass doch Löwenzahn und Klee stehen.

Damit die Bienen sich nicht zwei Monate den Bauch übermässig vollschlagen und danach elend verkümmern, ist es wichtig, auf Blütezeiten zu achten. Stell deine Pflanzen so zusammen, dass von Frühling bis Herbst immer etwas in deinem Garten blüht. Unter den Frühblühern bieten sich Primel, Krokus oder auch die Pfingstrose an. Danach stehen Himbeere, Brombeere, Glockenblume und Wiesenknöterich in der Blüte. Und im etwas kargeren Herbst bieten Efeu, Dahlie und Herbstzeitlose den Bienen Nahrung. Achtung: Damit deine Mühen auch Blüten tragen, musst du immer den Standort deines Bienenparadieses im Kopf behalten. Also keine Sonnen liebenden Pflanzen in den Schatten und umgekehrt.

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Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

1 Kommentar

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User Anonymous

Interssant. Meine Freundin kannte es schon und spielte mit dem Gedanken ein BeeHome zu kaufen.
Schön dass es Galaxus auch hat. Ist bestellt ^^

04.05.2018