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Wenn Markennamen nur Schall und Rauch sind

Eine Marke soll für etwas stehen. Für etwas Positives. Einen solchen Ruf aufzubauen, kann Jahrzehnte dauern. Doch heutige Trends zerstören das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit.

Marken geben ein Versprechen ab. Du kennst ein Produkt, das einen Markennamen trägt und findest es gut. Taucht ein neues Produkt derselben Marke auf, gehst du davon aus, dass es positive Gemeinsamkeiten mit deinem bereits bekannten Produkt aufweist.

Wenn ein Hersteller über Jahre oder Jahrzehnte konsistent ist, schafft er sich einen Namen. Und steht dann zum Beispiel für leichte Bedienbarkeit, für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit oder ist bekannt dafür, immer die krasseste Leistung zu liefern.

Kurz: Eine Marke braucht Konstanz und Konsistenz, damit sie wiedererkennbar ist.

Hier eine Toblerone-Verpackung von 1910. Der Schriftzug war noch 1970 praktisch unverändert und auch in der heutigen Form erkennt man die Ur-Version wieder.

Quelle: toblerone.ch

Noch eindrücklicher: Eine Dose Nivea-Creme sieht seit Ewigkeiten etwa gleich aus.

1925
1959
1970
2007

Logos nach Lust und Laune

Doch die Realität sieht leider oft anders aus. Da wird einfach mal ein Logo auf etwas draufgeklebt. Mein Auto ist ein Citroën C1. Das gleiche Auto gibt es auch als Peugeot 107 und als Toyota Aygo. Zwischen den Modellen der einzelnen Marken gibt es Unterschiede, aber sie sind minim. Im Prinzip ist es dreimal dasselbe Auto mit einem jeweils anderen Markennamen.

Meine erste Kompaktkamera, eine Panasonic Lumix DMC-LX3, gab es auch als Leica D-Lux 4. Auch hier existierten geringfügige Unterschiede in der Firmware, aber dies rechtfertigte niemals den Preisunterschied von mehreren Hundert Franken. Noch heute laufen die LX-Linie von Panasonic und die D-Lux-Linie von Leica parallel.

  • Lumix DC LX100 II (24 - 75 mm, 17MP, 11FPS, WLAN)
  • Lumix DC LX100 II (24 - 75 mm, 17MP, 11FPS, WLAN)
  • Lumix DC LX100 II (24 - 75 mm, 17MP, 11FPS, WLAN)
CHF 849.–
Panasonic Lumix DC LX100 II (24 - 75 mm, 17MP, 11FPS, WLAN)
Die Neuauflage der LX100 überzeugt mit ihren handlichen Massen in Grösse und Gewicht. Zusammen mit der hochwertigen Leica-Optik und dem grossen Sensor ist die Kamera ideal für anspruchsvolle Aufnahmen unterwegs.
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  • D-Lux 7 (24 - 75 mm, 17MP, 60FPS)
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Leica D-Lux 7 (24 - 75 mm, 17MP, 60FPS)

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Unklarheit statt Vertrauen

Damit eine Marke Vertrauen und Glaubwürdigkeit geniesst, braucht es jahrelange Konstanz. Es braucht eine klare Linie, die für jeden ersichtlich ist. Mit Kooperationen und Mehrfach-Labels schaffen die Hersteller jedoch Unklarheit und zerstören das Vertrauen.

Wieviel Leica steckt in den Leica-Objektiven der Huawei-Kameras? Ich weiss es nicht. Es kann sein, dass Leica einen bedeutenden Beitrag für die Entwicklung leistet; es kann auch sein, dass dieser Beitrag sehr klein ist oder dass der renommierte deutsche Hersteller einfach seinen Namen hergibt, um abzukassieren, und Huawei den ganzen Rest übernimmt – von der Entwicklung bis zur Produktion. Es kann sein, dass Leica zwar für die Objektive zuständig und verantwortlich ist, diese Aufgabe aber aus Kostengründen ausgelagert hat. Alles ist möglich.

Leica ist nur ein Beispiel. Wieviel Zeiss steckt in Nokia-Kameralinsen?: Wieviel Bang und Olufsen steckt in den Notebook-Lautsprechern des HP Spectre Folio? Wieviel Harman Kardon in denen des Asus Zenbook 14? Wieviel Dynaudio im MSI GS65?

Werden die Dynaudio-Lautsprecher für dieses Notebook in Dänemark gefertigt? Wohl kaum. Werden sie überhaupt von Dynaudio gefertigt? Nicht einmal das ist sicher. Dynaudio kann diesen Auftrag auch outsourcen. Ich weiss es nicht. Was ich aber ganz sicher weiss: Notebook-Lautsprecher sind kein Hifi-Produkt. Das ist aufgrund der Grösse gar nicht möglich. Wer Wert auf guten Sound legt, benutzt nicht die internen Lautsprecher.

Unklarheit überall. Wie viel vom ursprünglichen Nokia-Spirit ist noch in der Firma HMD Global vorhanden? Inwiefern sind Philips-Fernseher noch Philips-Fernseher, wenn sie von TP Vision entwickelt und hergestellt werden? Worin unterscheiden sich die Sensoren von Nikon von denen von Sony, wenn Nikon sie von Sony herstellen lässt? Können sie dann überhaupt besser sein?

Das einzige, das ich am Ende mit Sicherheit weiss: Ein Markenname garantiert für gar nichts. Es ist allenfalls ein Indiz.

Warum tun die das?

Die Konzerne wissen natürlich, dass eine Marke etwas wert ist. Dass sie daraus Kapital schlagen können. Dass sie Produkte etwas teurer verkaufen können, wenn ihre Marke einen guten Ruf hat. Du zahlst dann nicht nur das Produkt, sondern auch seinen Namen. Viele Leute sind dazu bereit. Nicht nur aus Statusgründen, sondern auch, weil es den Kaufentscheid vereinfacht.

Es stellt sich also die Frage: Warum gehen die Unternehmen so leichtfertig mit dem Ruf ihrer sorgfältig aufgebauten Marken um?

Die Antwort in einem Wort: Kostendruck.

Besonders im High-Tech-Bereich sind grosse Stückzahlen das A und O für eine effiziente und kostengünstige Produktion. Das gilt sowohl für das ganze Produkt als auch für seine Einzelteile.

Wird also dasselbe Gerät unter mehreren Namen verkauft, lässt es sich in grösseren Stückzahlen herstellen. Dies gilt auch, wenn zwischen den Marken noch kleine Unterschiede bestehen.

Auch Geräte unterschiedlicher Hersteller beinhalten teilweise die gleichen Komponenten. So haben viele Smartphones das gleiche SoC, das gleiche Bildschirmpanel oder das gleiche Kamera-Modul. Dies erklärt, warum sich die Geräte so ähnlich sind.

Billige Tricks funktionieren nicht

Dem Kostendruck kann sich kein Unternehmen entziehen. Dafür haben sicher viele Kunden Verständnis. Doch wer seine Produkte mit einem renommierten Namen schmückt, macht ein Versprechen, bei dem oft zweifelhaft ist, ob es eingehalten wird. Versucht ein Unternehmen aus einer Marke Kapital zu schlagen, ohne das Versprechen einzulösen, schadet es langfristig nur sich selbst.

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David Lee, Zürich

  • Senior Editor
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

60 Kommentare

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User Alex2600

Vor kurzem habe ich mir die gleiche Frage gestellt. Überall wird mit guten Brands geworben, doch besser wird ein Produkt dadurch nicht, nur teurer! Finde Kooperationen zwischen Firmen ja eine tolle Sache, aber wenn es nur darum geht den Namen aufzudrucken um etwas teurer zu verkaufen, vertraue ich in Zukunft einfach nicht mehr auf einen Brand.

07.05.2019
User Peskarik

Alles geht immer NUR ums Geld.

20.05.2019
Antworten
User productiveNetwork

Mir gefällt das Nivea Creme Beispiel: Die haben es geschafft minderwertigste Erdöl-Chemie als Qualität zu verkaufen, und das seit gut 100 Jahren. Die Macht von gutem Marketing.

07.05.2019
User PitchGrov

Toll, es gibt noch Leute die schauen was drin ist, Kompliment!

12.05.2019
Antworten
User IRU007

Wer gerne analog Fotografiert, der greift auch heute gerne auf eine eica M3 zurück. Diese Kamera ist über 60 Jahre alt, funktioniert immer noch und zählt zu den besten Kameras, die jemals gebaut werden. Für die digitale Leica M8 interessiert sich kaum jemand mehr, weil die digitale Technik sehr schnell veraltet. Digitale Leicas können also nie den Stellenwert erreichen, die ihre analogen Pendants haben. Darum versucht es Leica auch mit Sondereditionen, z.B. die Leica M von Lenny Kravitz. Eine Leica, die "Neu" so aussieht, als wäre sie jahrzentelang in Betrieb gewesen. Je höher der Bekanntheitsgrad, desto höher die Absätze. Vielleicht ist dies mit ein Grund, warum Leica und andere Unternehmen ihren Namen für so etwas wie Mobilfunktelefonobjektive hergeben. Ernsthafte Fotografie macht man meiner Meinung nach nicht mit einem Handy.

07.05.2019
User darkov

Talent ist wichtiger als Technik.
– Andreas Feininger –

Das Equipment, welches wir gebrauchen, spielt nur eine kleine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, es zu beherrschen.
– Sam Abell –

11.05.2019
User PitchGrov

Ernsthafte Fotografie? Bitte! Ein Handy habe ich immer dabei, und bis eine 2 kg schwere Kamera ausgepackt ist, ist die Zeit für einen Schnappschuss schon längst vorbei. Wer eine superteure Kamera hat und Stunden um ein Foto zu machen, macht natürlich super Fotos. Aber bitte nicht einen Cervalat mit Kaviar vergleichen!

12.05.2019
User dbaechli

Ich habe vor 4 Jahren eine M8 gegen ein Canon 24-70 Objektiv getauscht, und die Kamera ca. 2 Jahre später für 1150 Franken verkauft. Das Objektiv bringt noch.. -?- 700? Mit Glück. Die M9, die ich damals gekauft habe, erzielt noch immer CHF 1800-2200. Meine war 2k mit Luigi Case, OVP. Leica Nidau machte dann einen kompletten Service. Gratis!

Meine M3 dürfte in den 50ern auch teurer gewesen sein, als die knapp 500, die ich vor 2 Jahren im Fotogeschäft bezahlt habe. Aber: ich würde auch heute noch soviel, oder eher gar mehr dafür bekommen.

Leica ist halt schon eine Hausnummer, egal ob Film- oder Digitalkamera. Die Objektive sind noch mals eine andere Story.. Aber die Kameras waren noch nie so günstig, wie in den letzten Jahren. Jetzt ziehen die Preise wohl etwas an, aber geschickt gemacht, fotografiert man damit quasi gratis, insofern man sich denn wieder davon trennen möchte..

Klar ist ein Smartphone praktisch und meist griffbereit, und man kann damit auch anständige Bilder und Videos drehen. Kann. Aber all die Hochformat Filmchen, oder 3-jährige Kinder mit Schuhgrösse 41 und "cone heads" wiedespiegeln halt auch den Aufwand, den die meisten damit betreiben.. Und dann kommt noch das Problem mit digitalen Daten: nach dem 5. Smartphone sind doch bei den meisten viele Bilder weg. Mit einer Filmkamera und etwas Übung ist man bald fast so schnell, macht vielleicht weniger, aber dafür nachhaltigere und, hoffentlich, auch bessere Bilder..

Deshalb ein Tipp für Smartphone-Fotografie: hängt die Dinger ab und zu an eine Fotostation und druckt die Bilder aus ,-)

12.05.2019
User IRU007

@ Darkov. Ja, die Zitate sind ja nicht falsch, trotzdem ist es auch richtig, dass je besser die Technik, desto mehr kann man aus seinem Talent herausholen. Wer immer nur mit einer Camera Obscura fotografiert, wird eben nur Fotos haben, die zeigen, zu was eine Camera Obscura fähig ist. Heute können wir viele verschiedene Kameras nutzen. Auch in der Nachbearbeitung ist heute dank digitaler Technik viel mehr möglich als es früher je der Fall war. Es kommt wohl immer darauf an, was man überhaupt möchte.

@PitchGrov. Eben, ernsthafte Fotografie, nicht Schnappschussfotografie. Gute Mobiltelefon-Schnappschussfotos sind meist inszeniert und haben nur den Anschein eines Schnappschusses.

@ Dbaechli. Ich bin mir nicht sicher, ob die Leica-Objektive optisch wirklich so gut sind, wie es die Werbe, bzw. Propagandaabteilung Leicas in Pressemittelungen immer wieder wiederholt. Das 50mm APO gilt als Referenzobjektiv. Ein Vergleichstest mit einem Zeiss Otus 55mm wäre interessant.

13.05.2019
User dbaechli

@IRU007 Ich habe schon viele Objektive ausprobieren dürfen und gewiss sind einige scharf, gut, haben Charakter.. Pixeltechnisch hab ich da jetzt nie ins Extreme verglichen. Mir ging es vor Allem um die Werthaltung: ein (Top) Leica Objektiv kann unabhängig davon, wie hoch es auflöst, im Preis sogar steigen.

Selbst habe ich nur ein paar alte, aus den 30-50er Jahre. Die haben schönen Charakter, sind aber auch günstig zu finden.

Ansonsten verwende ich (auch aus Kostengründen) eher Voigtländer Objektive an den Leicas und adaptiere diese auch an andere digitale Kameras. Voigtländer macht das recht gut mit der Classic Line! Auch wenn's ebenfalls nur ein "adaptierter Brand" ist ,-)

13.05.2019
Antworten
User 999pat999

Danke für die klaren Worte - ich hoffe, das lesen auch Verantwortliche bei eben diesen Brands...

07.05.2019
User Anonymous

Ein interessanter Artikel, danke. Gleichwohl scheint mir wichtig, zwischen den einzelnen Herstellern zu unterscheiden.

Bei Leica arbeiten zwölf Mitarbeiter in Wetzlar (Deutschland) für die Huawei-Kooperation. Daher stammt die Bezeichnung Co-engineering. Es ist nicht so, dass Leica hier bloss seinen Namen an Huawei vergibt. Leider finde ich auf die Schnelle nicht den Beleg für die genannte Mitarbeiterzahl.

Selbstverständlich werden bei Huawei noch dutzende, wenn nicht sogar hunderte weitere Mitarbeiter mit der Kameraentwicklung beschäftigte sein. Auch ist klar, dass die Linsen aus China und nicht aus Wetzlar kommen. Das behauptet aber auch niemand. Der Sensor des P30 wird von Sony hergestellt. Sony produziert übrigens auch für einzelne Nikon DSLR Sensoren.

Ohne jetzt eine Diskussion über die beste Smartphone-Kamera starten zu wollen, wird man diejenige des P30 sicher zu den besseren Kameras zählen können. Daran hat Leica durchaus einen gewissen, wenn auch möglicherweise kleinen Anteil.

Hier von Schall und Rauch zu sprechen, scheint mir nicht sachgerecht.

08.05.2019
User rwaechli

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ein weiteres Argument ist auch, dass die Markennamen, Produktenamen gleich von den Firmen übernommen werden. Wie immer der alte Slogen, was drauf steht muss nicht drinn sein.

09.05.2019
User us

Ist eigentlich egal was, Marken sind das Gold der Industrie heute, egal wo gefertigt und mit welcher Qualität, eigentlich nur Augenwischerei! Nike, Adidas und so weiter und so fort. Kleber hier und Kleber da und fertig ist die Illusion von was auch immer. Trotzdem geht es auch anders, Made in … und zwar im Erfinderland oder Sitz der Firma, und die Preise sind auch nicht viel höher. Dafür die Qualität höher und die Boni der Chefs etwas kleiner, weiter glaubwürdiger! Bei uns vielfach KMU’s mit Weltruf und einer sozialen Verpflichtung.
Gruss aus dem Zürcher Weinland

11.05.2019
User PitchGrov

Stimmt, aber auch Schweizer KMU's sind irgenwie schon eine Marke und keine Garantie für bessere Produktion. Das sehe ich als Landei, was den Städtern als super Produkt verkauft wird, und von Ausländern hergestellt wird, welche netto 2000.- Fr verdienen und nur im Sommer in der Schweiz arbeiten.

12.05.2019
Antworten
User JiSiN

@David
Huet ab... bravo!

07.05.2019
User traumwanderin

B&O und HP haben zusammengearbeitet: "...Audiokomponenten innerhalb des Geräts so zu konstruieren, dass maximale Klarheit erzielt wird. Die PCs von HP verfügen beispielsweise über eine spezielle Audioinsel, die die empfindlichen Audiostromkreise vor Signalen abschirmt, die Interferenzen verursachen könnten... Unsere Akustikingenieure stimmen jeden Lautsprecher eigenhändig ab und erstellen vordefinierte Audiokonfigurationen..."
Mehr dazu: bang-olufsen.com/de/solutio...

07.05.2019
User Gioratomare

Wenns auf der Website steht, wird es wohl so sein müssen.(;-)) Klingt für mich etwas schwammig. Und das Signale möglichst voneinander abschirmt um Intereferenzen zu minimieren gehört zum Grundwissen jedes Designers/Entwicklers von Schaltkreisen...

07.05.2019
User Gioratomare

...da braucht es nicht das gesegnete "Siegel" von B&O. Aber natürlich, wenn die Qualität ungefähr stimmt würde ich als B&O auch ja sagen und mich für den Namen entlohnen lassen.

07.05.2019
User fumo

Wer schon mehrere HP Modelle bedienen durfte merkt schon dass es einen Unterschied im Klangverhältnis der Modelle mit oder ohne B&O Label hat. Da merkt man schon dass Klangdesigner mitgearbeitet haben. Ob die verbaute Technik auch wirklich von B&O gebaut wurde kann man natürlich nicht wissen.

07.05.2019
Antworten
User urswuergler

Gut gebrüllt. Hübsch ist ja auch das Beispiel einer bekannten Drohne in der offenbar eine Hasselblad-Optik stecken soll. Aufgrund der Spezifikation könnte sie von Sony stammen, aber wer weiss das schon?
Klarer ist die Situation bei Panasonic-Objektiven mit LEICA-Label. Herstellung durch Panasonic (leider nur noch in einem wenig demokratischen Land), anschliessende Zertifizierung durch LEICA.
Das bringt zwar nicht allzu viel, zeigt aber immerhin, dass ein gewisser Qualitätsgrad erreicht wird.

07.05.2019
User Anonymous

Bei der Drohne muss ich dir teilweise widersprechen: DJI hat das Unternehmen Hasselblad 2017 aufgekauft. Da wird in Zukunft wohl in jeder DJI Drohne/Kamera bisschen Hb-Technik drin stecken. Das Label werden aber nur die teureren Top-Kamerasensoren tragen.

08.05.2019
User Anonymous

Bezieht Hasselblad seine Sensoren von Sony? Weiss das jemand? Die Optik der Mavic Pro 2 scheint mir aber effektiv von Hasselblad mitentwickelt worden zu sein, nicht dass ich irgendwelche Beweise habe, aber die Bildqualität dieser Drohne ist halt eben doch ziemlich gut :)

08.05.2019
User Anonymous

Ja, DJI/Hasselblad verwenden (wohl ausschliesslich) Sony Exmor Sensoren.

08.05.2019
User Anonymous

Danke für die Antwort! Spannend wem Sony eigentlich alles seine Sensoren liefert! (Sie sind ja aber auch wirklich gut!)

08.05.2019
User urswuergler

@ Anonymous: danke für die Klarstellung. Spannenend, dass ein High-End Kamera-Hersteller mal eben von einem Drohnenhersteller übernommen wird. Man fragt sich: wozu? Hasselblad liess Objektive jeweils von Partnern herstellen (insbesondere Fujinon und Zeiss), den Bildwandler-Chip kaufte man ein.. Natürlich ist viel Knowhow vorhanden, aber nicht im Massengeschäft. Vielleicht hat DJI ja mittlerweile die Kragenweite um mal eben einen klangvollen Namen einzukaufen?

09.05.2019
Antworten
User SimonLeuener

Sehr guter und ehrlicher Artikel =)

07.05.2019
User Glenmoran0

Die Leica-Objektive zur Panasonic werden von denselben in Lizenz gefertigt; dasselbe gilt für Zeiss bei Sony. Lizenzvergaben sind ein einträgliches Geschäft. Wieso Renommier-Marken ihren "wertvollen" Namen hergeben, wissen sie nur selber. Würde das beispielsweise Patek Philippe tun?

07.05.2019
User brunodae

Vielen Dank für den spannenden Artikel!
Es ist ja der Kunde / Käufer welcher entscheidet was und warum er ein spezifisches Produkt kauft.
Der Vergleich Panasonic - Leica oben gibt es in der Tat einige Unterschiede auch wenn in der Leica ein Grossteil von Panasonic und z.t. von Sony kommt.
Der smarte Kunde jedenfalls vergleicht auch mal die Preise ausserhalb der Digitec Welt und wird schnell feststellen, dass er die Leica anderswo deutlich günstiger bekommen kann.
Toll an den Beitrag ist doch weil ich mich nun Fragen muss warum z.B. Produkte mit einer angebissen "Frucht" so oft (und so teuer) gekauft werden damit solche Marken dann ein so gigantisches Vermögen anhäufen können...

07.05.2019
User PitchGrov

Da bin ich auch derselben Meinung! Und es ist toll zu sehen, dass ich nicht alleine so Denke.

12.05.2019
Antworten
User comunas

Guter Artikel, der ein tatsächlich wichtiges Thema aufnimmt. Was mir jedoch fehlt, ist eine noch etwas tiefgreifendere Recherche "Wieviel Leica steckt in den Leica-Objektiven der Huawei-Kameras? Ich weiss es nicht." Das kann man doch relativ einfach recherchieren. Diese Frage gegooglet, stosse ich auf folgenden Artikel, die zumindest eine mögliche Antwort darauf gibt: areamobile.de/news/37738-hu....

09.05.2019
User DEngineer

Sehr guter Beitrag! +

12.05.2019
User gregorvogel

Ein weiteres Beispiel: Digitec -> Migros ;)

20.05.2019
User Mappo2009

Ich bin gleicher Meinung wie David. Es ist ein heikles Spiel mit dem Kundenvertrauen, dass die Markenanbeiter hier spielen. Ich denke das ist auch der Grund, weshalb die Leute heute nicht mehr so markentreu sind wie im Vorinternetzeitalter.

07.05.2019
User Anonymous

Deiner Meinung sehe es bei mir selbst und meinem Kaufverhalten gegenüber Marken. Z.B. hatte ich lange Jahre Asics Rennschuhe. Dann gingen sie kaput. Hatte dann direkt wieder Asics gekauft...halten etwa 1.5Jahre ohne gross Sprünge damit gemacht zu haben. Daraus habe ich gelernt.

08.05.2019
Antworten
User Anonymous

Inwiefern soll es das selbe Auto sein? Das würde ja heissen, dass eine Firma Chassi usw produziert und der finish dann in den jeweiligen 3 Frimen gemacht werden?!

08.05.2019
User HeavyDee

Beim Citroën C8, Peugeot 807, Fiat Ulysse und Lancia Phedra war das genau die Situation: Chassis wurde gemeinsam entwickelt, und jeder hat dann seinen Finish draufgesetzt
de.wikipedia.org/wiki/Eurov...)

08.05.2019
User ZeroGo81

das ist aber gang und Gäb. es gibt Haufenweise solche Beispiele wo Autohersteller zusammen ein Auto entwickeln und dann halt nur Markenspezifische Sachen anpassen wie Grill und Lichtdesign. Preis und Ausstattung variieren zum Teil auch.
Toyota GT86/Subaru BRZ, VW Sharan/Seat Alhambra/ Ford Galaxy, Fiat Ulyyse gabs auch als Peugeot und Citroen.

08.05.2019
User Anonymous

Besten Dank für die ausführliche Antwort bei klein Komponenten wie Bremsen usw wusste ich das, hätte es aber bei Chassis nicht gedacht.

08.05.2019
User PitchGrov

Ja ja, ich Idiot kaufte mir einen Subaru Justy, weil meine Mutter im Appenzellerland mit der alten 20 Jahre alten Kiste überall durchkam. Nach einem Monat merkte ich, dass er von Daihatsu hergestellt wurde und als Daihatsu über CHF 2000.- weniger gekostet hätte, als identisches Produkt. Auch taugt er als 4x4 gar nichts mehr, schafft nicht mal ein Viertel der Steigungen, welche ich mit Mutters Kiste gemacht habe. Danach habe ich die Garage gewechselt, bei welcher ich Jahrelang Kunde war, und einen Subaru kaufe ich nie mehr.

12.05.2019
User Anonymous

@PitchGrov krass hätte ich wirklich nicht gedacht.

12.05.2019
Antworten
User jerryzhch

Auch Apple lässt sich die OLED Displays für die iPhones von Samsung herstellen/entwickeln

08.05.2019
User fumo

Samsung besitzt auch als einziger das Patent für OLED Bildschirmen und den werden sie so schnell auch nicht lizensieren. Lieber die Displays selbst bauen und verkaufen, bringt mehr Geld ein als eine pauschale Lizenzgebühr und man kann nebenbei auch steuern wie das "fremde" Gerät ankommt. Eine kleine Reihe an Fehlproduktionen und schon ist der Name des anderen Hersteller beschmutzt, wie es ja mit den ersten iPhones mit OLED geschehen ist ;)
Ausserdem verkaufen sie auch nur die OLEDs, AMOLEDs bleiben den Samsungs vorbehalten.

09.05.2019
User jerryzhch

Ah nice, danke für die ausführliche Antwort!

09.05.2019
Antworten
User PitchGrov

Marken sind mir schon lange egal. Markennamen stehen weder für Bio-Produkte, noch für faire Produktion, noch für sonst irgendwas. Sie sin einzig für den Verkauf bestimmt. Marken sind für den Käufer da, damit er zeigen kann, dass er sich ein solches Produkt leisten kann. Was nützen Autos mit vier Kreisen drauf und hunderten von PS auf den Strassen von heute, welche immer voll Stau sind; und in einem Polizeistatt, in welchem ein Verkehrsdelikt strenger geahndet wird wie ein sonstiges Verbrechen. Trotzdem will jeder unterbezahlte Arbeiter so ein Auto. Dasselbe gilt für den angebissenen Apfel. Noch heute werden iPhone 6 verkauft, für über 300.-, dieselbe Technik kriegt man schon für unter 100.- als Android Produkt, aber dann hat man eben nur ein Produkt welches funktioniert und nicht bekannt ist. Marken sind für Leute welche sich nicht die Zeit nehmen, um Preis / Leistung zu vergleichen und mit einem Markennamen angeben wollen. War's nicht mit Digitec genauso? Ein super Anfang vor Jahren und dann von einer Supermarktkette übernommen!

12.05.2019
User Janser0

Supper Artikel.
Das mit den Leica und Panasonic Kameras ist durchaus ein rieser Preisunterschied für die "gleiche" Kamera. Ich durfte schon beide Kameras testen und habe den unterschied wirklich massiv im Vorteil der Leica gesehn, wobei man auf Bildschärfe, Farbmanagement und Bedienbarkeit schaut kann man da defintiv noch die Deutsche Luft im Produkt riechen. ;)

07.05.2019
User IRU007

Bei Leica heben sich nur die ganz teuren Produkte von anderen Herstellern ab, z.B. die Leica M oder das S-System. Wer meint für CHF 500 erhält man eine "richtige" Leica, glaubt wohl auch an den Samichlaus.

07.05.2019
Antworten
User Anonymous

@David Lee

Interessanter Bericht, gefällt mir. Weiter so!

Im Huawei P30 Pro welches co-engineered by Leica ist, befinden sich die aktuell besten Bildsensoren für Smartphones von Sony.

m.dpreview.com/news/7055536...

07.05.2019
User Anonymous

Leica ist auch nicht für Sensoren bekannt (sofern sie die überhaupt jemals selber entwickelten?) sondern für die Optik -> Glas

08.05.2019
User Anonymous

Kommen denn die Optiken tatsächlich im Huawei von Leica selber? Frage über Fragen. Ich kann es mir nicht vorstellen.

08.05.2019
Antworten
User fumo

Der Artikel ist an sich gut, aber als Endkunde frage ich mich: Warum spielt ihr Händler da mit? Schlussendlich bringt ihr ja diese "trügerische" Markenprodukte zu uns. Würdet ihr nichts bestellen, solange zum Bspl. Huawei und Leica euch gegenüber nicht beweisen dass die Huaweis auch wirklich einen Leica Objectiv besitzen, würde keiner von den Unternehmen was verdienen.
Aber ihr preist ihre Produkte grossmütig an, bewirbt sie, schlägt Gewinn daraus. Genau so wie die Hersteller selbst seid auch ihr ein wichtiger Teil im Versuch Kapital aus einer Marke zu schlagen.

PS: Das gilt natürlich für alle Händler, ist ja nicht nur auf euch bezogen.

07.05.2019
User sky21

Nur die Endverbraucher können dies steuern, in dem diese Produkte nicht gekauft werden. Der Händler befriedigt lediglich die Nachfrage; und scheinbar wollen es die Kunden ja trotzdem.

07.05.2019
User Anonymous

Weil es immer noch ein Shop ist und sie auch Geld verdienen wollen.
Das Leica oder Zeiss auch noch auf dem Handy steht und das Glas und gewisse Technik von ihnen kommen ist nichts neues. Das gibt es schon, seit Handys Kameras haben. Die Sensoren kommen dazu noch von Sony.
Selbstverständlich kann man keine Leica Kamera mit einer "Leica Handykamera" vergleichen. Die Zusammenarbeit hingegen ist nicht nur reine Aufwertung mit dem Leica Logo.
Das gleiche Gibt es schon sehr lange im Kamerabereich. Sony hat eine zusammenarbeit mit Zeiss. Soll man da auch sagen dass sie Ihre Linsen damit aufwerten wollen?
Wieso also nicht eines der heute wichtigeren Specs bei einem Handy wie die Kamera, mit einer Zusammenarbeit mit Leica aufwerten. Leica hat die Erfahrung und die Technik und der Handyhersteller muss weniger für die eigene Entwicklung ausgeben.
Der Panasonic und Leica vergleich ist ein Klassiker hahaha
Hier ist Leica der Partner der solche Kameras nicht selber herstellen will und holt sich Technik von Panasonic, und baut sie dann so wie sie es wollen. Beide profitieren davon.
Wie schon Sony erwähnt gilt dort das gleiche. Wieso sollen sie selber Sensoren Herstellen wenn sie diese vom Marktführer einkaufen können.
Trügerische Markenprodukte sind es nicht. Aber etwas undurchsichtig was genau von Leica ist und wieso diese nun besser sind als andere Linsen. Die meisten 0815 Handyuser kennen Leica nicht mal. Beide profitieren am Schluss. Das Handy wird aufgewertet weil es Linsen von Leica hat, und Leica profitiert weil jeder der so ein Handy hat, oder davon fotografiert wird, wird den Namen Leica sehen. Win Win für beide.

07.05.2019
User fumo

@Sky21 Die Endverbraucher kaufen das was ihnen angepriesen wird, die wenigstens haben selbst Ahnung und die meisten richten sich nach dem Angebot. Das mit dem "Angebot richtet sich nach der Nachfrage" gilt seit Jahrzehnten nicht mehr. Lämmer folgen der PR mit Ausreden wie "Ich habe doch keine Zeit um mich damit zu befassen, darum vertraue ich den -ausgebildeten- Fachkräfte im Detailhandel. Meiner Meinung nach steuern die Händler was gekauft wird, würden sie etwas nicht anbieten, würde es keiner kaufen. Die Hersteller hätten kein Absatz und würden ihre Strategie überdenken. Aber solange die Händler auf den selben Absatzzug sitzen, spielen sie das selbe Spiel der Täuschung. Da hilfts auch nicht wenn einer der Editoren so tut als würde er es anprangern, aber weiterhin dadurch sein Lohn bezieht.

@Anonymous Dein Kommentar gehört in ein eigenes, hat rein gar nicht mit meiner Aussage zu tun. Aber Hauptsache mein Kommentar zuspammen weil du mich persönlich nicht magst und es so aussehen soll als würde man mir widersprechen. Solch ein langer Text liest ja eh fast niemand durch, es fehlt an Zeit ;)

07.05.2019
User Yuppie

@Fumo. Das ist so wie mit den Erdbeeren im Februar. Keine Sau würde im Februar auf die Idee kommen Erdbeeren zu essen, ausser sie werden Angeboten. Der Händler erschafft das Bedürfnis, das der Konsument zu haben glaubt. <3

07.05.2019
User PitchGrov

Das liegt nicht nur am Endkunden. Wer ein Produkt braucht kauft es irgenwo und hat nicht immer die Zeit alles zu kontrollieren. Etwa wie ein Drogensüchtiger Drogen kauft; man kauft was man kriegt.

12.05.2019
Antworten