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Zombie-Apokalypse: Professor Smith? gibt auskunft

Falls ein tödliches Zombievirus ausbricht und die Ressourcen knapp werden, steigen die Überlebenschancen mit adäquater Vorbereitung... dachten wir! Galaxus interviewte Robert Smith?, um etwas Licht in die düstere Thematik zu bringen.

Zur Person: Robert Smith? (ja, das Fragezeichen ist Bestandteil seines Namens) ist Biomathematik-Professor an der Universität von Ottawa und untersucht mathematisch die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie HIV, Malaria... und Zombies.

Galaxus: Stellen Sie sich doch mal kurz vor.

Smith?: Mein Name ist Robert Smith?. Das Fragezeichen ist Bestandteil meines Namens. Ich bin Professor der Biomathematik an der Universität von Ottawa und untersuche mathematisch Infektionskrankheiten, wie HIV, Malaria, humane Papillomaviren… und Zombies.

G: Worum geht es kurz zusammengefasst in Ihrer Studie?

S: Wir haben uns für Zombies als Untersuchungsobjekt entschieden, da sich anhand dieser gut veranschaulichen lässt, wie man eine neue Krankheit mathematisch untersuchen kann. Es gab zu Zombie-Invasionen noch kein mathematisches Modell, also war das für uns die Gelegenheit, entsprechend die „Biologie“ zu untersuchen, ein mathematisches Modell zu kreieren, dieses zu analysieren und Schlüsse daraus zu ziehen. Wir haben dazu mehrere Modelle kreiert, um verschiedene Szenarien – darunter die Quarantäne, die Behandlung und das, was wir impulsive Attacken nennen – zu untersuchen.

G: Woher kommt diese Faszination für Zombies? Untersuchen sie deshalb diese und nicht eine andere Epidemie?

S: Ich untersuche ständig andere Epidemien. Diese vermögen jedoch kaum die Öffentlichkeit in demselben Masse zu erreichen, wie es die Popkultur tut. Obwohl Zombies keine eigentliche Krankheit darstellen, besitzen sie alle deren Merkmale und wir können unsere Modelle auf diese hypothetische Möglichkeit anwenden. Das zeigt schön, was Mathematik am besten kann: Nämlich die Zukunft voraussagen. Zombies sind deshalb so beliebt, weil sie zwei Urängste des Menschen verbinden. Zum einen ist das die Angst, von einem Feind gefressen zu werden. Auf diese Angst sind wir programmiert. Zum anderen ist es die Angst von einer Krankheit befallen zu werden – etwas sehr Willkürliches. Hinzu kommt die schaurige Komponente, dass die Monster wie nahe stehende Personen aussehen. Sie müssen je nachdem also entscheiden, ob sie fähig sind, die eigene Grossmutter zu töten. Das ist wirklich furchteinflössend.

G: Wie wahrscheinlich ist eine Zombie-Apokalypse?

S: Eher sehr unwahrscheinlich.Theoretisch würde jedoch ein kleiner Ausbruch genügen, um eine Apokalypse auszulösen. Wir konnten nachweisen, dass das Zombievirus selbst bei sich langsam bewegenden Zombies (man denke an The Walking Dead) äusserst ansteckend wäre. Dies ist im Prinzip ein Spiegel vieler Krankheiten, die auch langsam sind (z.B. HIV), sich aber trotzdem auf der ganzen Welt verbreiten.

G: Über welche Kräfte verfügen Zombies und was macht sie so gefährlich?

S: Zombies sind äusserst gefährlich, da sie sich nicht erholen müssen. Menschen brauchen Nahrung, Schlaf, Schutz, Medizin etc. Zombies hingegen greifen einen unaufhörlich in einer grossen Anzahl an. Ein Mensch kann vielleicht einen Zombie im Kampf bezwingen, nicht aber zehn. Geschweige denn hundert oder tausend.

G: Die Schweiz hat etwa 8 Millionen Einwohner – wie lange würde es dauern, bis die ganze Bevölkerung mit dem Zombievirus angesteckt ist?

S: Grob geschätzt kann jeder Zombie pro Stunde 1.15 Menschen (sich selbst miteinberechnet) verwandeln. Dies erklärt, weshalb wir uns so verzweifelt gegen sie wehren. Bei 8 Millionen Einwohnern wäre die Schweiz also in etwa fünf Tagen flächendeckend infiziert. Natürlich würden manche überleben, die grosse Mehrheit jedoch nicht.

G: Wie müsste man sich auf eine Zombie-Apokalypse vorbereiten?

S: Den besten Schutz bieten weder Gewehre noch Waffen. Wir verfügen jedoch alle über ein Gehirn. Das ist etwas sehr Mächtiges, was Zombies nicht haben. Im Falle einer Apokalypse würde uns das Essen oder die Munition sehr schnell ausgehen. Der heutige Mensch ist aber kein besonders guter Selbstversorger. Können Sie etwa Erz abbauen, Stahl veredeln, Getreide anbauen, Wärme erzeugen oder das Innenleben eines Verbrennungsmotors entschlüsseln? Ich kann das alles nicht. In einer unabhängigen Gesellschaft brauchen wir das auch nicht zu können. Ich mache meine Arbeit, jemand anderes macht seine und zusammen können wir etwas sehr Mächtiges kreieren: Eine Zivilisation. So können wir Gräben ausheben, Zäune elektrifizieren, Drohnen fliegen etc. Die beste Verteidigung im Falle einer Zombie-Apokalypse.

G: Angenommen eine Zombie-Apokalypse bräche aus, was wäre die beste Strategie, um zu überleben: Angriff oder Tarnung?

S: In diesem Fall wären Sie wahrscheinlich sowieso dem Untergang geweiht. Menschen sehen sich gerne in der Rolle des Überlebenden. Sie brauchen nur in eine Bar, eine High School oder in ein Fussballstadion zu gehen. Jede einzelne Person dort wird ihnen sagen, dass sie zu den Überlebenden gehören würden. Das werden sie aber nicht. Da sind Sie mitgemeint. Es tut mir leid, aber das ist nun mal die Wahrheit.

G: Besteht eine ernsthafte Chance, einen Mensch-Zombie-Krieg zu gewinnen?

S: Kurzfristig gesehen nicht. Ein paar wenige würden rein zufällig überleben. Gewinnen können wir jedoch nicht; bloss überleben. Langfristig müsste man auf eine genetische Mutation hoffen, die uns immun gegen das Zombievirus macht. Das ist gar nicht mal so abwegig und so zum Beispiel bei der schwarzen Pest geschehen.

G: Was würden Sie persönlich tun, um zu überleben oder so lange wie möglich am Leben zu bleiben? S: Für mich gibt es einen Platz im Raumschiff. Leider ist es nur einer. Es hat Spass gemacht. Macht's gut und danke für den Fisch.

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Martin Walthert
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Martin Walthert

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