Wie du Bücher Bände sprechen lässt
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Wie du Bücher Bände sprechen lässt

Pia Seidel
Zürich, am 28.09.2020
Sei es auf einem Tisch, einem Stuhl oder einfach auf dem Boden: Bücher lassen sich vielseitig und geschmackvoll ins Interieur integrieren – auch ohne Regal. Du musst nur wissen, wie.

Mein Bücherregal platzt aus allen Nähten. Mit jedem neuen Buch oder Magazin muss ich mich von einem alten verabschieden. Das reut mich. Deswegen habe ich nach anderen Aufbewahrungslösungen gesucht und bin fündig geworden: Interior-Marken wie Ferm Living, House Doctor oder HK Living zeigen, wie dicke Bände und Zeitschriften überall im Raum verteilt werden können. Die Ideen sind nicht nur schlau, sondern auch schön.

Zum Podest machen

Gleich grosse Werke lassen sich in einen Beistelltisch verwandeln. Ab einer Grösse von DIN A4 sind sie gross genug, um als Ablage für Leuchten oder Pflanzen zu dienen. Staple nach Farbe oder Thema. Der Vorteil an diesen Tischen: Sie sind flexibel. Mit jedem einzelnen Buch bestimmst du die Höhe. Für den massgeschneiderten Look kannst du die Bücher auch in dasselbe Papier einwickeln und beschriften. Oder aber du setzt dem Stapel als i-Tüpfelchen ein Tablett oder Holzbrett oben drauf.

Ein Bücherstapel als Beistelltisch. Bild: Hübsch
Ein Bücherstapel als Beistelltisch. Bild: Hübsch
...oder als Bühne für Kleinigkeiten. Bild: Nordal
...oder als Bühne für Kleinigkeiten. Bild: Nordal

Nischen nutzen

Raumecken und Wände sind ideal, um Magazine aufzutürmen. Sie geben Halt. Es kann auch reizvoll sein, niedrige Türme an den Seiten einer Treppenstufe zu platzieren. Natürlich nur, wenn diese breit genug ist. So nutzt du jeden Zentimeter und sparst Platz.

Bücher sind in Raumecken. Bild: Ferm Living
Bücher sind in Raumecken. Bild: Ferm Living
...oder unterhalb von Treppen platzsparend untergebracht. Bild: HK Living
...oder unterhalb von Treppen platzsparend untergebracht. Bild: HK Living

Möbel einrahmen

Viele Möbel eignen sich erst auf den zweiten Blick dazu, einen Bücherstapel zu inszenieren. Arrangiere einige Magazine auf einem Schreibtisch, einer Eingangskonsole oder rund um einen Couchtisch herum. Platziere schwere Wälzer unter einer Bank und nutze die leere Fläche aus.

Bücher können dabei helfen, Raumzonen zu definieren. Bild: Ferm Living
Bücher können dabei helfen, Raumzonen zu definieren. Bild: Ferm Living
Die Überlagerung von Stapel, Vase und Stuhl schafft eine Einheit. Bild: Nordal
Die Überlagerung von Stapel, Vase und Stuhl schafft eine Einheit. Bild: Nordal

Schön verpacken

Aufbewahrungslösungen wie Körbe sind die Alternative zu Möbeln oder dem Boden als Ablage. Sie sind mobil und bringen Bücher in eine neue Form. Zudem gibt es zahlreiche Zeitungsständer, die mit ihrem individuellen Design punkten. Ob kantig, ornamental oder minimalistisch. Platziere sie neben Sitzgelegenheiten und ordne die Lektüre nach einem Thema. Im Wohnzimmer eignen sich für deine Gäste zum Stöbern beispielsweise Stadtführer und Architekturbücher deiner Heimat.

In Körben sind Zeitschriften ordentlich verstaut. Bild: House Doctor
In Körben sind Zeitschriften ordentlich verstaut. Bild: House Doctor
Der Zeitungsständer Lako lässt Lektüre schweben. Bild: Studio Macura
Der Zeitungsständer Lako lässt Lektüre schweben. Bild: Studio Macura

Richtig anordnen

Je nachdem, wie ein Bücherstapel zusammengestellt ist, erzielst du unterschiedliche Effekte. Sortiere deinen Lesestoff zum Beispiel nach Farben. Stell dir einen Verlauf vom hellsten bis hin zum dunkelsten Buchrücken vor. Oder beginne mit der wärmsten Farbe und ergänze schrittweise Bücher in kühlen Farbtönen. Um eine farbliche Einheit zu schaffen, kannst du die Stapel auch mit ihrem Buchrücken zur Wand drehen. Das erschwert zwar die Suche nach dem ein oder anderen Schmöker, aber es schafft ein harmonisches Bild. Der Mix zwischen hochkant aufgestellten und quer liegenden Büchern bringt hingegen Abwechslung.

Ein Farbschema macht den Stapel dekorativer. Bild: Ferm Living
Ein Farbschema macht den Stapel dekorativer. Bild: Ferm Living
Vor einer weissen Wand fallen Türme mit gekehrten Buchrücken kaum auf. Bild: Ferm Living
Vor einer weissen Wand fallen Türme mit gekehrten Buchrücken kaum auf. Bild: Ferm Living

Zugegeben, es braucht Überwindung, den Lesestoff auf dem Boden zu stapeln. Kommst du aber erst einmal auf den Geschmack, wirst du sehen, wie schnell du damit deine Einrichtung verändern kannst. Auf Social Media beweisen kreative Köpfe wie Haley Hye-Eun Lim und Coco Lapine regelmässig ihr Geschick in Sachen Bücher-Styling. Mich macht das regelrecht süchtig. Vor allem, weil ich mich jetzt seltener von meiner Lektüre trennen muss.

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Pia Seidel
Pia Seidel
Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein


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