Lautsprecher, die alles was Technologie suggeriert, diskret verstecken, sind für mich als ambitionierte Inneneinrichterin genau nach meinem Geschmack. Bild: Bang & Olufsen
Lautsprecher, die alles was Technologie suggeriert, diskret verstecken, sind für mich als ambitionierte Inneneinrichterin genau nach meinem Geschmack. Bild: Bang & Olufsen
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Wenn Hardware soft wird #4

Pia Seidel
Zürich, am 14.11.2018
Die Unterhaltungselektronik macht zunehmend gemeinsame Sache mit Produzenten, die sonst Textilien für Sofapolster oder Vorhänge gestalten. Woran das liegt, erfährst du hier.

Ich liebe Technologie. Und ich liebe sie noch mehr, wenn sie sich hinter einer hübschen Schale versteckt. Damit die Sound-Qualität nicht unter meinem Ästhetikanspruch leidet, habe ich mir unterschiedliche Lautsprecher angesehen, die beides in Einklang bringen. Dabei fällt mir immer häufiger auf: Hardware wird weicher. Und das nicht nur in Sachen Form, sondern auch in der Wahl des Materials.

Bei Lautsprechern trägt das dänische Unternehmen «Kvadrat» eine grossen Teil dazu bei. Es produziert zeitgenössische, hochwertige Textilien für ganze Restaurant- oder Hotelkonzepte sowie textilbezogene Produkte. Beispielsweise arbeitet Kvadrat mit dem Industrie- und Modedesigner Raf Simons zusammen oder entwickelt für Adidas Sondereditionen für altbekannte Schuhmodelle. Zu den jüngsten Kooperationen für Lautsprecher gehört nun auch der Elektronikhersteller Bang & Olufsen.

Design passend zur Einrichtung

Nach dem ersten Erfolg 2016 vom WiFi- und Multiroom-Lautsprecher «A9», der in Zusammenarbeit von B&O mit Kvadrat entstanden ist, kommen jetzt «Beoplay M3 und M5» mit einer Abdeckung aus mehrfarbigen Wollgarn daher. Sie fügen sich nahtlos ins kühle Aluminiumgehäuse ein und lassen sich je nach Geschmack austauschen. Das macht die Klangwunder zu Skulpturen, die du in deinem Zuhause inszenieren kannst und nicht verstecken musst, weil sie zu technisch aussehen.

«Gesang für meine Ohren»: austauschbare Cover aus einem warmen Wollgemisch.
«Gesang für meine Ohren»: austauschbare Cover aus einem warmen Wollgemisch.
Der getarnte Lautsprecher kann platzsparend ebenfalls an der Wand montiert werden. Bilder: Bang & Olufsen
Der getarnte Lautsprecher kann platzsparend ebenfalls an der Wand montiert werden. Bilder: Bang & Olufsen

Wie ein Mode-Accessoire

Mobile Lautsprecher passen sich vermehrt auch deinem Outfit an. Sie wirken dank textiler Details und Lederschutzhüllen wie ein Modeaccessoire – und werden als solche von B&O in Kampagnen gezeigt: Die Kopfhörer «E6 und H9i» werden von Models wie ein Schmuckstück und der Bluetooth-Lautsprecher «P6» wie eine Handtasche getragen. Kleidung und Location werden farblich zu den Sandtönen abgestimmt. Das Shooting findet in Marrakesch statt, das für seine natürlichen Farben wie Terracotta bekannt ist.

Moderner Kopfschmuck in zurückhaltendem Design. Bild: Bang & Olufsen
Moderner Kopfschmuck in zurückhaltendem Design. Bild: Bang & Olufsen
Wenn du die Kopfhörer nicht verwendest, können die Kabel zur Kette zusammengeführt werden. Bild: Bang & Olufsen
Wenn du die Kopfhörer nicht verwendest, können die Kabel zur Kette zusammengeführt werden. Bild: Bang & Olufsen
Lautsprecher oder Handtasche? Der Entwurf von Cecilie Manz verwischt die Grenzen zwischen Mode und Technologie. Bilder: Bang & Olufsen
Lautsprecher oder Handtasche? Der Entwurf von Cecilie Manz verwischt die Grenzen zwischen Mode und Technologie. Bilder: Bang & Olufsen
Beoplay E6 (In-Ear, Sand)
–16%
169.–statt 200.–
B&O Beoplay E6 (In-Ear, Sand)

Who's next?

Nach Kvadrat hat sich B&O weitere Kreativköpfe an Bord geholt, um ihr Design weiterzuentwickeln. Zuletzt handelte es sich dabei um den Künstler David Lynch für eine Sonderedition der «Beoplay M2 und M5» Lautsprecher. Oder um den Designer Michael Anastassiades, der für seine Mobile-Hängeleuchten bekannt ist. Über eine Handbewegung lässt sich der von ihm entworfene sphärische Multiroom-Lautsprecher «Beo Soundedge» bedienen und wirkt mit seinem Aussehen wie ein Raumobjekt für Minimalisten. Die beiden Modelle haben wir zwar noch nicht im Shop, aber dafür die weiter oben erwähnten «Softies».

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Pia Seidel
Pia Seidel
Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein


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