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Ubiquiti Switch für 800 Meter PoE: 13 Watt und 10 Mbit/s am Ende der Leitung

Martin Jud
2.11.2026

Ubiquiti bringt einen Switch, der PoE und Daten über 800 Meter liefert. Am Ende der Leitung bleiben 13 Watt und 10 Mbit/s übrig. Um das zu erreichen, wird neben dem Switch ein spezifisches Kabel und ein Hardware-Endpoint benötigt.

Die Verkabelungsstandards sehen für Kupfer-Ethernet eine maximale Kanallänge von 100 Metern vor. Danach ist mit herkömmlicher Technik kein zuverlässiger Betrieb mehr garantiert. Das gilt für die Daten genauso wie für Power over Ethernet, kurz PoE, das Strom und Daten über dieselbe Leitung schickt. Wer eine Überwachungskamera am Ende eines grossen Grundstücks oder einen Sensor im Aussenbereich betreiben will, braucht deshalb eine Lösung für beides.

Ubiquiti will diese Grenze mit einem Long-Range-Switch verschieben. Der USW-LR-Switch-8-PoE verfügt über acht Ports, die Strom und Daten über jeweils eine einzige Leitung bis zu 800 Meter weit liefern – allerdings nur mit dem Herstellerkabel und einem zusätzlichen Hardware-Endpoint am fernen Ende jeder Leitung.

Was der Switch kann – und was nicht

Der Switch bietet acht RJ45-Ports, die alle PoE nach dem Standard PoE+++ liefern. Ihr Tempo ist allerdings begrenzt – und es fällt mit der Distanz in zwei Stufen. Bis zu einer Entfernung von rund 400 Metern handelt der Switch laut Ubiquiti üblicherweise 100 Mbit/s aus. Jenseits davon sinkt die Rate auf 10 Mbit/s. Für einen Sensor, der alle paar Minuten einen Messwert schickt, reicht das. Für einen Videostream mittlerer Qualität ebenso. Nicht aber für die Qualität, die modernste Kameras liefern. Dazu kommen zwei separate Anschlüsse fürs Netzwerk: ein Gigabit-Uplink und ein SFP-Port, der Glasfaser aufnimmt.

Der zweite Kompromiss betrifft den Strom. Am Switch liefert jeder Port bis zu 90 Watt. Am Ende einer 800-Meter-Leitung bleiben davon 13 Watt übrig – genug für eine sparsame Kamera oder einen einfachen Sensor, nicht für eine schwenkbare Überwachungskamera mit 51 Watt. Die läuft nur bis etwa 200 Meter. Bei 100 Metern kommen immerhin noch 71,3 Watt an.

Der Endpoint: Übersetzer, nicht Verstärker

Am fernen Ende jeder langen Strecke braucht es einen UACC-LR-Endpoint. Bei Vollauslastung aller Ports sind es also acht Stück. Er ist kein Verstärker, der das Signal auffrischt und weiterreicht, sondern ein Übersetzer: Er nimmt das proprietäre Long-Range-Signal auf und gibt es als normgerechtes Ethernet und Standard-PoE an das Endgerät weiter. Ohne ihn bleibt es bei den üblichen 100 Metern.

Dazu kommt das Kabel. Ubiquiti gibt die volle Reichweite nur mit dem eigenen Outdoor-Kabel an, dem UACC-Cable-C5e-Outdoor-Pro-305M-W. Ein durchgehendes 800-Meter-Kabel bietet der Hersteller bis dato nicht an – er liefert das Kabel in Rollen zu 305 Metern (1000 Fuss). Für eine einzelne 800-Meter-Strecke braucht es deshalb drei Rollen, die vor Ort mit RJ45-Steckern versehen und an zwei Stossstellen mit wasserdichten Outdoor-Kupplungen verbunden werden.

Die Rechnung für eine 800-Meter-Strecke: 274 US-Dollar für den Switch, 99 US-Dollar für den Endpoint und dreimal 149 US-Dollar für das Kabel, also 447 US-Dollar. Macht zusammen 820 US-Dollar plus weitere Ausgaben für Kupplungen und Co., bevor das erste Endgerät überhaupt angeschlossen ist. Wer mehrere Strecken braucht, multipliziert den Endpoint- und Kabelanteil entsprechend.


Wir bemühen uns, den Switch, den UACC-LR-Endpoint und das 305-Meter-Outdoor-Kabel schnellstmöglich in unser Sortiment aufzunehmen.

Titelbild: Ubiquiti

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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