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«The Simpsons»: Bart fliegt nach Korea und wird E-Sportler

In der 30. Staffel von «The Simpsons» wird Bart zum E-Sportler und fliegt mit Vater Homer nach Südkorea, um Millionen zu verdienen. Den Machern beratend zur Seite gestanden hat «League of Legends»-Spieleschmiede Riot Games.

In der 30. Staffel der am längsten ausgestrahlten Serie in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens wird Bart zum Profi-E-Sportler. Die 17. Episode der Staffel mit dem Titel «E My Sports» – eine Anspielung auf Barts «eat my shorts» – ist am 17. März auf dem Sender Fox gezeigt worden. In der Folge ist der Aufstieg von Barts E-Sport-Stern die Konsequenz einer hirnrissigen Bestrafungsmethode Homers: Barts Verstand soll so lange mit Videospielen bedröselt werden, bis die Verantwortung für ihn nicht mehr bei der Familie liegt.

Bart wird beim Computerspielen aber so gut, dass er als Profi-E-Sportler nach Südkorea eingeladen wird. Dort soll er an einem Turnier teilnehmen, das mit einer Million Dollar Preisgeld dotiert ist. Als Homer erkennt, wieviel Geld im E-Sport tatsächlich zu verdienen ist, steht er Sohn Bart als leidenschaftlicher und übermotivierter Coach zur Seite. Dann heckt Tochter Lisa einen Plan aus, um Bruder und Vater wieder auf den Boden der Realität zurück zu holen, was erst recht zum totalen Chaos führt.

Einen offiziellen Erstaustrahlungstermin für den deutschsprachigen Raum ist auf Anfrage bei ProSieben noch nicht bekannt.

Riot Games steht beratend zur Seite

Bart Simpson hat schon viele denkwürdige Abenteuer erlebt. Etwa in der sechsten Staffel von «The Simpsons», als er einen tödlichen Kometen entdeckt und ihn nach sich selbst benannt hat. Oder in der zwölften Staffel, wo Bart Teil einer gecasteten Boy Band wurde und dank Autotune mit «NSync» konkurriert hat. Nun stürzt sich der notorische Lausbub mitten in die E-Sport-Industrie, die laut Forbes schon bald über eine Milliarde Dollar wert sein könnte.

«Die Episode soll einen kulturellen Wendepunkt verkörpern», sagt Simpsons Co-Produzent Rob LaZebnik zu CNBC, «und weil es Videospiele schon so lange gibt, kombiniert mit der Tatsache, dass wir alle ständig online sind, fühlt sich die Entwicklung, die E-Sports in den vergangenen Jahren gemacht hat, unvermeidlich an.»

So sehen authentische E-Sportler aus

Mit 27 Millionen Spielern ist «League of Legends» eines der meistgezockten Spiele der Branche. Um in der Simpsons-Episode ein angemessenes Mass an Authentizität zu wahren, konsultierten die Macher der Serie die Macher des Spieles: Riot Games. Mit an Bord waren die beiden E-Sport-Verantwortlichen Whalen Rozelle und Jarred Kennedy sowie Kommentator – E-Sport-Übertragungen werden ähnlich wie Fussballspiele live kommentiert – David «Phreak» Turley. Letzterer ist bekannt genug, um seinen eigenen League-of-Legends-Wiki-Eintrag inklusive Trivia-Sparte zu rechtfertigen.

«Sie alle liehen ihr Fachwissen, um sicherzustellen, dass die dargestellten Spieler, Fans und Trainer, die professionell E-Sport betreiben, in der Folge authentisch sind», heisst es in einer Pressemitteilung des Senders Fox.

Bart tritt beim fiktionalen «Conflict of Enemies» an

Tatsächlich ruft Bart Dinge wie «get recked, noob» oder schreit diabolisch «GG», eine englische Abkürzung für «good game». Dann stimmt Teammitglied und Raufbold Nelson ein und verwandelt die besiegten Gegner in explodierende Hühner, worauf Homer die Jungs für die «zivilisierte Auslöschung» der Gegner lobt. Zum Schluss führen alle einen für Onlinegames typischen, lächerlichen virtuellen Siegestanz auf. Aber: In der Episode selbst spielt Bart nicht etwa «League of Legends», sondern ein Simpsons-typischer Abklatsch namens «Conflict of Enemies».

Die E-Sport-Branche freut’s

Die Simpsons-Folge selbst dürfte für die E-Sport-Branche ein einziges, riesiges Werbefenster sein, das der gesamten Industrie zugute kommt. Vor allem aber Riot Games. Das lässt die Aussage durchsickern, die ein Vertreter Riot Games gegenüber CNBC gemacht hat: «Wir hoffen, dass diese Episode zusätzlich zu all der Arbeit, die wir auf der ganzen Welt leisten, einen echten Einfluss darauf haben wird, wie die Leute E-Sport und “League of Legends” langfristig wahrnehmen.»

E-Sport-Anlässe locken weltweit mehr Zuschauer an als ein Tennis-Finale

Tatsächlich boomt die Branche seit Jahren. Gerade in den asiatischen Ländern. Aber spätestens, seit das Finale der League-of-Legends-Weltmeisterschaft anno 2017 zum ersten Mal in der Geschichte eines E-Sport-Wettbewerbs von weltweit über 100 Millionen Live-Zuschauern gleichzeitig verfolgt worden ist. Ein Rekord, der beim Finale im Folgejahr gleich wieder mit weltweit 200 Millionen Live-Zuschauern geschlagen wurde.

Zum Vergleich: Gemäss Sport Insider verfolgen das jährliche Wimbledon-Finale im Tennis etwa 30 Millionen Zuschauer, der grosse Preis von Monaco in der Formel 1 hingegen wird von etwa 50-70 Millionen Zuschauern jährlich geguckt. Erst die UEFA Champions League im Fussball erreicht mit einem weltweiten Zuschauerschnitt von etwa 400 Millionen Zuschauern mehr Publikum als «League of Legends».

Was bringt die Simpsons-Folge dem E-Sport also? Für Riot Games wohl vor allem Aufmerksamkeit im Westen. Denn die benötigt die Spieleschmiede und die E-Sport-Branche gleichermassen, wenn sie echte weltweite Relevanz erlangen wollen: Ohne die asiatischen Zuschauer läge die Reichweite einer E-Sport-Veranstaltung wie das League-of-Legends-Finale bei gerade mal zwei Millionen Zuschauern.

Und so sieht’s in echt aus: Volle Stadien, besonders in asiatischen Ländern

Apropos. «League of Legends» kommt aus dem Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genre – kurz: Moba. Dort treten zwei Teams auf einer arenaartig gebauten Karte gegeneinander an. Ziel ist es, die gegnerische Basis zu zerstören oder das gegnerische Team auszulöschen. Jeder Spieler steuert dabei einen einzigartigen Helden mit Spezialfähigkeiten. Üblicherweise führt nur eine begrenzte Anzahl an Angriffswegen – im Englischen «Lanes» genannt – zur gegnerischen Basis. Diese Lanes werden von zusätzlichen Verteidigungstürmen bewacht, die üblicherweise ebenfalls zerstört werden müssen.

Spielen unter der Dusche. Kennen wir alle – ausser Homer

Und ja, Homer: Menschen werden tatsächlich fürs Gamen bezahlt. Auch in Dollar.

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Luca Fontana, Zürich

  • Editor
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

5 Kommentare

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User Anonymous

Simpsons forever!

20.03.2019
User Christian Walker

Willie: "Brüder und Schwestern sind von Natur aus Feinde. Wie Engländer und Schotten. Oder Waliser und Schotten. Oder Japaner und Schotten. Oder Schotten und andere Schotten! Verdammte Schotten!! Die haben Schottland ruiniert!!!" Skinner: "Ihr Schotten seid streitsüchtige Menschen.." Willie: "Jetzt haben sie einen Feind fürs Leben!"

08.04.2019
User Luca Fontana

xD xD xD

Skineeeeeeeeeeeeeeeeer!

09.04.2019
Antworten
User Anonymous

Hi Luca, "Phreak" heisst nicht Turkey sondern Turley! ;)

21.03.2019
User Luca Fontana

Ähem. Scheiss Autokorrektur :-P

21.03.2019
Antworten