SumUp 3G im Test: Ein Kartenlesegerät für die Konditorei
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SumUp 3G im Test: Ein Kartenlesegerät für die Konditorei

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Hamburg, am 27.04.2021
Kartenzahlung ist Alltag geworden, aber vor allem in kleineren Geschäften noch immer keine Selbstverständlichkeit. Die Kartenlesegeräte von SumUp sollen das ändern. Da ich keinen Laden betreibe, habe ich das SumUp 3G einer Konditorei zum Testen gegeben, bei der ich bisher nur Bar bezahlen konnte.

«Wir müssen Kunden, die mit Karte zahlen wollen, immer 200 Meter die Straße runter zum Geldautomaten schicken», fasst Carmen Peukert den Stand der Dinge im November 2020 zusammen. Seit 1997 betreibt sie zusammen mit ihrem Mann Olaf die Konditorei Peukert in Hamburg-Eimsbüttel. Damals wurde in D-Mark bezahlt, heute sind es Euro – aber immer noch Bargeld. Der perfekte Ort, um ein Kartenlesegerät zu testen. Für den Test wurde ich nämlich angefragt, habe aber nichts zu verkaufen. Zu meinem Glück sagen die Peukerts sofort zu. Ich habe Hilfe für den Test und die Konditorei Peukert kann erstmals Karten annehmen. Eine klassische Win-win-Situation.

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Kein WLAN im Café

«EC-Zahlung erst ab 10 Euro» und ähnliche Hinweise finden sich in vielen Geschäften an der Kasse. Der Grund dafür sind die starren Gebühren, die viele Anbieter für die Abwicklung Kartenzahlung verlangen. Unter bestimmten Summen wird die Kartenzahlung so zu einem Minusgeschäft. Bei SumUp gibt es dagegen keine monatliche Grundgebühr und auch keine festen Beträge pro Transaktion. Stattdessen wird ein prozentualer Anteil fällig – 0,9 Prozent bei EC- und 1,9 Prozent bei Kreditkarten – in der Schweiz sind es 1,5 und 2,5 Prozent. Das ist vor allem attraktiv, wenn die Beträge kleiner sind – zum Beispiel in einer Bäckerei. Ein Elektronikfachmarkt dürfte das anders betrachten und bei den großen Rechnungsbeträgen lieber die im Verhältnis kleine Einmalgebühr anstelle eines prozentualen Anteils zahlen.

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Ein kleines Problem gibt es aber noch. Das Café hat kein WLAN und ohne funktioniert das SumUp Air nicht, das ich dabei habe. Also nochmal Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen. Der hat mit dem SumUp 3G auch ein Modell im Angebot, das kein WLAN benötigt. Der Preis ist zwar höher, aber es fallen keine monatlichen Gebühren für die Datenübertragung an. Lass dich nicht vom Namen verwirren: 3G ist kein Hinweis auf die verwendete Datenverbindung. Es funktioniert auch über 4G- und 5G-Netze. Die für 2021 geplante Abschaltung der 3G-Netze in Deutschland – in der Schweiz sollen sie bis 2024 in Betrieb sein – soll keine Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit haben.

Schnell eingerichtet und täglich im Einsatz

Während Olaf Peukert in der Backstube Teig knetet und Torten verziert, kümmert sich Carmen Peukert um den Verkauf von Brot, Brötchen, Kuchen und anderem Gebäck. Logisch, dass sich dann auch das Kartenlesegerät in ihren Händen befindet. Bei der Einrichtung über die App lässt sie sich von ihrer Tochter helfen und stellt danach fest, dass das gar nicht nötig gewesen wäre: «Das hat nur fünf Minuten gedauert.» E-Mail-Adresse, Geschäftsadresse und die Kontoverbindung eingeben, Verbindung zum Kartenlesegerät herstellen, fertig.

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Über mehrere Monate hat sich das SumUp 3G jetzt im Alltag der Konditorei Peukert bewährt und einwandfrei funktioniert. «Die Kunden freuen sich, dass sie nun auch bei uns mit Karte zahlen können», berichtet Carmen Peukert. Unter der Woche seien es zwar nur drei bis vier, aber dafür am Wochenende – wenn die Tortenstücke über den Tresen gehen – umso mehr.

«Wir haben uns dagegen entschieden eine Mindestsumme für die Kartenzahlung festzulegen.» Das scheint auch gar nicht nötig zu sein: «Die Kunden neigen dazu, für die Kartenzahlung noch etwas extra mitzunehmen, weil ihnen der Betrag sonst zu klein erscheint.»

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Im Café-Betrieb, der in Hamburg in den letzten Monaten aufgrund der Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen ruht, kann sich Frau Peukert das SumUp 3G auch sehr gut vorstellen: «Das können wir direkt mit an den Tisch nehmen und die Kunden müssen nicht mehr zur Kasse kommen.» Die Angestellten kommen ebenfalls gut mit dem Kartenlesegerät zurecht. «Ich konnte ihnen die Bedienung erklären und alle haben es auf Anhieb verstanden», freut sich die Mitinhaberin der Konditorei.

Die Abrechnung sorgt für Mehrarbeit

Ganz perfekt ist aber noch nicht alles. So muss Frau Peukert jeden Tag daran denken, das Kartenlesegerät über seinen Micro-USB-Anschluss aufzuladen. «Wenn ich morgens mit 100 Prozent starte, steht der Akku zum Ladenschluss bei etwa 25 Prozent», hat sie beobachtet. Außerdem wünscht sie sich noch eine Halterung für das SumUp 3G: «Das habe ich beim Fischladen nebenan gesehen. Die haben eine kleinere Variante mit einer Halterung auf dem Tresen. Wir holen unser Gerät immer aus der Schublade.»

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Bei der Abrechnung gibt es ebenfalls Optimierungspotential. Die kommt einmal im Monat per E-Mail von SumUp und Olaf Peukert ist dann damit beschäftigt, die Abbuchungen korrekt ins Kassenbuch einzutragen. «Aber in ein oder zwei Jahren benötigen wir eh ein neues Kassensystem, das dann hoffentlich gut mit dem Kartenlesegerät zusammen arbeitet», schaut Carmen Peukert zuversichtlich in die Zukunft.

Fazit: Digitalisierung noch nicht abgeschlossen

«Wir müssen niemanden mehr zum Geldautomaten schicken und die Kunden kaufen manchmal sogar etwas mehr.» Auf die Kartenzahlung will Carmen Peukert nicht mehr verzichten. Für ihre Konditorei ist das SumUp 3G die fast perfekte Lösung. Die Vorteile überwiegen deutlich die kleinen Häkchen beim Akku und der Abrechnung. Jetzt fehlt nur noch die Halterung an der Kasse und über die Anschaffung eines WLANs denken die Peukerts inzwischen auch nach.

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Jan Johannsen
Jan Johannsen
Content Development Editor, Hamburg
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de.

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