Spotify will besser klingen: bald verlustfreies Streamen möglich

Spotify will besser klingen: bald verlustfreies Streamen möglich

Livia Gamper
Zürich, am 23.02.2021
Streaming-Anbieter Spotify kündigt an, dass bald die Klangqualität verbessert wird. Das neue Angebot soll verlustfreien Musikgenuss ermöglichen.

Spotify kündigt Spotify HiFi an. Mit diesem Angebot soll Musik bald in verlustfreiem Audioformat gestreamt werden können. Verlustfreie Musik ist bei vielen Konkurrenten schon möglich. Tidal, Deezer und Amazon bieten sie schon länger an.

Im Online Event «Stream On» erklärt Spotify, dass Musik dann mit verlustfreier CD-Qualität angehört werden kann. Mit genauen Angaben zur Qualität halten sich die Schweden aber zurück. Im Newsroom von Spotify ist ebenfalls von Musik in CD-Qualität in einem verlustfreien Audioformat die Rede. CD-Qualität hiesse 44.1 kHz à 16 Bit. Das ist eine Datenrate von 1411,2 kbps (kilobits per second). Bis jetzt ist die höchstmögliche Qualität bei Spotify bei 320kbps. Diese beiden Werte sind jedoch nicht direkt vergleichbar. Für die Qualität ist der Bluetooth-Codec auch entscheidend.

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Die bessere Audioqualität wird aber nicht mit allen Wiedergabegeräten möglich sein. Spotify gibt an, mit bekannten Audio-Herstellern zusammenzuarbeiten, damit das bessere Angebot über Spotify Connect auf die entsprechenden Geräte kommt. Welche Hersteller das sind, verrät Spotify noch nicht.

Preis und Release noch offen

Im Online Event hat Spotify keine Angaben gemacht, was die bessere Qualität die Nutzer*innen kosten soll. Bei Amazon und Deezer kosten die Abos mit verlustfreier Qualität mehr.

Bezüglich Release gibt Spotify an, dass die HiFi-Option bis Ende 2021 in ausgewählten Ländern erscheinen wird. Welche Länder ausgewählt sind, ist aber offen.

So soll das Logo des HiFi-Angebots aussehen
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Apple und Google im Hintertreffen?

Spotify gibt an, dass die bessere Audioqualität eines der Features sei, das die Abonnent*innen am meisten in Umfragen gewünscht hätten.

Nur bei den Streamingabos von Apple und Google kann die Musik auch nicht in besserer Qualität wiedergegeben werden. Bei Apple Music wird dies wahrscheinlich auch noch länger so bleiben. Denn die neuen, teuren AirPods Max Kopfhörer unterstützen nur den Bluetooth-Codec AAC und damit eine maximale Bitrate von 320 kbps.

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Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

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Livia Gamper
Livia Gamper
Junior Editor, Zürich
Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

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