Sleepy kriegt Lüfter: Das Sleeper-PC-Gehäuse nimmt Form an

Sleepy kriegt Lüfter: Das Sleeper-PC-Gehäuse nimmt Form an

Kevin Hofer
Zürich, am 11.07.2019
Noch gibt es einiges am Gehäuse von Sleepy zu tun, dem Sleeper-PC den ich baue und verlose. Heute treffe ich die Vorbereitungen für die Lüfter, Wasserkühlung und Kabelmanagement.

Beim letzten Mal habe ich das Netzteil von Sleepy verlegt. Jetzt klafft hinten in der Mitte des Sleeper-PCs ein grosses Loch. Das stopfe ich heute. Kurz zur Erinnerung: Ein Sleeper-PC ist ein Computer mit modernen Komponenten in altem Gehäuse. Sleepy kannst du gewinnen. Wie erfährst du am Ende des Artikels.

Jetzt geht’s dem Sleeper-PC an den Kragen: Ich verlege das Netzteil
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Zuerst die Blende, dann der Lüfter

Genau auf der Höhe der alten Netzteilauskerbung will ich den Auslasslüfter platzieren. Das stellt mich vor das Problem, dass der Lüfter höher ist als die Auskerbung, dafür aber auch schmaler. Ich muss also oben Metall aussägen und gleichzeitig auf der Seite irgendwie das Loch stopfen.

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Das Metall entferne ich mit einer Lochsäge für Metall, so wird das Ganze einigermassen rund. Die Löcher auf der Seite schliesse ich mit einer Halterung aus Acrylglas. Beim Acrylglas setze ich auf eine Dicke von drei Millimetern. Bei der Netzteilblende habe ich zwei Millimeter Acryl verwendet, weil ich es gebogen habe. Die Lüfterhalterung hingegen bleibt gerade und muss aufgrund der Bewegung des Lüfters stabiler sein.

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Als erstes messe ich, wie gross die Halterung sein muss. Danach klebe ich das Acrylglas mit Malerband ab. So muss ich nicht direkt auf das Material zeichnen und schütze es zusätzlich vor Kratzern. Auf das Malerband übertrage ich die Form der Lüfterhalterung, inklusive Lüfterloch. Dann breche ich das Acryl auf die entsprechende Grösse zu. Das Loch fräse ich mit einem Mehrzweck-Spiralfräser für den Dremel aus.

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Die fertige Halterung befestige ich an der Gehäuserückseite und schraube den Lüfter drauf. Das Loch ist geflickt und der Lüfter kann so mit voller Leistung Luft aus dem Gehäuse blasen.

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Das Gehäuse muss weiter Metall lassen

Nachdem der Lüfter hinten sein Zuhause gefunden hat, geht es an die Vorbereitungen für den Radiator und die Lüfter vorne. Am einfachsten wäre es, den Radiator ganz bei der Aussparung der 5.25-Zoll-Laufwerke anzubringen. Da ich aber dort die Netzteilhalterung platziert habe, ist es etwas eng. Mit der Blende vor dem Netzteil habe ich zudem die Befürchtung, dass die Belüftung nicht optimal ist, sprich die frische Luft hinter der Blende hängen bleibt. Deshalb platziere ich den Radiator weiter unten.

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Ganz unten kann ich den Radiator aber auch nicht befestigen. Dann käme er der Grafikkarte in die Quere. Ich richte den Radiator deshalb an der Höhe der Grafikkarte aus. Der obere Teil des Radiators ist so gerade noch auf der der Höhe der Aussparung der 5.25-Zoll-Laufwerke. Diese Aussparung ist zu breit, um den Radiator anzuschrauben. Deshalb säge ich eine Querstrebe aus Aluminium zu, damit ich den oberen Teil des Radiators daran befestigen kann.

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Mit dem Dremel fräse ich die nötige Aussparung für den unteren Teil des Radiators aus. Obwohl hier die Breite der Aussparung passt, säge ich trotzdem eine Querstrebe zur Befestigung zu. So hält der Radiator besser.

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Einen weiteren Lüfter habe ich ursprünglich auf dem Gehäuseboden vorne geplant. Ich müsste aber ein so grosses Loch ausfräsen, sodass das Gehäuse nicht mehr stabil wäre. Den dritten Einlass-Lüfter platziere ich deshalb unter dem Radiator. Das Loch für den Lüfter säge mit der Metalllochsäge. Ich muss das Lüfterloch mit dem Dremel noch etwas mehr ausfräsen, da die Metalllochsäge nur zehn Zentimeter im Durchmesser ist, der Lüfter aber zwölf Zentimeter.

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Kabelwege und ein neues Konzept für die Rückwand

Damit ich die Kabel vom Netzteil verstecken kann, baue ich eine Rückwand zwischen Mainboard und Netzteilhalterung ein. Die Rückwand aus mitteldichter Holzfaserplatte lasse ich mir zuschneiden. Als ich mich dann daran mache, sie einzubauen stelle ich fest, dass ich auf den Seiten zu wenig Raum nach aussen habe. Bohre ich so weit aussen Löcher ins Holz, reissen diese unter der Last der Platte und den Komponenten die drauf kommen aus. Ich muss mir etwas anderes überlegen.

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Ich gehe kein Risiko mehr ein und will genau wissen, wie viel Platz mir für die Rückwand zur Verfügung steht. Deshalb baue ich alle Komponenten zum Massnehmen ein. Dazu gehören auch die Ryzen 7 2700X CPU mit Wasserblock von Alphacool, die 32 GB Corsair Dominator RAM und die Samsung EVO Plus M.2-SSD. Alles passt, auch wenn es eng ist. Aber das macht das Projekt ja aus: Moderne Komponenten in einem Gehäuse, das nicht dafür gemacht ist. Da ist Platzmangel programmiert und ich muss nach kreativen Lösungen suchen.

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Wenn schon alles drin ist, mache ich auch gleich Schablonen für das Pumpe/Reservoir-Combo und die Distroplatte. Die will ich im CAD-Programm Fusion 360 entwerfen und ausfräsen. Dazu lege ich die MDF-Platte ins Gehäuse. Auf die Platte klebe ich Papier, das ich in der Grösse der Pumpe/Reservoir-Combo und der Distroplatte zuschneide. Darauf zeichne ich die wichtigsten Punkte ein: die Aussparung für die Pumpe sowie die Ein- und Auslass-Ports. Jetzt habe ich Vorlagen für meine Arbeit in Fusion 360, in dem ich die Platten entwerfe. Dazu in einem späteren Beitrag mehr.

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Bei der Lösung für mein Rückwandproblem lasse ich mich bei meiner Radiatorhalterung inspirieren: Ich montiere Querstreben aus Aluminium in der Länge des Gehäuses und befestige die Rückwand daran. Bei der Rückwand setze ich nach reiflicher Überlegung auf fünf Millimeter dickes Acrylglas statt der MDF-Platte. Das ist stimmiger in Kombination mit den restlichen Komponenten.

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Das Acrylglas montiere ich im Abstand von 18 Millimetern zu den Querstreben. Diesen Abstand erreiche ich, indem ich Metallrohre zwischen die Rückseite des Acryls und den Querstreben setze. Die Schrauben gehen also zunächst durchs Acryl, dann die Metallrohre und zuletzt durch die Querstreben. Die Rückwand ragt so ins Gehäuse hinein und ich habe dahinter Platz für Kabelmanagement, Lüftercontroller und SSD.

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Jetzt sprühe ich das Gerüst und die Halterungen nur noch mit schwarzer Farbe. Endlich geht es in die heisse Phase des Projekts. Ich kann es nicht lassen und baue nochmal alles ein, um zu sehen, wie es mit Rückwand und Farbe aussieht.

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Beim nächsten Mal entwerfe ich die Distro-Platte und die Pumpe/Reservoir-Combo. Falls du das nicht verpassen willst, klick auf den Knopf «Autor folgen» weiter unten.

Gewinnen kannst du folgendermassen: Über die kommenden Wochen liest du jeweils am Dienstag und Donnerstag etwas zum Projekt Sleeper-PC. Am Ende der Artikel stelle ich dir eine Frage mit drei Antwortmöglichkeiten. Die korrekte Antwort findest du im Artikel selbst. Pro korrekte Antwort kriegst du einen Punkt. Beantworte möglichst viele der Fragen korrekt und du schaffst es in die Endverlosung. Dort entscheidet das Los, wer den PC gewinnt.

Wieviele Einlass-Lüfter kriegt Sleepy?

Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

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Kevin Hofer
Kevin Hofer
Editor, Zürich
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten ist meine Leidenschaft.

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