Produkttest

Porenfrei in 60 Sekunden?

Ein bisschen Blubber da, eine Minute hier und puff sind die Poren weg? Ich habe die mutmassliche Wunderwaffe von GlamGlow getestet und verrate dir, was du von ihr erwarten kannst.

Wenn dich ein Produkt beim Auspacken bereits mit den Worten «Hello Sexy» begrüsst, fragst du dich unwillkürlich, ob du das Teil überhaupt noch nötig hast.

Nur ein kleiner Spass.

Dieses Level an Selbstbewusstsein werde ich wohl auch nach dem Gebrauch einer quietschgelb verpackten, porenverfeinernden Maske nicht an den Tag legen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Meine Poren sind nicht unbedingt die Problemzone, mit der ich tagtäglich zu kämpfen habe. Tatsächlich sind die einzig gut sichtbaren Exemplare in meinem Gesicht auf meiner Nase, sowie rund um sie herum verteilt. Sobald ich mich schminke, sind sie meist komplett verschwunden, begraben unter den Schichten meiner Foundation. Wenn ich aber, wie fast jeden Tag, ungeschminkt durch die Gegend laufe, dann kannst vermutlich auch du sie sehen. Wenn es etwas gäbe, das mir mit wenig Aufwand dabei hilft, sie verschwinden zu lassen oder zumindest zu verfeinern, warum dann nicht ausprobieren?

Glamglow Instamud 60-Second Pore- Refining Treatment
Gesichtsmaske

Glamglow Instamud 60-Second Pore- Refining Treatment

In nur 1 Minute zu perfekten Poren – verspricht zumindest GlamGlow

Und hier kommt das «Instamud 60-Second Pore-Refining Treatment» von GlamGlow ins Spiel. Ein ziemlich langer Name für ein Produkt, das innert kürzester Zeit wirken soll. Es verspricht glatte, weiche und ebenmässige Haut und soll die Poren verfeinern. Die genauen Worte auf der Verpackung sind sogar: «Only 1 minute to perfect pores». Na, wir werden sehen...

Sobald das Produkt mit Luft in Kontakt kommt, wirft es feine Bläschen.
Sobald das Produkt mit Luft in Kontakt kommt, wirft es feine Bläschen.

Und so funktioniert’s:

  • Trage eine grosszügige Schicht auf deine trockene, gereinigte Haut auf, ohne das Produkt einzureiben. Die Augenpartie dabei aussparen.
  • Warte, bis die Maske anfängt Blasen zu werfen (Bubble-Mask!). Von da an eine Minute einwirken lassen.
  • Danach mit lauwarmem Wasser abspülen.

Die Anwendung kann man laut GlamGlow zwei bis drei Mal die Woche oder je nach Wunsch wiederholen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob der Ausdruck «je nach Wunsch» auch eine tägliche Anwendung zulässt, oder lediglich auf einen gelegentlichen Einsatz hinweisen möchte.

Und funktioniert's?

Die Kartonverpackung kommt in Form einer Sanduhr daher. Das Produkt an sich ist lila und kribbelt beim Aufschäumen im Gesicht ganz schön. Die ganzen 60 Sekunden versuche ich mich also nicht zu kratzen – mit Erfolg. Der Pinsel, den ich fürs Auftragen benutze, gehört übrigens nicht zum Lieferumfang. Damit ich einen besseren Eindruck davon bekomme, was die Express-Maske mit meiner Haut anstellt, bepinsle ich nur eine Seite meines Gesichts damit. So kann ich sie direkt mit der unbehandelten Seite vergleichen.

Und das Ergebnis? Ich merke, dass sich meine Haut zwar sehr schön kühl und irgendwie anders anfühlt, aber was die Poren anbelangt, kann ich nicht wirklich einen Unterschied ausmachen. Als ich dann merke, dass ich noch ein Titelbild für diesen Artikel brauche, entscheide ich mich kurzerhand dazu, das ganze Prozedere nochmals auf dem ganzen Gesicht zu wiederholen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich damit meine Haut irritiere. Bei der zweiten Anwendung könnte ich schwören, dass meine Poren geschrumpft sind. So 100 Prozent sicher bin ich mir dann aber doch nicht. Von Hautirritationen zum Glück keine Spur.

Exkursion: Dominiks Tête-à-tête mit der Maske

Nun könnte meine Unsicherheit, was die Wirkung des Treatments anbelangt, auch darauf zurückzuführen sein, dass mein Porenproblem nicht gross genug ist und die Sache mit dem Vorher-Nachher-Effekt daher weniger Wow-Potenzial in sich birgt. Zeit sich jemanden zu suchen, der porentechnisch in einer anderen Liga spielt. Jemanden wie meinen Kollegen Dominik Bärlocher. Darum hier das Ganze nochmals zusammengefasst aus seiner Perspektive:

Sexappeal direkt voraus: Dominik, die Maske und ein Spiegel-Selfie auf dem Klo.
Sexappeal direkt voraus: Dominik, die Maske und ein Spiegel-Selfie auf dem Klo.
Meine Poren gleichen Kratern auf dem Mars. Die Beauty-Industrie findet das nicht so okay. Kombinier diese Tatsache mit einer leuchtend gelben Packung mit der Aufschrift «Hello Sexy» und du hast mich. Auf's Gesicht, sprudeln lassen, warten, fertig. Das mit dem Warten finde ich jetzt weniger sexy, aber wer schön sein will, soll leiden. Da steh ich nun mit blauem Schaum im Gesicht, der kitzelt. Nach dem Abwaschen entdecke ich eine gewisse Röte, die aber schnell wieder verpufft. Meine Poren sehen noch gleich aus. Habe ich jetzt gelitten und bin trotzdem nicht schön? Oder war ich schon schön und habe umsonst gelitten?

Meine pore-fessionelle Meinung

Aus meiner Sicht überwiegt bei dem Produkt definitiv der Spassfakotor: die lila Farbe, das Kitzeln und die lustige Optik, wenn das ganze Gesicht mit einer Art Schaum bedeckt ist. Das Teil hat somit zwar grosses Pyjama-Party-Potenzial aber nicht unbedingt das Zeug dazu, Wunder zu bewirken – zumindest nicht auf Dominiks und meiner Haut.

Wenn das grosse Kribbeln einsetzt und dir deine Gesichtszüge entgleiten.
Wenn das grosse Kribbeln einsetzt und dir deine Gesichtszüge entgleiten.

Zu allen Produkten von GlamGlow

15 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich. 


Beauty
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Gesundheit
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Produkttest

Unsere Expertinnen und Experten testen Produkte und deren Anwendungen. Unabhängig und neutral.

Alle anzeigen

1 Kommentar

Avatar
later