Pias Picks: Freiliegende Strukturen
ProduktvorstellungBeleuchtung

Pias Picks: Freiliegende Strukturen

Pia Seidel
Zürich, am 25.10.2021

Mir gefallen viele Dinge, aber in meiner Wohnung ist nur wenig Platz. So landen einige Produkte erst einmal auf der Merkliste – und hier, weil sie dir vielleicht auch zusagen. Dieses Mal sind es Lampen, die ihre Glühbirnen offen legen.

Niemand muss heute noch Lampen so gestalten, dass ihre Leuchtmittel sichtbar sind. Mit der LED-Technologie ist es möglich, sie unauffällig in die flachsten Designs einzufassen. Entwürfe wie Hymn vom japanischen Designer Hiroto Yoshizoe sind der Beweis. Sie können Licht unsichtbar weiterleiten. Dank Magnetkraft und einer patentierten Pendellinse wird es von der einen auf die andere Seite projiziert. Es gibt auch Einbauleuchten, die sich nahtlos in die Decke eingliedern und der Architektur den Vortritt lassen. Weil ich Lampen liebe, will ich das aber gar nicht. Sie sollen sich aufdrängen, mit allem, was sie haben. Viele helle Köpfe scheinen ähnlich zu denken. Ob aus Nostalgie oder nicht – Designer:innen setzen Filament-LEDs im Look von alten Glühbirnen bewusst als Stilmittel ein. Mir gefällt’s.

Bild: Zuvier
Bild: Zuvier

Die Glühbirne im neuen Kleid ist ästhetisch und macht Lampen zum Blickfang. Sie wird zum Gesicht undefinierbarer Tierchen wie «Yesmina» und sorgt dafür, dass Designs wie «Schila» an eine Blume erinnern statt an ein nutzloses Blechteil.

Und ohne Glühbirne wäre die Maus, die so aussieht, als hätte sie etwas geklaut, nur halb so witzig. Die Glühfaden verleihen jedem Design das gewisse Etwas. Vorausgesetzt, sie sind zu sehen. Besonders bei Lampen mit getönten Gläsern wie «Dome» gleichen sie einer Flamme. Das zieht die Blicke magisch an.

Das richtige Licht verwandelt Räume und das richtige Design macht sie zum Hingucker. Für mich ist jenes Licht das passende, das mir einleuchtet und mir verrät, wo die Lichtquelle steckt. Es gibt schon genug auf dieser Welt, was ich nicht verstehe. Darum setze ich wenigstens bei Lampen auf Nachvollziehbares.

Bild: Kave Home
Bild: Kave Home
Titelbild: Möbeleins

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Pia Seidel
Pia Seidel

Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein

Beleuchtung

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