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Pay or consent: Das sind Metas Pläne mit WhatsApp

WhatsApp plant Werbung im Bereich «Aktuelles» und testet ein optionales Abo für werbefreie Nutzung. Chats und Anrufe bleiben kostenlos und werbefrei.

Der Messenger des Meta-Konzerns sucht offenbar nach zusätzlichen Einnahmequellen. Gemäss dem Factchecking-Portal Mimikama.at wird er dabei auf eine Mischung aus Werbung und freiwilligen Bezahlmodell setzen. Allerdings sind nicht alle Bereiche betroffen.

Kernfunktionen bleiben kostenlos und Werbefrei

Werbung soll künftig im Bereich «Aktuelles» auftauchen. Also dort, wo du aktuell die Statusmeldungen deiner Kontakte oder deine abonnierten WhatsApp-Kanäle sehen kannst. Zwischen diesen Inhalten will WhatsApp Anzeigen platzieren. WhatsApp betont aber, dass die zentralen Funktionen gratis bleiben. Du kannst weiterhin Einzel- und Gruppenchats führen, telefonieren, Videoanrufe starten sowie Fotos, Videos und Dokumente verschicken. Auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung deiner privaten Kommunikation bleiben bestehen. Laut Meta greift die Werbung weder auf Chatinhalte noch auf Anrufe zu.

Meta macht Meta-Sachen: Zahlen oder Zustimmen

Parallel zur Werbung testet WhatsApp ein kostenpflichtiges Abonnement. Damit sollst du den Updates-Bereich werbefrei nutzen können. Hinweise darauf sind bereits in Testversionen der App aufgetaucht, wie WABetaInfo meldet. Der monatliche Preis liegt nach aktuellem Stand bei rund vier Franken oder Euro, eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Die Bezahlung soll über die App-Stores von Apple und Google laufen, inklusive Kündigung über dieselben Plattformen.

Pay-or-Consent-Modell in der Probe.
Pay-or-Consent-Modell in der Probe.
Quelle: WABetaInfo

Warum WhatsApp den Kurs ändert

Der Schritt hin zu Werbung und Abos hängt auch mit rechtlichen Vorgaben der Europäischen Union zusammen. Regelwerke wie der Digital Markets Act verpflichten grosse Plattformen dazu, eine Wahl zwischen werbefinanzierten Angeboten und kostenpflichtigen Alternativen anzubieten. Ein ähnliches Modell gibt es bereits bei Facebook und Instagram. Wann Werbung und Abo-Optionen in der Schweiz starten, ist noch offen.

Titelbild: Shutterstock

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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