«Mad Max» kriegt ein Spin-Off: George Miller verfilmt Furiosa-Story
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«Mad Max» kriegt ein Spin-Off: George Miller verfilmt Furiosa-Story

Luca Fontana
Zürich, am 14.10.2020
Regisseur George Miller schreibt und inszeniert erneut einen «Mad Max»-Film. Dieses Mal ohne die titelgebende Hauptfigur. Im Zentrum der Geschichte steht Fan-Liebling Furiosa. Aber: Sie wird nicht von Charlize Theron gespielt.

Offiziell hat George Millers neuer «Mad Max»-Ableger zwar noch kein grünes Licht vom Studio. Trotzdem: Dass ein neuer Film entsteht, der in der postapokalyptischen Welt spielt, die V8-Motoren anbetet, steht spätestens seit letzter Nacht ausser Frage.

Regisseur George Miller höchstselbst hat gesprochen. Wir wissen nun, wer Furiosa im so gut wie sicheren Prequel spielen wird: Anya Taylor-Joy.

Anya Taylor-Joy in «Emma»
Anya Taylor-Joy in «Emma»

Neuer «Mad Max»-Film mit Furiosa, aber ohne Charlize Theron

Hat sich Regisseur George Miller erst mal einem Projekt verschrieben, lässt er kaum mehr davon ab. Das 2015 im Kino erschienene «Mad Max: Fury Road» zum Beispiel. 30 Jahre lang hat er am Film gearbeitet. Viel Zeit, um sich für jede seiner Filmfiguren eine ausgeklügelte und komplexe Hintergrundgeschichte auszudenken.

Imperator Furiosa bildet keine Ausnahme. In «Fury Road» wurde sie von Oscarpreisträgerin Charlize Theron gespielt. Mit Drei-Millimeter-Haarschnitt, einem Arm und jeder Menge Wut im Bauch eroberte Therons Furiosa die Herzen der Zuschauer. Und George Millers. Der Australier arbeitet seit Jahren an einem «Mad Max»-Prequel, in dem nicht Max Rockatansky im Mittelpunkt steht – bisher dreimal von Mel Gibson und einmal von Tom Hardy verkörpert –, sondern die Imperator.

Nun hat Miller bestätigt, was er bereits vergangenen Mai angetönt hat: Im Prequel geht’s um die Vorgeschichte Furiosas und wie sie in die Dienste des Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) geraten ist. Zu dem Zeitpunkt ist die wilde Kriegerin Mitte zwanzig. Weil Charlize Theron bereits Mitte vierzig ist, wird sie die Hauptrolle nicht mehr spielen können.

«Eine bittere Pille», bestätigte Theron selbst gegenüber The Hollywood Reporter, die Furiosa gern ein weiteres Mal gespielt hätte. Was eigentlich auch der ursprüngliche Plan gewesen ist. George Miller, so die New York Times, wollte nämlich mit Theron drehen und dabei dieselbe Verjüngungstechnologie nutzen, die Martin Scorsese in «The Irishman» für Robert DeNiro und Co genutzt hat.

Das Problem: Miller, notorisch für seine Liebe zu practical effects, überzeugten die am Computer verjüngten Schauspieler kein bisschen. Darum die Planänderung. Charlize Theron räumt das Feld, Anya Taylor-Joy übernimmt.

Noch mehr News: Chris Hemsworth ist auch dabei

Nebst Taylor-Joy hat Miller zwei weitere Casting-Entscheidungen preisgegeben: Chris Hemsworth und Yahya Abdul-Mateen II. Ihre Rollen sind noch nicht näher bekannt. Gemunkelt wird, dass sie Mentoren-Rollen übernehmen könnten, die aus der jungen, ungezähmten Furiosa die uns bekannte Imperator geformt haben, die in «Mad Max: Fury Road» Immortan Joes fünf Frauen aus dessen Knechtschaft befreit.

Wann der Film gedreht wird – geschweige denn ins Kino kommt –, ist noch nicht bekannt.

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Luca Fontana
Luca Fontana
Editor, Zürich
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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