

«Kassensturz» testet Ventilatoren: Nur einer bekommt die Note «gut»
Zehn Ventilatoren waren im Test, neun davon waren nur «genügend» oder sogar «ungenügend». Trotzdem sind die Windmacher im «Kassensturz»-Test nicht so schlecht, wie man meinen könnte.
Du suchst einen Ventilator, der ordentlich Wind macht und dabei auch noch leise, einfach zu bedienen ist und wenig Strom braucht? Dann wäre der Ventilator CX2550/00 von Philips das perfekte Gerät für dich.

Das Philips-Gerät erreicht mit 5.4 die zweitbeste Zwischennote, nur ein Eigenmarken-Ventilator von Fust war um 0.1 Notenpunkte minimal besser. Es ist nur so, dass sich die zehn Geräte im Test von «Kassensturz» in mehr als nur ihrer Kernkompetenz beweisen mussten.
Finger- und Kipptest
Zusätzlich haben die Tester und Testerinnen im Labor die Ventilatoren mehrfach umgeworfen. Im «Kipptest» sollte sich zeigen, wie robust die Geräte gebaut sind. Philips hatte hier ein Problem, weshalb es eine halbe Note Abzug gab.
Und es traf den CX2550/00 noch härter. Denn «Kassensturz» hat sich einen besonderen Sicherheitstest überlegt. Geprüft wurde, ob ein künstlicher Finger durch das Gitter passt. Man sei hier «bewusst strenger als die gültige EU-Norm», heisst es von der «Kassensturz»-Redaktion. Weil der künstliche Finger durchs Philips-Gitter passt, gibt es noch einmal eine ganze Note Abzug. Somit landet der an sich sehr gute Ventilator in der Tabelle mit Note 3.9 auf dem vorletzten Platz. Hast du nicht vor, den Ventilator umzuwerfen oder einen Finger reinzustecken, stünde er mit 5.4 ganz vorne.

Quelle: Screenshot SRF
Unsicherer Ventilator von Stadler Form
Der Abwertungshammer traf auch den Ventilator Finn der Schweizer Firma Stadler Form. (Hier kannst du meinen Testbericht nachlesen.) Bei den Kernfunktionen wusste das Gerät durchweg zu überzeugen, versagte aber im Finger-Sicherheits-Test. So gab es statt Note 5.1 eben nur eine 4.1, gerade noch «genügend».
Insgesamt gab es sechsmal eine Abwertung wegen Problemen beim Kipp- oder beim Sicherheitstest.
Einmal «gut», sieben Mal «genügend»
Den Sieg im «Kassensturz»-Test holte sich am Ende mit Note 5.0 («gut») der Standventilator von der Interdiscount-Eigenmarke Intertronic, den es nicht im Galaxus-Sortiment gibt. Ein mittelmässiges Ergebnis bei Wind und Lärm reicht, weil das Gerät im Gegensatz zur Konkurrenz keine Schwächen zeigte, wenn es umgeworfen wurde und der Finger nicht durchs Gitter passte. Günstig ist er mit rund 50 Franken obendrein.
Ein echter Preishit ist auch das Gerät auf Platz 2, ein Ventilator von der Eigenmarke der deutschen Baumarktkette Bauhaus. Für 30 Franken gibt es ein Gerät mit Note 4.6 («genügend»). Genauso «genügend» sind sechs weitere Ventilatoren, jeweils um einen Zehntelpunkt absteigend. Platz 3 ging zum Beispiel an einen Windmacher des Herstellers Fertraso, der sich auf das richtige Equipment für den Anbau von Gras spezialisiert hat. Ventilatoren sind da ja durchaus auch ein Thema.
Eher schlecht belüftet laut «Kassensturz» der Flex Vind von Sonnenkönig. Dafür ist er leise. Gesamturteil ist die Note 4.4.
Dahinter reiht sich ein Eigenmarken-Gerät von Mediamarkt ein, das Modell OSF 40323 W für um die 25 Franken. Es ist ebenfalls leise und windet eher unpräzise, zeigt aber keine Mängel, wenn es mal umfällt. Und der künstliche Finger hat es auch nicht durchs Gitter geschafft.
Das teuerste Modell im Test kam von Hersteller Lucci Air. Das von «Kassensturz» untersuchte Modell führen wir aktuell nicht im Sortiment. Vielleicht auch besser so, denn es bekam die schlechteste Note in der Kategorie Lärm. Ebenfalls nicht mehr kaufen kannst du das Schlusslicht der Testtabelle, das Modell Blanc von Manor. Bei ihm brachen im Kipptest das Gehäuse und ein Bolzen. Manor hat als Reaktion das Gerät aus dem Sortiment genommen.
Was ist dir wichtig?
Im «Kassensturz»-Test verzerren die Ergebnisse des Finger- und des Kipptests die Ergebnisse. Die Kategorie «Belüftung» floss zu 60 Prozent in die Gesamtnote ein. Hier hat das beauftrage Labor auch darauf geachtet, ob der Luftstrom gleichmässig und zielgerichtet bleibt. Wenn dir das also wichtig ist, helfen dir die Noten aus der Tabelle.
Ich persönlich mag es bei Ventilatoren, wenn sie automatisch schwenken und so die Luft im Raum mehr in Bewegung kommt. Einige Geräte haben sogar eine Brise-Funktion, die natürliche Winde simuliert. Ach ja, ein Gerät ohne Fernbedienung käme mir zum Beispiel nicht ins Haus. Im «Kassensturz»-Test hatten nur zwei von zehn eine dabei. Dass beim Ventilator Finn ein Akku im Standfuss steckt und er deshalb als einziger mobil ist, wurde leider auch unterschlagen.
Alle rund 4000 Ventilatoren im Sortiment von Galaxus findest du hier, dort dann auch mit Bewertungen von Kundinnen und Kunden. Vielleicht sogar mit solchen, die über Erfahrungen berichten, wenn ein Gerät mal umgefallen ist. Oder ein Finger durchgeflutscht ist.
Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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