iPad Pro 2021: Das Apple-Tablet bekommt Apple Silicon
News & TrendsSmartphone

iPad Pro 2021: Das Apple-Tablet bekommt Apple Silicon

Dominik Bärlocher
Zürich, am 20.04.2021
Mitarbeit: Luca Fontana
Das iPad Pro bekommt einen MiniLED Screen. Dazu Thunderbolt und einen Prozessor, der dein iPad zum PC-Ersatz machen könnte. Oder sogar mehr. Denn das iPad läuft neu auf M1.

Es ist immer etwas seltsam, wenn da jemand auf der Bühne steht und ein Loblied auf ein «brandneues» Gerät singt und es steht im exakt selben Look bereits seit zwei Jahren auf deinem Tisch. So geschehen beim neuen iPad Pro, das Apple am Spring Loaded Event vorgestellt hat.

Das Gerät sieht genauso aus, wie das iPad Pro von anno 2019. Auf den ersten Blick. Denn der Teufel steckt im Detail und hinter dem Bildschirm. Denn da ist neu Apple Silicon verbaut. Sprich: M1 iPad Pros. Mit bis zu 2 Terabyte Speicher.

MiniLED Screen macht das iPad heller

Vor dem M1-Chip ist eine komplett neue Technologie verbaut. Denn statt eines IPS Panels ist da neu ein MiniLED Panel. MiniLED heisst, dass du hinter dem Screen kleine LEDs hast. Diese strahlen wie ein Projektor durch die LCD-Pixel hindurch und generieren auf dem Glas, das du vorne siehst, das Bild. Mit einem Kontrast von 1 000 000:1.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Das Prinzip eines MiniLED Screens ist dasselbe wie bei einem normalen LED Panel, mit dem Unterschied, dass die LEDs wirklich sehr viel kleiner sind. Nicht nur erlaubt das mehr Dimmzonen auf dem Panel sondern liefert auch bessere Schwarzwerte als LED Screens. Kurz: Das Bild ist schlicht besser. Das neue iPad Pro hat über 2500 Dimmzonen und leuchtet mit Spitzenwerten von 1600 nits.

MiniLED Panels sind, wie jede neue Technologie, teuer in der Herstellung. Daher bekommt nur das High-End iPad Pro den neuen Screen verpasst. Die anderen iPads bleiben beim LED Screen. Da der Herstellungsprozess nicht nur neu sondern auch langsam und ressourcenintensiv ist, kann es sein, dass es zu Lieferverzögerungen kommt. Grund ist die Knappheit an Rohstoffen und Bauteilen durch die Covid-19-Pandemie.

Generell: Wenn du das Apple Display Pro XDR kennst, dann kennst du den Screen des iPad Pro. Natürlich ist der Screen dann auch kalibriert nach allen Wünschen der Profis im Bild- und Videosektor. Versteht sich irgendwie von selbst bei diesen Specs.

Das iPad mit Thunderbolt als Herzstück einer Desktop-Umgebung?

Neu ist das iPad Pro mit dem Thunderbolt-Standard kompatibel. Sprich: Du kannst externe Monitore an dein iPad hängen und iPadOS im Multi-Screen Setup betreiben. Der M1 Chip ist locker stark genug um zwei Screens und Peripherie zu betreiben und Thunderbolt liefert den dazu nötigen Datendurchsatz.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Der M1 Chip, der das Herzstück des gesamten iPad Lineups des Jahres 2021 betreibt, liefert da auch easy die Rechen-Power.

*Apple Silicon im Benchmark**: Killt das Macbook Pro mit dem M1 das 16-Zoll Macbook?
HintergrundComputing

Apple Silicon im Benchmark: Killt das Macbook Pro mit dem M1 das 16-Zoll Macbook?

Dazu unterstützt das iPad den USB-4-Standard, 5G, hat mit einem neuen Kamerasetup auch massiv Sex Appeal für Videoproduzenten. Da soll Real Time Pre-Viz möglich sein vor einem Green Screen, da der Lidar-Scanner des iPads realistisch Licht und Schatten in Echtzeit durchrechnet.

Müssen wir uns an Fotos und Videos vom iPad gewöhnen? Denn der 12 Megapixel Sensor betreibt neu eine Weitwinkellinse, die dank «Center Stage»-Funktion dich oder andere Subjekte immer in der Mitte des Bilds behält.

88 Personen gefällt dieser Artikel


Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren